Mancher, der in den letzten Jahren promoviert hat, fragte sich, ob das eigentlich eine gute Entscheidung war. Nicht nur, weil die Qualen, ein dickes Buch mit Tausenden Fußnoten zu verfassen, einfach enorm sind, das Sozialleben ebenso leidet wie Figur und Teint. Nein, was einmal Garant für die Anerkennung der Mitmenschen war, hat nach den Skandalen von Guttenberg und Co. doch an Nimbus eingebüßt. Immer häufiger ist seither von selbst ernannten Experten zu hören, dass man für dieses oder jenes Metier heute eh keinen Titel mehr benötige, um Erfolg zu haben.

Es bleibt allerdings die Frage, wie sich Erfolg bemisst. In konkretem Einkommen ausgedrückt, garantiert der Doktortitel laut einer Untersuchung des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung an der Universität Kassel am ehesten das große Geld. Eineinhalb Jahre nach ihrer Promotion verdienen Promovierte im Schnitt knapp 40 Prozent mehr als Absolventen mit einem Master. Ihr Einkommen liegt bei 4357 Euro. Master-Absolventen verfügen dagegen über 3144 Euro. Wer nur einen Bachelor hat, über 2632 Euro.

Der Vergleich mit Bachelor und Master ist deshalb interessant, weil es den Masterabschluss ja noch gar nicht so lange gibt. Standard geworden ist er erst seit den großen Reformen an den Universitäten im Zuge des Bologna-Prozesses. Erst seit wenigen Jahren schließt der Großteil der Studenten mit einem Master ab, vorher waren das Magister oder Diplom. Offenbar haben die jüngeren Skandale um plagiierte Dissertationen zwar die Reputation des Doktortitels beschädigt, nicht aber signifikant den Verdienst.

Arbeitslosigkeit ist nahezu unbekannt

Auch in puncto Beschäftigungsquote können Promovierte sonstige Akademiker ausstechen. Liegt die generelle Akademiker-Arbeitslosigkeit bei drei Prozent, so sind es unter den Promovierten nur zwei. Fast könnte man annehmen, dass die, die nix tun, sich das auch so ausgesucht haben.

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich die berufliche Situation der promovierten Absolventinnen und Absolventen im Vergleich zu Absolventinnen und Absolventen ohne Promotion eindeutig besser darstellt“, so Choni Flöther, Autorin der Studie. „Erwerbslosigkeit ist eine Ausnahme, und prekäre Beschäftigungsverhältnisse kommen – auch im Hochschulsektor – mit Promotion weniger häufig vor als ohne.“

Für die Studie wurden 1266 Promovierte eineinhalb Jahre nach ihrem Abschluss befragt. Darüber hinaus beteiligten sich rund 70.000 Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen mit Bachelor, Master und anderen Abschlüssen.

Viel Geld gibt’s eher außerhalb der Unis

Eine schlechte Nachricht hat die Studie allerdings für jene parat, die ihre Promotion als Ausgangspunkt für eine wissenschaftliche Karriere sehen. Zumindest wenn es ihnen neben Erkenntnis auch um einen dicken Geldbeutel geht. Denn in der freien Wirtschaft verdienen Promovierte einfach mehr, und zwar viel mehr.

Im Schnitt haben sie dort ein monatliches Einkommen von 4722 Euro. In Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind es dagegen nur 3340 Euro. Grund ist, dass auch in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen meist die Tarife des öffentlichen Dienstes gezahlt werden. Noch deutlicher fällt der Unterschied aus, wenn man sich einzelne Fächergruppen ansieht. Sprach- und Kulturwissenschaftler gehen in der Privatwirtschaft mit 3841 Euro im Monat nach Hause. Hochschulbeschäftigte mit 1300 Euro weniger. Maschinenbauer verfügen außerhalb der Unis und FHs im Schnitt über 5496 Euro, innerhalb nur über 3792 Euro.

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Die Anleger kaufen keine Aktien, obwohl sie steigen. Sie lassen ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto, ohne Zinsen zu bekommen. Warum man oft ökonomisch unsinnig handelt – die fünf teuersten Psychofallen.

