Die Betriebsrente ist die zweite Säule der Altersversorgung – doch nicht jeder Beschäftigte profitiert davon.

Das Rentenniveau sinkt. Für einen auskömmlichem Ruhestand sind zunehmend private Vorsorge und Absicherung über den ArbeitgeberGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! gefragt. Die Koalition will die Betriebsrente stärken. Ob das gelingt, ist aus Sicht von Kritikern allerdings fraglich.

Warum soll die betriebliche Altersversorgung gestärkt werden?

Weniger als 60 Prozent der Beschäftigten haben eine betriebliche Altersvorsorge. Vor allem Geringverdiener und Mitarbeiter kleinerer Unternehmen stehen häufiger ohne Betriebsrente da

Das ist der Kern der Reform?

Unternehmen sollen die Höhe der Betriebsrente nicht mehr garantieren müssen. Sie sollen lediglich zusagen, die Beiträge der Beschäftigten an Pensionskassen, Pensionsfonds oder Versicherungen abzuführen. 15 Prozent des umgewandelten Entgelts müssen Arbeitgeber als Zuschuss an die Pensionseinrichtung zahlen. Die Höhe des Zusatzplus im Alter hängt von der Vermögensentwicklung der Einrichtungen ab. Auch sie sollen keine festen Zusagen machen. Voraussetzung ist, dass sich Arbeitgeber und GewerkschaftenGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! in Tarifverträgen auf das vorgeschlagene Sozialpartnermodell einigen.
Was bedeutet der Vorschlag für die Beschäftigten?

Sie wissen nicht, wie hoch das Zusatzplus im Alter ausfällt. Für die eingezahlten Beiträge und deren Verzinsung gibt es keine Garantie. Weder ihr Unternehmen noch die Pensionseinrichtungen sollen die Höhe der Betriebsrente bei dem Modell fest zusagen. Die Enthaftung der Arbeitgeber dürfe „nicht zu Lasten der Beschäftigten und auf deren Risiko alleine erfolgen“, fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Was heißt das für Unternehmen?

„Die Einführung einer reinen Beitragszusage ohne Garantieleistungen im Rahmen von Tarifverträgen führt zu Kostensicherheit und zum Wegfall der Haftung für Arbeitgeber“, argumentiert Betriebsrenten-Experten Uwe Buchem vom Beratungsunternehmen Mercer. „Ob das Modell ein Erfolg wird, hängt letztlich von den Tarifpartnern ab.“ Für einzelne Gewerkschaften könnte es durchaus interessant sein, entsprechende Versorgungseinrichtungen mitzugestalten – auch um damit um neue Mitglieder zu werben.

Der Arbeitgeberverband BDA sieht zwar Chancen, mehr Unternehmen mit ins Boot zu holen. Er warnt aber davor, die Möglichkeit durch zu viele Voraussetzungen zu verspielen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen seien oft nicht tarifgebunden. Sie würden daher nicht von dem Modell profitieren.

Wieso sind feste Zusagen ein Problem?

Die hohen Zusagen der Vergangenheit lassen sich angesichts der NiedrigzinsenJetzt große Wünsche erfüllen mit einem Kredit der Norisbank! am Kapitalmarkt kaum noch erwirtschaften. Darunter leiden Versicherer, Pensionskassen und Co. aber auch die Unternehmen selbst. Kürzt beispielsweise eine Pensionskasse die Verzinsung künftiger Beiträge, dann muss der Arbeitgeber einspringen, der seinen Beschäftigten die betriebliche Altersversorgung anbietet.
Wie beurteilen Versicherer die Pläne?

Die Branche stößt sich vor allem daran, dass auch Pensionskassen, -fonds und Versicherer keine Garantien mehr geben dürfen. Damit wäre die Zusage einer Mindestrente im Alter nicht mehr möglich, argumentiert der Branchenverband GDV. „Eine reine Beitragszusage verknüpft mit einem Garantieverbot würde Arbeitnehmer selbst in der Rentenphase den Schwankungen der Kapitalmärkte aussetzen, ohne dass sie sich dagegen absichern können.“

Auch Versicherungsmathematiker der einflussreichen Deutschen Aktuarvereinigung halten das Verbot von Garantiezusagen „weder für erforderlich, noch hilfreich für die verstärkte Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge“. Das Sicherheitsbedürfnis der Arbeitnehmer dürfe nicht außer Acht gelassen werden.
Was ist noch geplant?

