Category Archives: Börsenspekulation

Der Wert des heutigen Geldes ist durch nichts gedeckt. Regierungen können es beliebig vermehren, um Schulden zu machen. Die Folge ist ein massiver Kaufkraftverlust und die Flucht in Gold

Regierungen stecken seit jeher in einer Zwickmühle: Einerseits sind sie dem SteuerzahlerGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! verpflichtet, der regelmäßig über zu hohe Abgaben jammert. Andererseits müssen sie es den Empfängern staatlicher Leistungen recht machen, Rentnern zum Beispiel oder Betreibern von Schulen und Schwimmbädern. Um die damit verbundenen Ausgaben erhöhen zu können, ohne mehr Steuern einzufordern, machen die Volksvertreter nicht erst seit heute vor allem eins gern: Schulden.

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Nach wie vor stütze die Ukraine-Krise die Preise, hieß es aus dem Handel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 108,35 US-Dollar. Das (Shenzhen: 002421.SZ – Nachrichten) waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um drei Cent auf 100,87 Dollar.

Neben der Ukraine-Krise rücken aber auch die wöchentlichen Daten zu den US-Ölreserven wieder stärker in den Fokus der Anleger und bremsen nach Einschätzung von Experten die Ölpreise. Am Mittwoch wird die US-Regierung die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche veröffentlichen. Experten rechnen mit dem 14. Anstieg der US-Ölreserven innerhalb von 15 Wochen.

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Im kommenden Jahr werde ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um zwei Prozent erwartet, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag in Berlin. Damit hält die Regierung an ihrer Prognose von Februar fest, als sie den Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt hatte.

Die deutsche Wirtschaft befinde sich „in einem soliden Aufschwung“, sagte Gabriel. Das Wachstum stehe „auf einem breiten und stabilen Fundament“, treibende Kraft sei dabei die Binnenwirtschaft. Wegen des anhaltenden Aufschwungs auf dem Arbeitsmarkt würden auch die Beschäftigung und die Einkommen weiter steigen. Es sei damit zu rechnen, dass die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte in diesem Jahr um 2,9 Prozent und im kommenden Jahr um 3,3 Prozent erneut kräftig zulegen würden.

Die Ukraine-Krise hat unterdessen die Stimmung deutscher Finanzexperten erneut gedämpft. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fielen im April im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Punkte auf 43,2 Punkte, teilte das ZEW am Dienstag mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 45,0 Punkte gerechnet. Die Wirtschaft habe sich zudem in den vergangenen Monaten so rasant entwickelt, dass das Tempo nun langsamer werde, sagte ZEW-Konjunkturexperte Jesper Riedler.

Die Beurteilung der aktuellen Lage hatte sich dagegen überraschend aufgehellt. Der Indikator stieg um 8,2 Punkte auf 59,5 Zähler auf den höchsten Stand seit Juli 2011. Volkswirte hatten hier nur mit einem Anstieg auf 51,5 Punkte gerechnet. Dabei machte sich laut Ökonomen die zuletzt gute Auftragslage sowie optimistische Stimmungsumfragen bei Unternehmen und Verbrauchern positiv bemerkbar.

Kurzzeitig war der deutsche Leitindex unter die Marke von 9400 Punkten gefallen. Am späten Nachmittag hellte sich die Stimmung der Anleger allerdings hierzulande auf, nachdem der Erholungsversuch der wichtigsten US-Aktienindizes an Stärke gewonnen hatte. Zum Handelsschluss stand beim Dax nur noch Minus von 0,21 Prozent auf 9490,79 Punkte zu Buche. Für den MDax ging es um 1,39 Prozent auf 16 253,55 Punkte nach unten. Hier machte sich unter anderem der prozentual zweistellige Kurseinbruch der Südzucker-Aktien bemerkbar. Der TecDax büßte 1,22 Prozent auf 1220,94 Punkte ein.

Eine Gruppe von Investoren und Pensionsfonds hat einem Bericht zufolge zwölf große internationale Banken, darunter die Deutsche Bank, in den USA wegen Wechselkursmanipulationen an den Devisenmärkten verklagt.