Es passiert nicht häufig, dass sich Franz Josef Leven in Rage redet. Doch wenn der stets ausgeglichen wirkende Direktor des Deutschen Aktieninstituts vom Besuch einer Schulklasse beim DAI berichtet, merkt man ihm seinen Unmut an. Auf die Aufforderung, Fragen zu stellen, habe einer der Schüler wissen wollen, ob er selbst auch Aktien habe.

Ja, natürlich, war die Antwort. Gleich darauf folgte die Frage, wie viel Geld er damit verloren habe. „In den USA hätte jeder gefragt, wie viel ich damit gewonnen habe. Aber hierzulande denken die Menschen beim Thema Aktien immer sofort an Verluste“, erzählt er. „Absurd“ finde er das.

Und damit hat Leven zweifellos recht, wenn man auf die jüngere Vergangenheit schaut: Der Deutsche Aktienindex hat sich in den vergangenen sechs Jahren verdreifacht, allein seit Jahresbeginn ging es bereits wieder um mehr als zehn Prozent nach oben. Am Freitag durchbrach er sogar die 11.000 Punkte. Doch nach allen verfügbaren Daten sind die meisten Deutschen bei diesem Aufschwung nicht dabei. Sie horten ihr Geld lieber auf Tagesgeldkonten – oft zu Zinsen von null Prozent.

Das Verhalten der deutschen Sparer ist aus ökonomischer Sicht völlig unlogisch. Dennoch ist es zutiefst menschlich. Und es gibt einen Zweig der Volkswirtschaftslehre, der sich genau damit beschäftigt – und die Fehlurteile in Finanzdingen entsprechend zu erklären versucht: die Verhaltensökonomie.

Sie zeigt, wie psychologische Mechanismen unsere Handlungen beeinflussen und uns bei Investment-Entscheidungen oft genug auf die falsche Fährte führen. Die gute Nachricht dabei: Wer diese Faktoren kennt, der hat die Chance sie zu umschiffen und so erfolgreicher bei der Anlage des sauer Ersparten zu werden.

„Jetzt ist es ohnehin zu spät zum Einstieg an der Börse“

Als der Dax die 8000-Punkte-Marke erreicht hatte, haderten viele Sparer mit dem Kursanstieg. Doch sie waren auch sicher: Zum Einstieg ist es zu spät. Bei 9000 Punkten war es das Gleiche, bei 10.000 ebenso. Nun steht der Dax bei fast 11.000 Zählern, und die meisten Sparer können sich erst recht nicht durchringen, Aktien zu kaufen.

Joachim Goldberg wundert das nicht. Denn der Grund für diese Einstiegsphobie liegt für den Verhaltensökonomen in einem Impuls, den er als „Regret Aversion“ bezeichnet. Das bedeutet: Wir fürchten, eine falsche Entscheidung zu treffen, und die Angst vor dem dann folgenden Bedauern führt dazu, dass wir lieber erst gar keine Entscheidung treffen. Denn eine nicht getroffene Entscheidung bedauert der Mensch stets weniger als eine falsch getroffene.

Wer also jetzt Aktien kauft und in einem Jahr feststellt, dass die Kurse gesunken sind, wird dies emotional als schweren Schlag empfinden. Kauft er jedoch keine Aktien und steigen deren Kurse weiter, so bedauert der Anleger dies zwar auch – das negative Gefühl ist jedoch weit weniger intensiv.

Psychologisch gesehen ist es daher durchaus rational, lieber nichts zu tun. Jedenfalls kurzfristig. Denn auf lange Sicht bedauert der Mensch eher die nicht getroffenen Entscheidungen. Dann aber ist er schon in Rente.

Hinzu kommt etwas, das die Verhaltensökonomen als Verfügbarkeitsheuristik bezeichnen. Kann der Mensch ein Risiko nicht genau einschätzen, bemüht er seine Erfahrungen und macht daraus eine Daumenregel. Wie hoch ist also derzeit die Wahrscheinlichkeit eines Crashs? Wer die Kursabstürze von 2000 und 2008 erlebt hat, wird sagen: sehr hoch.