Für Betriebsrenten von Geringverdienern mit monatlich bis zu 2000 Euro brutto soll es eine neue Förderung geben. Zudem sollen insgesamt höhere Beiträge steuerfrei in Pensionseinrichtungen gezahlt werden können. Das nutze jedoch nichts, wenn die Betriebsrente bei der Auszahlung hoch besteuert werde, argumentiert der Bund der Steuerzahler: „Aus unserer Sicht gehört die Rentenbesteuerung insgesamt auf den Prüfstand“. Der BDA kritisiert, dass Arbeitgeber, die weiterhin feste Zusagen für die Altersversorgung machen, keinen Vorteil aus den geplanten gesetzlichen Änderungen haben sollen.

Eine große Mehrheit von 130 befragten deutschen Wirtschaftsprofessoren erwartet nach Angaben des Ifo-Instituts einen Aufschwung durch die angekündigten Investitionen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump.

80 Prozent der vom Münchner Wirtschaftsinstitut befragten Ökonomen rechnen demnach mit einer moderaten Stimulierung des Wachstums, rund 75 Prozent erwarten mehr Beschäftigung, wenn Trump wie angekündigt mehr Geld in die Infrastruktur steckt. Etwa jeder siebte Volkswirt erwartet sogar eine starke Belebung der Konjunktur.

Gleichzeitig sind die Ökonomen aber äußerst kritisch, was Trumps Steuer- und Handelspläne angeht, wie aus dem Ökonomenpanel hervorgeht, das in Zusammenarbeit mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» entsteht. «Den Handel einzuschränken und neue Schulden zu machen, das wäre allerdings eine bittere Pille», sagte Niklas Potrafke, Leiter des ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie. Anders als Trump plant, raten die deutsche Volkswirte dazu, die Pläne durch Steuererhöhungen zu finanzieren. Trump will stattdessen die Steuern senken und dürfte damit eine deutlich höhere Neuverschuldung in Kauf nehmen.

Der Preis pro Bitcoin knackte in der vergangenen Woche die magische 750 US-Dollar-Marke und näherte sich damit dem letzten Jahreshoch im Juni 2016.

Der Preis der digitalen Währung stieg am 17. November auf 152,04 US-Dollar, bevor der Kurs an fahrt verlor und absackte. Im weiteren Verlauf der Woche stieg der Bitcoin-Kurs noch mehrmals über 750 Dollar, konnte den Support jedoch nicht halten und knickte ein.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Kurs bei 746,39 US-Dollar bzw. 704,81 Euro. Das bedeutet weiterhin ein sattes Plus von 4% im Vergleich zur Vorwoche.

Hallo liebe Leser,

Weihnachten naht da habe ich mir Gedanken gemacht was ich für meinen Sohn unter anderem als nächstes schenken könnte. Von einem Elternteil in der Schule habe ich erfahren, dass die eine Kinder GPS Uhr gekauft haben vom Hersteller COMservGPS Industries über die Internetseite http://www.kinder-gps-uhr.com

Schwubs bin ich auf deren Seite und geschaut. Die haben diese beiden Uhren Los Angeles:

GPS Uhr Los Angeles

und New York:

GPS Uhr New York

Ich habe mich für das Modell New York in Grün entschieden und bestellt 😀

Mit hohen Gebühren für Anrufe auf 0180-Kundendienstnummern ist es womöglich bald vorbei. Der EuGH-Generalanwalt plädierte nun dafür, dass Servicenummern in Deutschland nur so viel kosten sollten wie normale Telefonate im Festnetz oder per Mobiltelefon.

Telefonischen Kundendienst nur über teure 0180-Nummern anzubieten, verstößt aus Sicht des Gutachters beim Europäischen Gerichtshof gegen EU-Recht. Die Stellungnahme zum Fall des deutschen Elektronikhändlers comtech veröffentlichte das Gericht heute. Ein Urteil steht aber noch aus.