Die Klage sei am Montag bei einem Bezirksgericht in Manhattan Süd eingereicht worden, berichtet das „Wall Street Journal“ am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. Die Kläger stammen demnach aus den USA und von den Karibischen Inseln. Sie werfen den Banken laut „WSJ“ vor, sich mittels Kurznachrichtendiensten, SMS und E-Mail über Kurse abgesprochen zu haben.

Alle Kläger haben dem Bericht zufolge bereits einzeln Klage gegen die Banken eingereicht – die gemeinsame Klage soll ihren Vorwürfen mehr Gewicht verleihen.

Neben der Deutschen Bank sind in der Klage die US-Banken Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Bank of America aufgeführt, aus Großbritannien Barclays, die HSBC und die Royal Bank of Scotland, aus Frankreich die BNP Paribas und aus der Schweiz die UBS und die Credit Suisse.

Seit Herbst gehen Aufsichtsbehörden weltweit dem Verdacht von Wechselkursmanipulationen an den internationalen Devisenmärkten nach. Mehrere Großbanken haben bestätigt, dass sie von den Ermittlungen betroffen sind, darunter Citigroup und JPMorgan Chase sowie Barclays und UBS. Auch die Deutsche Bank arbeitet nach eigenen Angaben in dem Fall mit den Behörden zusammen.

Deutsche Bank suspendiert führende Händlerin

Einige Geldinstitute haben bereits Devisenhändler suspendiert oder entlassen. Mehreren aktuellen Berichten zufolge hat die Deutsche Bank im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt eine führende Händlerin in London vom Dienst suspendiert. Kai Lew, die für das Devisengeschäft mit Zentralbanken zuständig sei, habe bereits im März ihren Arbeitsplatz verlassen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe keine Hinweise auf ein Fehlverhalten. Eine Sprecherin der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab, Lew war zunächst nicht zu erreichen. Sie ist die erste Frau, die im Zuge der Ermittlungen freigestellt wurde. Bislang mussten weltweit etwa 30 Devisenhändler ihren Arbeitsplatz räumen.

Weltweit untersuchen Behörden seit rund einem Jahr, ob es am Devisenmarkt ähnlich wie beim Referenzzins Libor zu Manipulationen und verbotenen Absprachen von Händlern gekommen ist. Die Deutsche Bank gehört zu den dominierenden Akteuren im Devisengeschäft.

Dieses gilt mit einem täglichen Volumen von zuletzt rund fünf Billionen Dollar (3,6 Billionen Euro) als größter Finanzmarkt der Welt. Ein großer Teil des Handels findet dabei zwischen Finanzunternehmen über ihre Händler statt. Viele Institute wie die Deutsche Bank haben inzwischen interne Untersuchungen eingeleitet, um nach möglichen Verstößen in den eigenen Reihen zu fahnden.

Mit Spannung dürften die Investoren am Montag weltweit die Lage auf der Krim beobachten. Sollte sich die Krim-Krise weiter zuspitzen, könnte dies auch in der neuen Börsenwoche für Turbulenzen an den Finanzmärkten sorgen.

Mit Spannung dürften die Investoren am Montag weltweit die Lage auf der Krim beobachten. Sollte sich die Krim-Krise weiter zuspitzen, könnte dies auch in der neuen Börsenwoche für Turbulenzen an den Finanzmärkten sorgen.

Zuletzt hatte der Konflikt am weltweit größten Aktienmarkt in New York für weitere Kursverluste gesorgt – auf Wochensicht bedeutete dies für den Index Dow Jones ein Minus von knapp 2,4 Prozent. Der deutsche Leitindex Dax hatte in der zurückliegenden Woche gar knapp 3,2 Prozent eingebüßt.

Erste Anhaltspunkte, wie es an den Börsen weitergeht, kann es schon in der Nacht zum Montag geben. Dann starten die Handelsplätze in Tokio, Sidney und in China in die neue Börsenwoche.

Im Schatten der Krim-Krise könnte der Dax in der neuen Woche weiter an Boden verlieren. „Der Leitindex bleibt anfällig für Rückschläge“, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. Die Nervosität an den Märkten bleibe immens hoch, zumal politische Entwicklungen wie der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kaum vorhersehbar seien. Konjunkturdaten könnten dadurch in den Hintergrund treten.

