Sechs Monate vor dem Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) auf Bali bekommen die Befürworter des Freihandels Rückenwind: Ein Bericht des unabhängigen Peterson Institute for International Economics in Washington, der der „Welt“ exklusiv vorliegt, beziffert die potenziellen Gewinne einer zügigen Handelsöffnung auf jährlich mehr als zwei Billionen Dollar.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) könne um bis zu 2,2 Billionen Dollar zulegen, wenn in sieben Verhandlungsfeldern Einigung erzielt würde, schreiben die Autoren.

Diese Summe entspricht rund 60 Prozent dessen, was ganz Deutschland im Jahr erwirtschaftet. Die weltweiten Exporte könnten dem Bericht zufolge um bis zu 2,4 Billionen Euro wachsen. Dadurch würden insgesamt rund 34 Millionen Arbeitsplätze getragen.

Konkret nennen die Autoren sieben Abkommen, die unabhängig voneinander und in einzelnen Schritten erzielt werden könnten. Die bei Weitem größten Gewinne würden ein internationales Dienstleistungs- sowie ein Handelsabkommen bringen. Sie könnten das weltweite BIP um jeweils rund eine Billion Dollar beflügeln.

Die sogenannte Doha-Runde der WTO zur Liberalisierung des Welthandels war zuletzt 2008 im damals bereits vierten Anlauf gescheitert. Die Autoren der Dankfabrik Peterson plädieren nun für ein „WTO Recovery Paket“ in diesem Jahr.

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