Das Unternehmen bietet seinen telefonischen Service über eine 0180er Nummer an, bei der ein Anruf teurer ist als im normalen Fest- oder Handynetz. Grundsätzlich können je nach Art der Nummer Gebühren von bis zu 20 Cent pro Minute aus dem Festnetz fällig werden, im Funknetz bis zu 42 Cent pro Minute.

Für Kontakt zum Händler nur Grundtarif zulässig

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs kritisiert die Geschäftspraxis und verklagte die Firma vor dem Landgericht Stuttgart auf Unterlassung. Das deutsche Gericht fragte beim EuGH nach, ob Europarecht verletzt wird.

Als Gutachter schlug Generalanwalt Maciej Szpunar den Richtern vor, diese Frage zu bejahen. Denn nach der EU-Richtlinie über die Rechte von Verbrauchern müssten Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass Kunden für Kontakte zum Händler nicht mehr als den Grundtarif zahlen. Eine überteuerte Rufnummer würde Verbraucher von Nachfragen zu Liefertermin, Rechnung oder Gewährleistung abschrecken, argumentierte der Generalanwalt.

Seine Gutachten geben in EuGH-Verfahren oft einen Hinweis, in welche Richtung ein Urteil gehen könnte. Die Richter können in ihrer Einschätzung aber abweichen.

Der Wert des heutigen Geldes ist durch nichts gedeckt. Regierungen können es beliebig vermehren, um Schulden zu machen. Die Folge ist ein massiver Kaufkraftverlust und die Flucht in Gold

Regierungen stecken seit jeher in einer Zwickmühle: Einerseits sind sie dem SteuerzahlerGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! verpflichtet, der regelmäßig über zu hohe Abgaben jammert. Andererseits müssen sie es den Empfängern staatlicher Leistungen recht machen, Rentnern zum Beispiel oder Betreibern von Schulen und Schwimmbädern. Um die damit verbundenen Ausgaben erhöhen zu können, ohne mehr Steuern einzufordern, machen die Volksvertreter nicht erst seit heute vor allem eins gern: Schulden.

Bitcoin-Börsen Opfer von Hackern

Zuletzt war dies im August der Fall, als die Bitcoin-Börse Bitfinex in Hongkong gehackt wurde; Bitcoins im Wert von 65 Millionen USD waren verschwunden. Der Preis der Internetwährung stürzte am selben Tag weltweit um 12 Prozent ab. Bitfinex ist die fünftgrößte Bitcoin-Börse und die größte außerhalb Chinas. 2014 wurde die japanische Bitcoin-Börse Mt. Gox durch den Diebstahl von 850.000 Bitcoins in den Ruin getrieben. Regulierungsbehörden ist nicht nur deswegen die „Kryptowährung“ ein Dorn im Auge. Bitcoins stehen auch im Verdacht, Kriminellen zur Verschleierung von Geldtransaktionen zu dienen. Sicher befürchten aber Notenbanken und Regierungen auch, dass sie durch eine zunehmende Verbreitung von Digitalwährungen den Einfluss auf das Geldsystem verlieren.
Was sind Bitcoins überhaupt?

Die wenigsten von Ihnen werden bisher mit Bitcoins in Berührung gekommen sein, auch wenn viele Onlineshops mit der virtuellen Währung arbeiten. Selbst in manchen realen Läden kann man inzwischen mit Bitcoins bezahlen, doch das ist wohl eher ein Marketing-Gag. Vor allem finden Bitcoins derzeit bei Computerspielen Anwendung, bleiben damit sozusagen im virtuellen Raum. Doch was sind Bitcoins überhaupt, welchem Zweck dienen sie und für wen sind sie interessant? Internetwährung, digitales Geld – diese und ähnliche Bezeichnungen beschreiben Bitcoins nur unzureichend. Die Bezeichnung „digitales Gold“ trifft es vielleicht besser, denn ähnlich wie Gold sind die Bestände an Bitcoins begrenzt und sie können „geschürft“ werden, und zwar am Computer. Bitcoins wurden als Reaktion auf die Finanzkrise des Jahres 2008 von Programmierern, deren echte Namen unbekannt sind, erfunden. Sie werden mithilfe eines aufwendigen Computeralgorithmus erschaffen (Mining, Schürfen). Und das Wichtigste: Ihre maximale Anzahl ist begrenzt, nämlich auf 20,5 Millionen.