Laut Henke spielt der Ausgang des Referendums über eine Abspaltung der ukrainischen Halbinsel an den Märkten kaum eine Rolle: „Das Ergebnis steht schon fast fest.“ Allgemein wird mit einer Zustimmung für einen Beitritt der Krim zu Russland gerechnet. Entscheidend für die weitere Richtung des Dax sei vielmehr die Frage, mit welchen Sanktionen oder Restriktionen die westlichen Staaten auf die Abstimmung reagieren werden.

Laut den Analysten von Raiffeisen Research versteht es sich von selbst, dass russische Gegensanktionen sehr wahrscheinlich seien, wenn die westliche Welt tatsächlich eine härtere Gangart gegenüber Moskau einlegen sollte. Scharfe wirtschaftliche Spannungen zwischen Russland und der EU könnten den Handel stark beeinträchtigen.

Airbus lässt Branchenkreisen zufolge den Superjumbo A380 öfter überprüfen als bisher. Hintergrund sei eine bei Tests festgestellte überraschend starke Materialermüdung in den Tragflächen, hieß es am Donnerstag. Der europäische Konzern habe Fluggesellschaften aufgefordert, bestimmte Teile der A380-Flügel bei Großinspektionen nach sechs und zwölf Jahren in der Luft genau unter die Lupe zu nehmen. Dies ist doppelt so oft wie bisher.

Während die Politik noch ratlos ist, wie sie mit der Krim-Krise umgehen soll, zeigen die Kapitalmärkte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bereits den Preis auf, den er für die Eskalation auf der Krim zu zahlen hat.

Als Reaktion auf die steigende Kriegsgefahr in der Ukraine zogen Investoren am Montag im großen Stil Geld von den russischen Kapitalmärkten ab. Damit könnten sie die Volkswirtschaft des Riesenreiches weiter schwächen, die zuletzt bereits unter den Folgen der Schwellenländer-Turbulenzen zu leiden hatte.

Infolge der Verkäufe erlebte der russische Aktienmarkt am Montag einen Crash. Der in Dollar ermittelte RTS-Index sackte zeitweise um 13 Prozent ab. Der größte Index-Titel, der Öl- und Gasproduzent Gazprom, verlor auf einen Schlag 19 Prozent an Börsenwert.

Etwa die Hälfte der Gaslieferungen des halbstaatlichen Energie-Giganten laufen durch die Ukraine, wovon sich Experten zufolge nur zwei Drittel umleiten lassen.

Moskaus Milliarden lösen sich in Luft auf

Insgesamt büßte die Moskauer Börse am Montag rund 43 Milliarden Euro an Marktwert ein. Rund drei Viertel der frei gehandelten russischen Aktien befinden sich in ausländischem Besitz, insofern können die Verluste als Misstrauensvotum der Märkte gewertet werden. Für die Moskauer Börse war es der größte Einbruch seit dem Kollaps der Investmentbank Lehman im Jahr 2008.

Auch russische Staatsanleihen wurden abgestoßen. Die Rendite schoss vorübergehend auf neun Prozent nach oben. Das war der höchsten Stand seit zwei Jahren. Investoren veranschlagen die Pleitewahrscheinlichkeit der Russischen Föderation nunmehr auf 29 Prozent binnen zehn Jahren.

Die russische Währung erlebte ebenfalls einen schwarzen Tag: Der Russische Rubel fiel gegenüber der Leitwährung Dollar und dem Euro auf einen historischen Tiefstand. Das Tagesminus betrug 1,7 Prozent. Seit Herbst vergangenen Jahres hat der Rubel zum Dollar bereits zwölf Prozent an Boden verloren, zum Euro beträgt das Minus sogar rund 14 Prozent.

Um den Rubel zu stützen und die Kapitalflucht zu stoppen, erhöhte die russische Zentralbank den Leitzins von 5,5 auf sieben Prozent. Das ist die stärkste Zinsanhebung seit Ende der Neunzigerjahre, als das Land einen Staatsbankrott erlebte. Die Aktion der Moskauer Zentralbanker verpuffte, wie die Entwicklung an den Märkten zeigte.

„Die Zuspitzung der Krise in der Ukraine ist ein Schock und lastet erheblich die Stimmung“, sagt Benoit Anne, Ökonom bei der französischen Großbank Société Générale (SG).