Wer diese Erfahrung nicht präsent hat, kommt dagegen zu ganz anderen Schlüssen. Wir lassen uns also von Erfahrungen leiten, die oft genug die Wahrnehmung der Wirklichkeit verzerren.

„Wer an der Börse Erfolg haben will, muss stets aktiv sein“

Die gesamte menschliche Evolution ist der Beweis: Wer viel arbeitet, viel Energie investiert, auf alles Neue reagiert, der ist erfolgreicher. „Das ist tief in unserer Psyche verankert“, sagt Martin Weber. Der Mannheimer Wirtschaftsprofessor nennt das Beispiel eines Autos, das auf einen Menschen zufährt. Natürlich springt jeder beiseite, er reagiert. Das ist seine Intuition, das ist natürlich und logisch. Und es rettet Leben.

Daher schlussfolgern die meisten, es müsse auch an der Börse darauf ankommen, aktiv zu sein. Neue Wirtschaftsdaten, frische Unternehmenszahlen, aktuelle Krisenherde – ein Anleger muss alles im Blick haben und umgehend reagieren, so die vorherrschende Meinung. Das muss jeden Anleger entmutigen, der den Schritt an die Börse wagen will.

Doch dort, so Weber, gälten diese tief verankerten Grundsätze nicht. Hier komme es vielmehr darauf an, geradezu langweilig zu sein. Aktien kaufen und liegen lassen – das ist alles. Man müsse auch nicht ständig beobachten, was sich an den Börsen tue. Simples Abwarten genüge vollkommen. Dabei sei es jedoch für Anleger wichtig, nicht auf Einzelwerte zu setzen. Denn dann müssten sie wirklich aktiv dabei sein.

Wer aber einen Indexfonds kauft, der etwa den Dax abbildet, der könne sich zurücklehnen. Selbst, wenn es zwischenzeitlich abwärts gehe. Aussitzen und Tee trinken, das sei dann die Devise, auch wenn solche Untätigkeit den meisten widerstrebt. Denn die Evolution hat uns seit der Steinzeit darauf konditioniert, stets zu handeln. In der Steinzeit aber gab es eben auch noch keine Börsen.

„Aktien sind gefährlich, aber dieses innovative Finanzprodukt kaufe ich“

Indexfonds kaufen? Wie unsexy. Wie soll man davon anderen erzählen? Von Energiewende und Windrädern hat dagegen jeder schon gehört, und jeder weiß, dass diesem Bereich die Zukunft gehört. Also kauften Sparer, die Aktien meist als zu riskant betrachteten, en masse Anleihen vom Windradhersteller Prokon, die sieben Prozent Zins versprachen – und gingen damit baden.

„Menschen denken, fühlen und handeln in Geschichten“, erklärt Hanno Beck, Professor an der Hochschule Pforzheim und Experte für „Behavioral Finance“, wie die Verhaltensökonomik im Jargon heißt, dieses Phänomen. Ein Indexfonds hat keine Geschichte, einzelne Unternehmen dagegen können solche erzählen.

Und das führt dazu, dass sich Sparer einem solchen Investment viel eher öffnen. Sie haben das Gefühl, bei etwas Großem dabei zu sein. Und sie haben ihrer Umwelt, ihren Nachbarn und Freunden damit etwas voraus.

Hinzu kommt die Verpackung des Investments in eine Anleihe. Dieser Begriff steht hierzulande für absolute Solidität. Deutsche Staatsanleihen sind schließlich das sicherste Investment überhaupt. Bietet dann jemand anderes ebenfalls Anleihen an, kommt es zum „Halo-Effekt“, wie es Beck nennt.

Eine Art Heiligenschein umgibt das Investment, ein Schein, der alle Risiken überstrahlt. Und den Sparer leichten Fußes Wagnisse eingehen lässt, die er sonst stets vermeiden würde.

„Der Mann kennt sich aus, seinen Empfehlungen folge ich“

Bei all diesen Effekten wirkt die menschliche Psychologie unbewusst. Doch es gibt auch gewiefte Menschen, die solche Faktoren ganz bewusst ausnutzen, um Menschen in eine Falle zu locken. Und immer wieder fallen Leute darauf rein. Wie das funktioniert, hat Robert Cialdini in seinem Buch „The Power of Persuasion“ aufgeschrieben. „Die Finanzvertriebler in aller Welt haben das Potenzial für ihre Branche erkannt, das in solchen Methoden steckt“, sagt Hanno Beck.