Theoretisch kann jeder, der über ausreichend leistungsfähige Computer verfügt, Bitcoins „schürfen“, tatsächlich sind inzwischen aber so hohe Rechnerleistungen nötig, dass das nur noch wenige können. Die Menge der neu hinzukommenden Bitcoins nimmt dadurch stetig ab. Im August 2016 sind 15,85 Millionen Bitcoins im Umlauf, also mehr als drei Viertel der maximal möglichen Menge.

Der Vergleich mit Gold ist daher treffend, denn auch dessen Menge ist begrenzt und irgendwann erschöpft.

Die erste demokratische Währung der Welt?

Bitcoin-Befürworter sind in der Regel Internetfans. Für sie ist das digitale Gold die erste demokratische Währung der Welt und damit eine logische Konsequenz aus der Durchdringung aller Lebensbereiche durch das Internet. Wie das World Wide Web selbst sollen auch Bitcoins frei von der Kontrolle nationaler Regierungen sein. Das Versagen der Regierungen während der Finanzkrise, das scheinbar unbegrenzte Gelddrucken der Notenbanken in der Folge sowie der Machtmissbrauch durch die Großbanken liefern anscheinend gute Argumente, diesen Institutionen
die Kontrolle über das Geld zu entziehen. Sie sehen schon: Hinter den Bitcoins steckt auch eine politische Idee und das erklärt wahrscheinlich, warum sich an der Internetwährung derart die Geister scheiden. Für die einen sind Bitcoins nur eine verrückte Idee von Computer-Nerds, für andere lösen sie die Finanzprobleme der Zukunft. Beide Extrempositionen sind unserer Ansicht nach falsch.
Bitcoins senken die Transaktionskosten

Lässt man einmal den ideologischen Überbau weg, dann bieten Bitcoins einen unbestreitbaren Vorteil: Geringere Transaktionskosten für Geldgeschäfte. Auch wenn das unscheinbar klingt, die Senkung von Transaktionskosten ist eine wichtige Quelle für unseren Wohlstand. Für viele Finanzexperten sind Bitcoins daher ein wichtiges Instrument im Internethandel, und eventuell nicht nur da. Um eine echte internationale Währung zu werden, gibt es aber einige Hindernisse: So sorgen z.B. die zum Teil starken Kursschwankungen für große Unsicherheit.

„Starke Kursschwankungen und
Rechtsunsicherheit verhindern,
dass Bitcoins zur Alternativwährung
werden – bislang.“

Zudem erschweren die Preisschwankungen den Einsatz der Bitcoins für reale Geldgeschäfte. Und auch als Geldanlage macht sie das unserer Ansicht nach eher ungeeignet, das digitale Geld ist – bislang zumindest – eher etwas für Zocker. Der durchschnittliche Wert je Bitcoin-Transaktion ist deutlich höher als z.B. bei Transaktionen über Paypal oder andere Zahlungsdienstleister. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2014 nennt 2.000 USD als durchschnittlichen Wert bei Bitcoin-Transaktionen, während es bei Paypal nur 50 USD sind. Das spricht dafür, dass Bitcoins weniger für
normale Geldgeschäfte genutzt werden. Und schließlich steht hinter Bitcoins kein realer Wert, sie sind eben rein virtuell. Gold findet als Edelmetall wenigstens auch in der Industrie Verwendung und hinter den seit der Finanzkrise viel geschmähten „Papierwährungen“ stehen die Volkswirtschaften mit ihrer Produktivkraft und ihrem Vermögen. Hinter Bitcoins stehen nur Einsen und Nullen.
Kriminelle Machenschaften mit Bitcoins