Die Börsenturbulenzen blieben jedoch nicht auf Moskau beschränkt. Internationale Investoren stießen auch europäische Aktien und risikobehaftete Anlageformen insgesamt ab, wenngleich nicht so extrem wie in Russland selbst.

Turbulenzen auch an der Deutschen Börse

Der Deutsche Aktienindex Dax brach über drei Prozent ein. Noch härter erwischte es die Anrainer-Staaten der Ukraine: An der Börse Warschau ging es in der Spitze um rund vier Prozent nach unten. Für Polen steht einiges auf dem Spiel. Fast neun Prozent aller Exporte geht in die Ukraine und nach Russland.

Im Gegenzug waren „sichere Häfen“ gefragt: Gold verteuerte sich auf knapp zwei Prozent auf 1350 Dollar. Das war der höchste Stand seit vier Monaten. Auch deutsche Staatsanleihen legten zu. Das Angstbarometer VDax klettert um mehr als ein Fünftel auf 20 Punkte. Das ist zwar ein erhöhtes Niveau, von Panik wollte jedoch niemand sprechen.

„Die Krim-Krise kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für die Weltwirtschaft“, hieß es auf dem Parkett. In Amerika waren die letzten Wirtschaftsdaten schwach, und noch ist unsicher, ob es wirklich nur am klirrend kalten Winter lag. Auch aus China kamen zuletzt enttäuschende Zahlen, und Europa hat noch nicht bewiesen, dass der Aufschwung sich selbst trägt.

Hohe Pleite-Wahrscheinlichkeit

Experten sehen mehrere Unsicherheitsfaktoren für die Geldanlage daraus erwachsen: „Frage Nummer eins ist, ob die Krise, ähnlich wie der 11. September, das gesamte Weltfinanzsystem zum Wanken bringen kann“, sagt Lena Komileva, Ökonomin bei G+ Economics.

Die zweite Frage sei, ob die Ukraine in den Staatsbankrott rutsche, und die Wahrscheinlichkeit dafür ist deutlich gestiegen. Gemessen an Kreditausfallversicherungen liegt das Risiko dafür bereits bei deutlich über 50 Prozent.

Frage Nummer drei ist, wer am Ende für die Kosten des Konflikts aufkommt. „Für Investoren hat sich gerade eine neue Flanke aufgetan“, befürchtet Komileva.

„Die unsichere Lage in der Ukraine und das schwelende Risiko einer Eskalation erfordern bis auf weiteres eine vorsichtigere Ausrichtung für Anleger“, rät Daniel Lenz, Stratege bei der DZ Bank.

Österreichs Banken in Gefahr

Zum Problem werden könnte ein längerer Konflikt vor allem für Europas Banken, und da richtet sich der Blick nicht zuletzt auf Österreich.

Rund 230 Milliarden Dollar haben die Kreditinstitute des Landes in Osteuropa verliehen, das entspricht 56 Prozent der österreichischen Wirtschaftsleistung. Die Börse Wien stand am Abend 3,6 Prozent im Minus. Einige Bankaktien verloren fast zweistellig.

Zu den Verlierern gehörte die Raiffeisenbank. Rund 16 Prozent des gesamten Kreditvolumens entfallen auf Russland und die Ukraine. Sollte sich die Krise ausweiten, stünde noch mehr Geld im Feuer. Nach Berechnungen der RBS hat die Raiffeisenbank rund 70 Prozent ihrer Kredite in Osteuropa vergeben.

Nicht alle Marktbeobachter wollten sich jedoch dem Schwanengesang anschließen: „Die aktuelle Unsicherheit bedeutet zunächst einmal Druck auf die Kurse“, sagt Wolfgang Engelmayer von der KapitalForum Schwaben/Allgäu e. V. Doch sei Angst allein ein schlechter Ratgeber für die Geldanlage. Sogar am russischen Aktienmarkt sieht Engelmayer Chancen.

„Die ohnehin schon niedrigen Bewertungen werden durch die Krise weiter gedrückt und bieten für den antizyklisch denkenden Investor hervorragende Kaufgelegenheiten.“

Einstiegskurse in Moskau?

