Mit rund 175 Milliarden Euro bewegt sich die Überschussliquidität am Geldmarkt am Dienstag weiter in einem komfortablen Rahmen. Zuletzt habe sie sich um dieses Niveau eingependelt, sagt ein Disponent. Damit besteht aktuell wohl kein unmittelbarer Handlungsbedarf seitens der EZB, die bei einem zu starken Absinken der Überschussliquidität einen Anstieg der Marktzinsen befürchtet.

Konstant zeigt sich auch der Liquiditätsbedarf der Banken beim wöchentlichen Refinanzierungsgeschäft der EZB. Wie die Zentralbank mitteilte, wurden 86,88 Milliarden Euro zum Festzinssatz von 0,25 Prozent zugeteilt. Das neue Geschäft mit Fälligkeit am 27. November wird am 20. November valutiert, an dem ein alter Tender über 87,74 Milliarden Euro ausläuft. Damit besorgten sich die Banken des Euroraums 0,86 Milliarden Euro weniger Liquidität.

Gegen 11.30 Uhr wurden am Euro-Geldmarkt folgende Sätze genannt (Angaben in Prozent, Werte vom Vortag in Klammern). Die genannten Termine spiegeln lediglich Taxen wider, sie können je nach Bonität der Bank stark schwanken und abweichen.

Tagesgeld: -0,02 – 0,13 (0,05 – 0,10)
Wochengeld: 0,03 – 0,11 (0,03 – 0,13)
1-Monats-Geld: 0,04 – 0,13 (0,04 – 0,19)
2-Monats-Geld: 0,06 – 0,21 (0,09 – 0,24)
3-Monats-Geld: 0,05 – 0,22 (0,05 – 0,27)
6-Monats-Geld: 0,19 – 0,32 (0,10 – 0,35)
12-Monats-Geld: 0,35 – 0,50 (0,29 – 0,43)

Eurepo (Richtsatz für besicherte Kredite)
6-Monats-Geld: 0,080 (0,080)
12-Monats-Geld: 0,089 (0,089)

Euribor
3 Monate: 0,218 (0,218)
6 Monate: 0,319 (0,319)
12 Monate: 0,496 (0,497)

Montag Sonntag
(in Mio EUR)
Zentralbankguthaben (lfd. Durchschnitt): 232.021 232.288
Zentralbankguthaben (Tageswert): 230.686 231.888
Spitzenrefinanzierungsfazilität: 2 0
Einlagefazilität 48.698 43.861
Autonome Faktoren und SMP 315.927 319.574

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