Doch es gibt noch einen weiteren Nachteil von Bitcoins: Sie lassen sich leicht für illegale Zwecke missbrauchen. Die Unabhängigkeit von staatlicher Aufsicht und Kontrolle freut nicht nur die Systemkritiker und Internet-Enthusiasten, auch Kriminelle finden das ganz toll, denn illegale Gelder zu waschen geht nur unter Umgehung der staatlichen Kontrolle. Das elektronische Geld scheint ein wunderbares Mittel dazu zu sein. Mehrfach schon gingen die Polizeibehörden in den USA und Europa gegen kriminelle Vereinigungen vor, die über Bitcoins illegalen Gelder transferierten und wuschen. Aber auch die Bitcoins selbst können Ziel krimineller Machenschaften sein. Auch wenn Bitcoins angeblich fälschungssicher sind: Hacker können Bitcoin-Konten plündern, vor allem wenn diese nur als Online-Wallets bestehen (siehe „Wie kauft und verkauft man Bitcoins?“). Und auch bei der Schaffung (Mining) von Bitcoins kann Betrug im Spiel sein, es gab deswegen bereits Ermittlungen der Behörden in Deutschland und anderswo.

Bitcoins sind ein seit 2009 bestehendes, länderübergreifendes und dezentrales Zahlungsmittel. Ausgabe und Handel werden nicht von Staaten oder Banken kontrolliert und abgewickelt. Bitcoins sind virtuelle Einheiten und haben keinen physikalischen Wert.

Kern der Währung ist die sogenannte Blockchain. Sie ist – vereinfacht gesagt – ein gigantisches, digitales Kassenbuch, in dem jede Bitcoin-Bewegung festgehalten wird. Wenn man ein Produkt für 0,02 Bitcoins kauft, dann wird beim Bezahlen nichts vom Käufer zum Verkäufer weitergegeben. Stattdessen steht in der Blockchain, dass der Besitzer eines Bitcoins einen Bruchteil davon an einen neuen Besitzer überträgt.

Die Blockchain enthält keine Namen, sondern Bitcoin-Adressen, die keinen Rückschluss auf deren Besitzer erlauben. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn dem Besitzer Adresse samt dem geheimen Schlüssel abhandenkommen, sind die entsprechenden Bitcoins für ihn verloren.

Was können Bitcoins, was andere Zahlungsmittel nicht können?

Bitcoins werden über ein sogenanntes Peer-to-Peer-Netzwerk gehandelt – ein Netz, bei dem alle angeschlossenen Computer zusammenarbeiten. Selbst kleinste Bruchteile eines Bitcoins lassen sich handeln und mit Eigenschaften beschreiben. Etwa damit, dass sie einer Aktie eines bestimmten Unternehmens entsprechen oder nur für bestimmte Zwecke oder Produkte wie Grundnahrungsmittel ausgegeben werden dürfen. Bitcoins können sogar so programmiert werden, dass sie an den Ausgeber zurückgehen, wenn sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausgegeben werden.

Wie wird der Wert bestimmt?

Der Wert wird durch den freien Handel auf verschiedenen Bitcoin-Börsen bestimmt, also durch Angebot und Nachfrage. Erst vor Kurzem hat die Bitcoin-Börse Bitstamp in Luxemburg eine Zulassung erhalten. Als erste ihrer Art kann sie den Tausch von Bitcoins EU-weit rechtssicher anbieten. Derzeit haben Bitcoins ein Handelsvolumen von etwa zehn Milliarden US-Dollar. Sie sind das bedeutendste digitale Zahlungsmittel. Weitere sind Ethereum (860 Millionen Dollar), Ripple (235) oder Litecoin (190).

Wie viel ist ein Bitcoin wert?

Der Kurs ändert sich laufend: Ende 2013 kletterte er auf über 1100 Dollar und dürfte einige Bitcoin-Pioniere zu Millionären gemacht haben. Denn im Sommer 2012 kostete ein Bitcoin weniger als zehn Dollar, zwei Jahre davor nur wenige US-Cent. Nach dem Hackerangriff in Hongkong fiel der Wert von umgerechnet 590 auf 480 Euro. Am Donnerstag erholte er sich wieder.

Wie bezahle ich mit Bitcoins?