Aus Sicht des Strategen sollten mutige Investoren Osteuropa-Fonds mit Schwerpunkt Russland ins Auge fassen: „Russland hat kaum Staatsschulden und besitzt ein Investment-Grade-Rating.“ Damit stehe es besser da als viele westeuropäische Staaten. Auch Euro-Anleihen russischer Emittenten seien für längerfristig denkende Investoren einen Blick wert.

Der Konzern sitzt auf einem Berg von Cash. Nun kauft Apple seinen Aktionären innerhalb von knapp zwei Wochen Anteile im Wert von 14 Milliarden Dollar ab. Doch ein aggressiver Investor will noch mehr.

Apples Bargeld-Reserven sind gewaltig. Dutzende Milliarden Dollar hat der Konzern angehäuft und tut damit größtenteils: nichts. Das erzürnt manchen Apple-Aktionär. Der aggressive Investor Carl Icahn ist extra bei der Techfirma eingestiegen, um an den Bargeldschatz zu kommen. Er fordert, die Rücklagen an die Aktionäre auszuschütten.

Apple gehorcht: Innerhalb weniger Tage hat der Konzern Aktien im Wert von 14 Milliarden Dollar zurückgekauft. Unternehmenschef Tim Cook sagte dem Wall Street Journal, der Absturz der eigenen Aktien um acht Prozent nach der Bekanntgabe der Zahlen am 28. Januar habe die Firma überrascht. Daher habe sich der iPhone-Hersteller entschlossen, „aggressiv“ und „opportunistisch“ zu sein.

Cook zufolge hat Apple in den vergangenen zwölf Monaten Anteilsscheine im Wert von insgesamt mehr als 40 Milliarden Dollar zurückgekauft. Laut Cook ist das ein Rekord in der Konzernwelt.

Bei der Geldanlage galt schon immer: Aktuelle, fundierte Informationen entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Besonders bei der derzeitigen Flut neuer Finanzprodukte finden nur informierte Anleger das für sie passende, lukrative Investment.
ANLEIHEN

oder Bonds geben Länder (öffentliche Anleihen), Hypothekenbanken (Pfandbriefe) oder Firmen (Industrieanleihen) aus, um sich über einen bestimmten Zeitraum für einen festgelegten Zinssatz Geld zu leihen. Sonderfall: Aktienanleihen. Sie bergen ein deutlich höheres Risiko als herkömmliche Anleihen: Bei Fälligkeit entscheiden nämlich die Banken, ob sie die Papiere mit Aktien oder mit Geld zurückzahlen.

BAISSE

bezeichnet eine lang anhaltende Phase starker Kursverluste. Eindrucksvolles Beispiel: der rund 80-prozentige Einbruch des Neuen Markts seit März 2000.

BLUE CHIPS

sind schwergewichtige Aktien von großen, international bekannten Unternehmen wie Siemens oder DaimlerChrysler.

CHARTS

bilden die Kursentwicklung von Wertpapieren oder Indizes grafisch ab und sind Grundlage der Chartanalyse. Auch wenn deren Erfolg weder eindeutig nachgewiesen noch bestritten werden konnte, lohnt für Anleger der Blick auf diese Methode wegen ihrer großen Anhängerschar.

COURTAGE

kassiert der Makler für den Abschluss eines Börsengeschäfts. Sie wird in Promille berechnet und liegt derzeit bei 0,8 Promille. So müssen Anleger bei einem Ordervolumen von 10 000 Euro acht Euro berappen.

DACHFONDS

kaufen Anteile anderer Fonds – selten zum Vorteil der Anleger: Nur wenige Dachfonds erwirtschaften eine überdurchschnittliche Rendite.

DISCOUNT-ZERTIFIKATE

unterscheiden sich von herkömmlichen Zertifikaten dadurch, dass der Wertzuwachs durch einen Höchstbetrag (Cap) begrenzt ist. Dafür bieten sie die Möglichkeit, günstiger als zu den aktuellen Kursen, also mit Discount, in den Markt einzusteigen.

DIVIDENDE

ist der auf eine Aktie anfallende Anteil der Gewinnausschüttung einer Aktiengesellschaft. Sie ist abhängig von der allgemeinen Geschäftslage und daher schwankungsanfällig.

