Die Finanzkrise ist Geschichte – zumindest bei den privaten Vermögen. Die Menschheit besitzt so viel wie nie. Doch das liegt vor allem am Aktienboom. Und ausgerechnet dabei bleiben viele Deutsche außen vor. FOCUS Online zeigt Gewinner und Verlierer.
Eurokrise, Schuldenkrise, Bankenkrise – vor dem Hintergrund des ständigen Krisengeredes dürfte diese Nachricht viele Menschen überraschen: Die Welt schwimmt im Geld. Das Vermögen der privaten Haushalte hat ein historisches Rekordniveau erreicht, wie die Allianz für ihren neuen „Global Wealth Report“ ausgerechnet hat. Demnach liegt der Geld-Vermögensbestand rund um den Globus bei 111,2 Billionen Euro. In Ziffern: 111 200 000 000 000.

Auffällig ist auch: Das private Vermögen in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen ist gegenüber dem Vorjahr geradezu sprunghaft um 8,1 Prozent gestiegen.

Die Vermögenswerte der Deutschen folgen dieser weltweiten Entwicklung. Auch die Bundesbürger sind im Schnitt so reich wie nie. Der Allianz zufolge besaßen die deutschen Bürger 2012 ein Brutto-Geldvermögen von 4939 Milliarden Euro. Der Zuwachs fällt mit 4,9 Prozent allerdings deutlich kleiner aus als der weltweite Durchschnitt zurück. In der Rangliste der reichsten Länder der Welt belegt Deutschland Rang 17 – einen Platz hinter Österreich.

Zum Zuwachs der Geldvermögen trugen rund um den Globus alle Regionen bei: Am höchsten fiel das Plus mit knapp 16 Prozent in Asien (ohne Japan) aus, auch Lateinamerika und Osteuropa wuchsen zweistellig.

Der Hauptgrund für den steigenden Wohlstand ist der Boom an den Aktienmärkten. Das in Wertpapieren gehaltene Vermögen erreichte mit einem Plus von 10,4 Prozent das beste Ergebnis seit der Finanzkrise. Auch die Ansprüche der Haushalte gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen wuchsen 2012 kräftig: um 7,4 Prozent.

Unter den drei großen Anlageklassen schnitten die Bankeinlagen mit plus 6,7 Prozent am schwächsten ab. Da aufgrund der extrem niedrigen Zinsen in vielen Ländern kaum noch Wertsteigerungen auf den Bankkonten zu verzeichnen sind, sei dieses Wachstum auf „frische“ Anlagegelder zurückzuführen, stellen die Experten der Allianz fest.

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