Bezahlvorgänge sind via Internet möglich. Dazu brauchen Nutzer eine sogenannte Client-Software, die sie sich aus dem Netz herunterladen können. Aufgrund der großen Datenmenge kann das sehr lange dauern. In dem Client tauchen die eigene Bitcoin-Adresse – eine lange Folge von Buchstaben und Zahlen – und die später erworbenen Bitcoins auf. Um Geld zu überweisen, reicht die Angabe von Summe und Empfängeradresse in der Software.

05.08.2016, 09:05
Technik
Die digitale Währung Bitcoin – und wie sie funktioniert

Foto: Jens Kalaene / dpa
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Von Jan Mölleken

Ein spektakulärer Diebstahl sorgt für Aufsehen. Sind Bitcoins ein Zahlungsmittel der Zukunft oder einfach nur unsichere Spielerei?

Berlin. Es ist einer der größten Diebstähle in der Geschichte der noch jungen Währung: Hacker sind in der Nacht zu Mittwoch in die Bitfinex-Börse in Hongkong eingebrochen und haben Bitcoins im Wert von mehr als 60 Millionen Euro gestohlen. Der Kurs des digitalen Zahlungsmittels sackte ab.

Was sind Bitcoins und wie funktionieren sie?

Bitcoins sind ein seit 2009 bestehendes, länderübergreifendes und dezentrales Zahlungsmittel. Ausgabe und Handel werden nicht von Staaten oder Banken kontrolliert und abgewickelt. Bitcoins sind virtuelle Einheiten und haben keinen physikalischen Wert.

Kern der Währung ist die sogenannte Blockchain. Sie ist – vereinfacht gesagt – ein gigantisches, digitales Kassenbuch, in dem jede Bitcoin-Bewegung festgehalten wird. Wenn man ein Produkt für 0,02 Bitcoins kauft, dann wird beim Bezahlen nichts vom Käufer zum Verkäufer weitergegeben. Stattdessen steht in der Blockchain, dass der Besitzer eines Bitcoins einen Bruchteil davon an einen neuen Besitzer überträgt.

Die Blockchain enthält keine Namen, sondern Bitcoin-Adressen, die keinen Rückschluss auf deren Besitzer erlauben. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn dem Besitzer Adresse samt dem geheimen Schlüssel abhandenkommen, sind die entsprechenden Bitcoins für ihn verloren.

Was können Bitcoins, was andere Zahlungsmittel nicht können?

Bitcoins werden über ein sogenanntes Peer-to-Peer-Netzwerk gehandelt – ein Netz, bei dem alle angeschlossenen Computer zusammenarbeiten. Selbst kleinste Bruchteile eines Bitcoins lassen sich handeln und mit Eigenschaften beschreiben. Etwa damit, dass sie einer Aktie eines bestimmten Unternehmens entsprechen oder nur für bestimmte Zwecke oder Produkte wie Grundnahrungsmittel ausgegeben werden dürfen. Bitcoins können sogar so programmiert werden, dass sie an den Ausgeber zurückgehen, wenn sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausgegeben werden.

Wie wird der Wert bestimmt?

Der Wert wird durch den freien Handel auf verschiedenen Bitcoin-Börsen bestimmt, also durch Angebot und Nachfrage. Erst vor Kurzem hat die Bitcoin-Börse Bitstamp in Luxemburg eine Zulassung erhalten. Als erste ihrer Art kann sie den Tausch von Bitcoins EU-weit rechtssicher anbieten. Derzeit haben Bitcoins ein Handelsvolumen von etwa zehn Milliarden US-Dollar. Sie sind das bedeutendste digitale Zahlungsmittel. Weitere sind Ethereum (860 Millionen Dollar), Ripple (235) oder Litecoin (190).

Wie viel ist ein Bitcoin wert?

Der Kurs ändert sich laufend: Ende 2013 kletterte er auf über 1100 Dollar und dürfte einige Bitcoin-Pioniere zu Millionären gemacht haben. Denn im Sommer 2012 kostete ein Bitcoin weniger als zehn Dollar, zwei Jahre davor nur wenige US-Cent. Nach dem Hackerangriff in Hongkong fiel der Wert von umgerechnet 590 auf 480 Euro. Am Donnerstag erholte er sich wieder.

