Der Jahreswechsel ist die Zeit für viele gute Absichten. Warum nicht auch ein paar gute Vorsätze für das Ersparte fassen? Es besser machen als 2016. Und die alten Fehler meiden. Ein Plädoyer für bessere Geldanlage.

Pünktlich zum neuen Jahr ist es wieder soweit: Die guten Vorsätze haben Hochkonjunktur. Gesündere Ernährung, mehr Sport, weniger Arbeit, mehr Zeit für die Familie – das sind wohl die Klassiker. Doch ein Thema wird dabei meistens ausgespart: die privaten Finanzen. Dabei könnte das Ersparte ein wenig Fürsorge und ein paar gute Vorsätze gebrauchen. Auch wenn die Deutschen immer reicher werden.

Unser Vermögen beläuft sich nach Angaben der Bundesbank auf mehr als 5,3 Billionen Euro. „Die Deutschen sind in der Tat fleißige Sparer, aber kein anderes Volk unter den Industrieländern legt sein Geld unproduktiver an“, sagt Gottfried Heller, Senior Partner bei der Fiduka-Depotverwaltung in München. „Die langfristigen Ersparnisse stecken einseitig in Zinsanlagen – in Sparbüchern, Termingeldern, Anleihen oder Kapitallebensversicherungen.“ Das sei der größte Fehler der Deutschen bei der Geldanlage. Und das Jahr für Jahr, nicht nur in 2016.

Genau diesen Fehler – Stichwort gute Vorsätze – gilt es künftig zu verhindern. Eine intelligentere und renditestärkere, aber zugegebenermaßen auch etwas riskantere Geldanlage muss her. Dazu gehören neben Zinsanlagen eben auch Aktien. „Da mit Zinsen real nichts zu verdienen ist und die Zinswende als Menetekel über dem Kapitalmarkt schwebt, ist in diesem Bereich Zurückhaltung geboten“, sagt Fondsmanager Christoph Bruns. Bei Immobilien komme es immer auf das Einzelobjekt an, der Gesamtmarkt sehe aber bereits sehr teuer aus, wie aus dem geringen Mietzins ersichtlich sei. „Rohstoffe sind nur eine Anlagegattung für Spekulanten, so dass nur Aktien als sinnvolle Anlagekategorie übrig bleiben“, ist der Mitinhaber der Fondsgesellschaft Loys überzeugt. Das überrascht natürlich wenig, denn Bruns ist Aktienfondsmanager.

Doch Aktien sind, das hat sogar die Bundesbank vor einigen Monaten höchstamtlich bestätigt, langfristig die renditestärkste Anlageklasse überhaupt – allen Schwankungen zum Trotz. Und von denen gab es 2016 bekanntlich wieder reichlich. Doch obwohl der Dax – China sei Dank – den schwächsten Jahresauftakt seiner Geschichte hinlegte und mal eben mehr als 20 Prozent an Wert einbüßte, obwohl das „Ja“ der Briten zum Brexit die Kurse taumeln ließ und obwohl Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, können Aktionäre auf ein relativ gutes Jahr zurückblicken. Der Dax schaffte immerhin noch ein Jahresplus von gut sieben Prozent, der amerikanische Dow Jones legte sogar fast 15 Prozent zu und markierte ein neues Allzeithoch. Solche Renditen waren mit Zinsprodukten nicht zu holen.

 

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