EMITTENTEN

geben Wertpapiere wie Anleihen, Aktien oder Optionsscheine aus und haften für die darin verbrieften Rechte. Die aktivsten Emittenten sind Unternehmen, Banken, Körperschaften und der Staat.

GELDMARKT

bezeichnet – im Unterschied zum Kapitalmarkt – den Markt für kurzfristige Guthaben und Kredite. Die Zinssätze von derzeit 1,5 bis 3,8 Prozent richten sich nach Angebot, Nachfrage und Laufzeit. Geldmarktfonds bieten sich als Parkmöglichkeit für Guthaben an.

GARANTIEPRODUKTE

zahlen am Laufzeitende entweder die volle Anlagesumme oder zumindest einen vorher festgelegten Anteil an den Anleger zurück. Nachteil: Steigen die Kurse, erhalten Anleger nicht den vollen Wertzuwachs. Beliebte Spielarten sind Garantiefonds und – weniger verbreitet – Garantiezertifikate.

GENUSSSCHEINE

stehen als Anlageform zwischen festverzinslichen Wertpapieren und Aktien. Sie verbriefen im Gegensatz zu Aktien keine Stimmrechte, sondern nur Rechte am Reingewinn oder Liquidationserlös einer AG. Hauptversammlungen sind daher für Inhaber von Genussscheinen ein Tabu. Anleger haben die Wahl zwischen Genussscheinen mit fester oder ergebnisabhängiger Ausschüttung und solchen mit Wandelrecht in Aktien.

HAUSSE

steht für einen nachhaltigen Anstieg der Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarkts über einen mittleren bis längeren Zeitraum.

HEDGE-FONDS

setzen auf hochspekulative Termingeschäfte wie Optionen oder Futures. Oft teilweise kreditfinanziert, profitieren sie auch von fallenden Notierungen. Nur für risikobereite Anleger.

IMMOBILIENFONDS

investieren in Grundstücke oder Gebäude. Geschlossene Immobilienfonds eignen sich wegen der Möglichkeit von Verlustzuweisungen besonders für Anleger mit hohem Steuersatz. Offene Immobilienfonds erwirtschaften ihre Ausschüttungen hingegen in der Regel durch Mieteinnahmen und können jederzeit an der Börse ge- und verkauft werden.

INDEXZERTIFIKATE

sind börsennotierte Schuldverschreibungen, die den Anleger langfristig an der Entwicklung eines bestimmten Markts oder Segments partizipieren lassen. Der Anleger kauft mit dem Indexzertifikat praktisch einen ganzen Index. Vorteil: Es fallen keine Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren wie bei Investmentfonds an. Nachteil: Er kann niemals besser abschließen als der Index.

Von GENUSSSCHEIN bis KONSERVATIVE ANLAGESTRATEGIE

INSIDER

erfahren auf Grund ihrer beruflichen Stellung kursrelevante Informationen über ein Unternehmen früher als die Öffentlichkeit. Insidergeschäfte gelten vom moralischen, wirtschaftlichen und juristischen Standpunkt aus als verwerflich.

INSTITUTIONELLE ANLEGER

verfügen über erhebliche Finanzmittel – oft in Milliardenhöhe. Typische Vertreter sind Pensions- und Investmentfonds, Versicherungen oder Bausparkassen. Oft beeinflussen sie mit ihren Orders die Kurse.

INVESTMENTFONDS

sammeln über die Ausgabe von Fondsanteilen Kapital, um es in Wertpapieren oder Immobilien anzulegen. Bei offenen Fonds wird der Kurs börsentäglich festgelegt, und die Investmentgesellschaft ist zur Rücknahme der Anteile verpflichtet. Geschlossene Fonds, auch Closed-End-Funds genannt, übernehmen diese Garantie hingegen nicht. Hier richtet sich der Wert nach dem Preis, den die Marktteilnehmer zahlen wollen.

KONSERVATIVE ANLAGESTRATEGIE

baut im Gegensatz zur spekulativen Geldanlage auf Sicherheit und Rendite. Im Vordergrund steht der Vermögenserhalt. Anleger erzielen mit dieser Strategie ihre Erträge auf nervenschonende Weise.