Sie arbeiten mit Schmeicheleien, sagen bewusst Dinge, die das Gegenüber hören will, versprechen Reichtum ohne Arbeit. Oder sie flüstern von einem Geheimnis der Geldanlage, das irgendwelche großen Mächte dem kleinen Mann vorenthalten. Wahlweise werden Banken, Wall Street oder Politik als die großen Verschwörer dargestellt.

Wenn ein vermeintlicher Anlageexperte solche Geschichten in einem Saal verunsicherter Menschen erzählt, hat er diese schnell auf seiner Seite. Denn sie haben plötzlich das Gefühl, zu einer kleinen Gruppe zu gehören, die mehr weiß. Und fortan folgen sie dem Investment-Guru bedingungslos. Bis zum meist bitteren Ende.

„Hier lassen sich Steuern sparen, das muss ich mitnehmen“

Und wer jetzt immer noch kein Geld investiert hat, in Aktien, Anleihen oder geheimnisvollen Alternativen? Der will zumindest Steuern sparen. Doch da lauert schon die nächste Falle. Kaum irgendwo wurde so viel Geld verloren wie bei vermeintlichen Steuersparmodellen.

Dahinter steckt, dass die Menschen für Steuern im Kopf ein mentales Konto aufmachen. „Das verzeichnet einen Verlust“, sagt Joachim Goldberg. Und Verluste schmerzen. Schon ein kleiner Gewinn wirkt dagegen psychologisch extrem positiv. Deshalb spielt auch die Höhe der Steuerersparnis keine Rolle. „So kommt es, dass Menschen eine Stange Zigaretten durch den Zoll schmuggeln, obwohl sie dadurch nur ein paar Euro Steuer sparen“, so Goldberg.

Ökonomisch ist das völlig unsinnig angesichts des hohen Risikos, erwischt zu werden. Aber das funktioniert ähnlich wie bei Rabattaktionen: Experimente haben gezeigt, dass ein Auto für 20.000 Euro, auf das der Händler 2000 Euro Rabatt gibt, für die meisten attraktiver ist als eines, das für 18.000 Euro angeboten wird.

Franz Josef Leven will nun jedoch genau dieses Phänomen nutzen, um die deutschen Sparer doch noch für die Dividendenpapiere zu begeistern. Für den 16. März haben das Aktieninstitut, die Deutsche Börse sowie die großen Online-Broker den „Tag der Aktie“ ausgerufen. Anleger können an diesem Tag die 30 Dax-Aktien sowie acht Indexfonds kostenlos kaufen, also ohne Handelsgebühren.

Durch den Rabatt können sie je nach Größe der Order zehn bis 65 Euro sparen. Vielleicht gelingt es ja, die psychischen Barrieren der deutschen Sparer auf diese Weise zu überwinden.

Als Donnerstagfrüh der Kurs des Schweizer Franken durch die Decke ging und es schien, als sei sein jäher Höhenflug nicht mehr aufzuhalten, da stockte auch so manchem polnischen Häuslebauer der Atem. „Als ich hörte, dass der Franken-Kurs so stark gestiegen war, geriet ich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Nicht nur ich, sondern Hunderttausende Polen erleben jetzt ihre Franken-Hölle und hatten einen schrecklichen Morgen“, sagt einer von ihnen.

Geschätzt 700.000 Polen haben ihre Häuser oder Wohnungen mit einem Schweizer-Franken-Kredit finanziert, nichts Besonderes in diesem Teil Europas. Denn die Zinsen für Kredite in Landeswährung sind hoch. Wer sich in Westwährung verschuldet, zahlt viel weniger. Die damit verbunden Kursrisiken blendeten viele aus oder rechneten sie sich schön. Nicht selten bestärkt von Bankberatern. Das Motto: Die Schweiz ist ein stabiles Land, was soll da schon passieren?
Gerichte als letzte Chance

Tatsächlich wertete der Franken bereits 2008 und 2009 kräftig auf, was die Tilgung verteuert. Denn die Polen verdienen ja keine Franken, sondern Zloty und müssen teuer umtauschen. Schon seit Jahren gibt es den Verein Pro Futuris von Tomasz Sadlik, der Kreditnehmern hilft. „Der einzige Ausweg ist meist das Gericht. Denn oft haben die Banken sich nicht an den gesetzlichen Rahmen gehalten. Immerhin hat die polnische Finanzaufsicht bereits 2007 vor diesen Fremdwährungskrediten gewarnt. Uns aber erzählte man, der Franken sei stabil und es gebe überhaupt keine Risiken“, so Sadlik.