Wie bezahle ich mit Bitcoins?

Bezahlvorgänge sind via Internet möglich. Dazu brauchen Nutzer eine sogenannte Client-Software, die sie sich aus dem Netz herunterladen können. Aufgrund der großen Datenmenge kann das sehr lange dauern. In dem Client tauchen die eigene Bitcoin-Adresse – eine lange Folge von Buchstaben und Zahlen – und die später erworbenen Bitcoins auf. Um Geld zu überweisen, reicht die Angabe von Summe und Empfängeradresse in der Software.

Besonders bequem sollen Bezahlvorgänge mit einer speziellen Wallet-App fürs Smartphone sein – ein Programm, das als digitale Geldbörse für Bitcoins fungiert. Damit lassen sich Bitcoin-Adresse und Betrag als QR-Code auf dem Handydisplay ausgeben oder als Preisschild ausdrucken. Zum Bezahlen muss der Code gescannt und bestätigt werden. Alternativ kann man auch die Bitcoin-Adresse des Empfängers per Hand eingeben. Bislang akzeptieren nur wenige Händler im Netz Bitcoins als Zahlungsmittel.

Wo kann ich Bitcoins kaufen oder verkaufen?

Bitcoins können ganz oder in Teilen bei zahlreichen Handelsplätzen erworben und wieder in eine Währung wie Euro oder Dollar umgetauscht werden. Die Anmeldung bei einer Bitcoin-Börse samt Bestätigung der Daten ist deutlich aufwendiger als etwa bei einem normalen Onlineshop.

Wie sicher sind Bitcoins?

Der Bitcoin-Kern, die Blockchain, gilt als sehr sicher, weil das derzeit rund 75 Gigabyte große Register dezentral aufgebaut ist. Es lagert also nicht auf einem Server, etliche Kopien davon sind auf den Computern Tausender Bitcoin-Nutzer hinterlegt und werden überall aktualisiert. Die Transaktionsdaten in der Blockchain werden zudem zu Blöcken zusammengefasst und mit Prüfsummen versehen. Das stellt sicher, dass weder der Block selbst, noch die Blöcke davor unbemerkt verändert werden können. Außerdem ist jede Transaktion mit ausgeklügelter Verschlüsselungstechnik geschützt. Eine Bitcoin-Transaktion wird vom Sender mit dessen geheimem Schlüssel signiert – dank des dazugehörigen öffentlichen Schlüssels lässt sich nachprüfen, dass auch wirklich der Absender hinter der Transaktion steckt.

Problematischer als das Bitcoin-System sind die Handelsbörsen, die Clients und Apps. Sie sind von Hackern mehrfach erfolgreich angegriffen worden. Experten raten zu umfangreichen Sicherungsmaßnahmen

Alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Belohnung, die erfolgreiche Bitcoin-Miner für ihre Schürfarbeit bekommen. Seit Samstag sind es nur noch 12,5 Bitcoin.

Bitcoinminer erhalten ab jetzt nur noch 12,5 statt 25 Bitcoin, wenn sie einen Datenblock in das dezentrale Kassenbuch der Blockchain eintragen (aktuell rund 7315 Euro). Mit Erreichen des Blocks Nummer 420.000, eingetragen von einem Miner aus dem Pool F2Pool, halbierte sich die Belohnung am gestrigen Samstagnachmittag. Der im Protokoll der Kryptowährung verankerte Mechanismus sieht eine solche Halbierung alle 210.000 Blöcke vor.

Die von manchen Beobachtern befürchteten drastischen Kursstürze oder Abfälle in der zum Mining versammelten Hashingleistung sind bislang nicht eingetreten. Der Bitcoinpreis liegt zur Stunde etwas unter 650 US-Dollar.
Begrenzt auf 21 Millionen Bitcoins

Der als Mining bezeichnete Prozess dient zur Verarbeitung von Transaktionen im Netzwerk des Bitcoin. Die Teilnehmer lassen ihre Rechner um die Wette einen Hashwert suchen. Wer als erstes zum Ergebnis kommt, darf einen Datenblock mit Transaktionen in die Blockchain eintragen und dafür neue Bitcoins einstreichen. Mit dieser Belohnung wird nicht nur ein Anreiz für die verausgabte Rechnerleistung gegeben – sie dient auch zur Geldschöpfung des banken- und staatenlosen Kryptogelds. Da die Geldmenge auf 21 Millionen Bitcoin begrenzt ist, muss sich die Belohnung jedoch im Laufe der Zeit reduzieren.

