Nach dem Bekanntwerden dubioser Immobiliengeschäfte in Singapur, zieht der Chef der Raiffeisen Bank International Konsequenzen und tritt zurück. Die Vorwürfe werden nun geprüft.

Offshore-Leaks hat Österreich erreicht: Wie die von internationalen Medien und der Süddeutschen Zeitung ausgewerteten Datensätze beweisen, hat der langjährige Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Herbert Stepic, über zwei Briefkastenfirmen Wohnungen in Singapur gekauft. Der Manager hat dies auch bestätigt.

Nun zieht Stepic Konsequenzen und tritt zurück. Er stelle seine Funktion als RBI-Chef aus persönlichen Gründen zur Verfügung, teilte das Institut mit. Bis zur Entscheidung der Gremien der Bank werde er den Posten weiter ausüben. Stepic will sich später zu seinem Rücktritt äußern.

Dem österreichische Magazin News und der Süddeutsche Zeitung zufolge hatte Stepic erklärt bei den Immobiliengeschäften steuerlich korrekt vorgegangen zu sein. Die Bankenaufseher bei der Oesterreichischen Nationalbank und der Finanzmarktaufsicht FMA wollen die Vorgänge überprüfen.

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