Vorsicht vor dem Online Handel http://jongoshop.de da sind Betrüger am Werk. Ich habe die Firma persönlich besucht und in diesem Gebäude gibt es diese Firma nicht. Meine Bestellungen habe ich nicht erhalten. Ich wollte dies persönlich klären aber die Firma existiert nicht unter den angegeben Anschriften. Alles Fake bloss nichts bestellen.

Inhaber soll Réda MOHAMMED BRAHIM sein der nicht in Wirklichkeit existiert! Also Achtung!

Endlich! Nach 13 Jahren hat sich Argentinien mit seinen Geldgebern auf die Rückzahlung seiner gigantischen Schulden aus der Staatspleite im Jahr 2001 geeinigt. Jetzt wollen die Südamerikaner die knapp zehn Milliarden zurückzahlen – in Rekordzeit.

Argentinien hat sich mit seinen internationalen Geldgebern auf die Rückzahlung seiner Schulden aus der Zeit der Staatspleite im Jahr 2001 geeinigt.

Der Paris Club der Gläubigerstaaten machte am Donnerstag ein entsprechendes Abkommen öffentlich, wonach Argentinien bis Mai kommenden Jahres zunächst Ausstände von mindestens 1,15 Milliarden Dollar (844 Millionen Euro) begleichen wird.
Mit 9,7 Milliarden Euro verschuldet

Die nächste Rate wird ein Jahr später fällig. Der gesamte Schuldentilgungsplan streckt sich über fünf Jahre. Insgesamt steht der südamerikanische Staat mit 9,7 Milliarden Dollar bei den Industriestaaten in der Kreide.

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Nach wie vor stütze die Ukraine-Krise die Preise, hieß es aus dem Handel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 108,35 US-Dollar. Das (Shenzhen: 002421.SZ – Nachrichten) waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um drei Cent auf 100,87 Dollar.

Neben der Ukraine-Krise rücken aber auch die wöchentlichen Daten zu den US-Ölreserven wieder stärker in den Fokus der Anleger und bremsen nach Einschätzung von Experten die Ölpreise. Am Mittwoch wird die US-Regierung die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche veröffentlichen. Experten rechnen mit dem 14. Anstieg der US-Ölreserven innerhalb von 15 Wochen.

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Im kommenden Jahr werde ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um zwei Prozent erwartet, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag in Berlin. Damit hält die Regierung an ihrer Prognose von Februar fest, als sie den Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt hatte.

Die deutsche Wirtschaft befinde sich „in einem soliden Aufschwung“, sagte Gabriel. Das Wachstum stehe „auf einem breiten und stabilen Fundament“, treibende Kraft sei dabei die Binnenwirtschaft. Wegen des anhaltenden Aufschwungs auf dem Arbeitsmarkt würden auch die Beschäftigung und die Einkommen weiter steigen. Es sei damit zu rechnen, dass die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte in diesem Jahr um 2,9 Prozent und im kommenden Jahr um 3,3 Prozent erneut kräftig zulegen würden.

Die Ukraine-Krise hat unterdessen die Stimmung deutscher Finanzexperten erneut gedämpft. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fielen im April im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Punkte auf 43,2 Punkte, teilte das ZEW am Dienstag mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 45,0 Punkte gerechnet. Die Wirtschaft habe sich zudem in den vergangenen Monaten so rasant entwickelt, dass das Tempo nun langsamer werde, sagte ZEW-Konjunkturexperte Jesper Riedler.