Ursprünglich waren dies 50 Bitcoin, zwei Halbierungen sind nun bereits absolviert, die nächste auf 6,25 Bitcoin wird im Sommer 2020 erwartet. Endgültig soll schätzungsweise im Jahr 2100 Schluss mit neu geschürften Bitcoins sein; die abnehmende Belohnung aus dem System soll nach und nach durch Transaktionsgebühren von den Nutzern ersetzt werden. Derzeit sind bereits über 15 Millionen Bitcoin im Umlauf, mehr als zwei Drittel der vorgesehenen Geldmenge also schon erreicht.
90 Prozent der Erzeugungskosten für Strom

Ob es noch mittelfristig Auswirkungen gibt, bleibt zu abzuwarten. Miner können natürlich jederzeit ihre ASIC-Hardware abschalten, wenn Stromkosten und Belohnung in keinem rentablen Verhältnis mehr stehen. „Das wichtigste ist es, der effizienteste Miner zu sein“, erklärte Marco Streng, Mitgründer der Firma Genesis Mining, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen betreibt unter anderem Mining-Anlagen im Rechenzentrumsstil in Island, Kanada und den USA. Den Erzeugungspreis pro Bitcoin gibt Streng mit 200 US-Dollar an. Generell mache Strom 90 bis 95 Prozent der Kosten aus, zitiert der Bericht Valery Vavilov, Chef des Mining-Hardware-Herstellers Bitfury, der selbst im großen Stil schürft.

Sollte die Hashingleistung stark absinken, dürfte es mindestens für mehrere Tage Stau bei der Verarbeitung von Transaktionen geben. Zumindest bis die nächste Anpassung erreicht ist: Im Bitcoinprotokoll ist vorgesehen, dass sich die Schwierigkeit der Mining-Berechnung rund alle 14 Tage den Veränderungen der Miningleistung angleicht. „Wenn andere das Handtuch schmeißen und den Markt verlassen, bleibt ein größeres Stück vom Kuchen für uns“, zeigte sich Streng gegenüber Reuters zuversichtlich.

Insgesamt wurde die Halbierung in der Bitcoin-Community vielerorts enthusiastisch gefeiert. Viele setzen wohl darauf, dass mit abnehmender Zufuhr frischer Bitcoins die bereits bestehenden Kryptomünzen an Wert zulegen.

Es ist nur ein kleiner Schritt für die Schweizer Stadt Zug. Für die Menschheit könnte es ein großer sein. In der vergangenen Woche hat die dortige Stadtverwaltung die Internetwährung Bitcoin anerkannt. Zum ersten Mal akzeptiert eine Behörde Geld, das im Internet entstanden ist, und das alle Bedingungen einer eigenen neuen Währung erfüllt. Die Kunden vertrauen dieser Währung, ohne dass eine Regierung sie garantiert. Darin liegen große Chancen – und große Risiken.

In Zug kann man seine Gebühren von nun an mit Bitcoins bezahlen – probeweise erst einmal bis zum Ende des Jahres, und begrenzt auf Summen bis zu 200 Franken. Für die Stadt Zug ist das ein freundliches Signal an die vielen Unternehmen, die sich mit der Bitcoin-Technologie beschäftigen. Sie heißt Blockchain. Diese Technik ermöglicht einen weltweiten, sekundenschnellen und vor allem sicheren Austausch von Werten, ohne dass Notare, Finanzmakler oder Banken mitkassieren. Tausende registrierte Nutzer garantieren und kontrollieren die Währung in einem komplizierten Verfahren, das Betrug unmöglich machen soll. Die Stadt Zug glaubt, dass die Blockchain-Unternehmen die Finanzwelt revolutionieren werden. Wahrscheinlich liegen die Schweizer damit richtig.