Die Beurteilung der aktuellen Lage hatte sich dagegen überraschend aufgehellt. Der Indikator stieg um 8,2 Punkte auf 59,5 Zähler auf den höchsten Stand seit Juli 2011. Volkswirte hatten hier nur mit einem Anstieg auf 51,5 Punkte gerechnet. Dabei machte sich laut Ökonomen die zuletzt gute Auftragslage sowie optimistische Stimmungsumfragen bei Unternehmen und Verbrauchern positiv bemerkbar.

Kurzzeitig war der deutsche Leitindex unter die Marke von 9400 Punkten gefallen. Am späten Nachmittag hellte sich die Stimmung der Anleger allerdings hierzulande auf, nachdem der Erholungsversuch der wichtigsten US-Aktienindizes an Stärke gewonnen hatte. Zum Handelsschluss stand beim Dax nur noch Minus von 0,21 Prozent auf 9490,79 Punkte zu Buche. Für den MDax ging es um 1,39 Prozent auf 16 253,55 Punkte nach unten. Hier machte sich unter anderem der prozentual zweistellige Kurseinbruch der Südzucker-Aktien bemerkbar. Der TecDax büßte 1,22 Prozent auf 1220,94 Punkte ein.

Eine Gruppe von Investoren und Pensionsfonds hat einem Bericht zufolge zwölf große internationale Banken, darunter die Deutsche Bank, in den USA wegen Wechselkursmanipulationen an den Devisenmärkten verklagt.

Die Klage sei am Montag bei einem Bezirksgericht in Manhattan Süd eingereicht worden, berichtet das „Wall Street Journal“ am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. Die Kläger stammen demnach aus den USA und von den Karibischen Inseln. Sie werfen den Banken laut „WSJ“ vor, sich mittels Kurznachrichtendiensten, SMS und E-Mail über Kurse abgesprochen zu haben.

Alle Kläger haben dem Bericht zufolge bereits einzeln Klage gegen die Banken eingereicht – die gemeinsame Klage soll ihren Vorwürfen mehr Gewicht verleihen.

Neben der Deutschen Bank sind in der Klage die US-Banken Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Bank of America aufgeführt, aus Großbritannien Barclays, die HSBC und die Royal Bank of Scotland, aus Frankreich die BNP Paribas und aus der Schweiz die UBS und die Credit Suisse.

Seit Herbst gehen Aufsichtsbehörden weltweit dem Verdacht von Wechselkursmanipulationen an den internationalen Devisenmärkten nach. Mehrere Großbanken haben bestätigt, dass sie von den Ermittlungen betroffen sind, darunter Citigroup und JPMorgan Chase sowie Barclays und UBS. Auch die Deutsche Bank arbeitet nach eigenen Angaben in dem Fall mit den Behörden zusammen.

Deutsche Bank suspendiert führende Händlerin

Einige Geldinstitute haben bereits Devisenhändler suspendiert oder entlassen. Mehreren aktuellen Berichten zufolge hat die Deutsche Bank im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt eine führende Händlerin in London vom Dienst suspendiert. Kai Lew, die für das Devisengeschäft mit Zentralbanken zuständig sei, habe bereits im März ihren Arbeitsplatz verlassen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe keine Hinweise auf ein Fehlverhalten. Eine Sprecherin der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab, Lew war zunächst nicht zu erreichen. Sie ist die erste Frau, die im Zuge der Ermittlungen freigestellt wurde. Bislang mussten weltweit etwa 30 Devisenhändler ihren Arbeitsplatz räumen.

Weltweit untersuchen Behörden seit rund einem Jahr, ob es am Devisenmarkt ähnlich wie beim Referenzzins Libor zu Manipulationen und verbotenen Absprachen von Händlern gekommen ist. Die Deutsche Bank gehört zu den dominierenden Akteuren im Devisengeschäft.

Dieses gilt mit einem täglichen Volumen von zuletzt rund fünf Billionen Dollar (3,6 Billionen Euro) als größter Finanzmarkt der Welt. Ein großer Teil des Handels findet dabei zwischen Finanzunternehmen über ihre Händler statt. Viele Institute wie die Deutsche Bank haben inzwischen interne Untersuchungen eingeleitet, um nach möglichen Verstößen in den eigenen Reihen zu fahnden.