Von KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS bis PFANDBRIEFE

KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS (KGV)

stellt den Bezug zwischen dem Gesamtgewinn bezogen auf eine Aktie und dem aktuellen Kurs dieser Aktie dar. Eine Aktie, die 30 Euro kostet und drei Euro Gewinn pro Aktie erwirtschaftet, hat ein KGV von zehn. Je niedriger das KGV, desto günstiger – unter Ertragsgesichtspunkten – ist die Aktie. Ein Vergleich ist jedoch nur innerhalb einer Branche aussagekräftig.

LANGLÄUFER

sind Anleihen mit einer Gesamt- oder Restlaufzeit von mindestens zehn bis 15 Jahren. Im Gegensatz zu Kurzläufern reagieren ihre Kurse auf Zinsänderungen stärker. Anleger bevorzugen daher in Phasen niedriger Zinsen Kurzläufer, bei hohen Zinsen Anleihen mit langer Restlaufzeit.

LEASING-FONDS

finanzieren Leasing-Objekte wie Gewerbeimmobilien oder Verwaltungsgebäude. Anleger sind an den Einnahmen beteiligt und können Aufwendungen steuersparend geltend machen. Bei Leasing-Fonds erhalten Anleger einen festen Geldbetrag zurück.

MARKTKAPITALISIERUNG

gibt den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens an. Sie errechnet sich durch Multiplikation des Börsenkurses mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien.

MILCHMÄDCHENHAUSSE

bezeichnet die letzte Phase einer Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten, wenn breite Bevölkerungsschichten, die sich sonst nicht für die Börse interessieren, in der Hoffnung auf immer weiter steigende Kurse kaufen.

NENNWERT

bezeichnet den Betrag, der auf einer Wertpapierurkunde abgedruckt ist, bei deutschen Aktien in der Regel ein Euro. Bei Anleihen gibt er den Betrag an, den der Emittent dem Inhaber schuldet.

NETTODIVIDENDE

kassieren einkommensteuerpflichtige Anleger nach Abzug der 25-prozentigen Körperschaftsteuer.

NICHTZYKLISCHE AKTIEN

sind von wirtschaftlichen Entwicklungen relativ unabhängig. Typische Branchen sind Nahrungsmittel und Getränke. Wegen ihrer geringeren Schwankungen bevorzugen Anleger diese Papiere besonders in turbulenten Börsenzeiten.

OPTIONSANLEIHEN

berechtigen ihre Inhaber, während einer festgelegten Zeit zu einem bestimmten Preis Aktien des ausgebenden Unternehmens zu erwerben. Dafür erhalten Investoren Zinsen unter Marktniveau.

OPTIONSSCHEINE

verbriefen das Recht, einen Basiswert (Aktie, Devisen, Edelmetalle usw.) während einer bestimmten Frist zu einem festgelegten Preis in einem vereinbarten Verhältnis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

PARI

wird eine Anleihe ausgegeben, wenn sie genau mit ihrem Nennwert übereinstimmt. Sie hat dann einen Kurs von 100 Prozent.

PENNY STOCKS

sind hochspekulative Aktien mit extrem niedrigem Kurswert von weniger als einem Dollar.

PFANDBRIEFE

werden von Hypothekenbanken ausgegeben und dienen der Finanzierung von Baukrediten. Sie zählen zu den besonders risikoarmen Geldanlagen und erfreuen sich besonders bei konservativen Investoren großer Beliebtheit.

QUELLENSTEUER

wird am Entstehungsort, der „Quelle“, auf Einkünfte aus Kapitalvermögen abgezogen. Beispiel: Kapitalertragsteuer auf Dividenden.

RATING

klassifiziert die Kreditwürdigkeit eines Schuldners nach Kriterien wie Verschuldungsgrad oder Länderrisiko. Die bekanntesten Rating-Agenturen sind Moody´s und Standard & Poor´s. Die Skala reicht von AAA bzw. Aaa (höchste Bonität) bis D (in Zahlungsschwierigkeiten).

RENDITE

gibt den Ertrag einer Anlage in Prozent des investierten Kapitals an. Bei Aktien errechnet sie sich durch Multiplikation der Dividende mit 100 und Teilung des Produkts durch den Kurswert. Bei Anleihen ergibt sich die Rendite aus dem Nominalzins und dem Kurs. So bringt ein Fünfprozenter (Laufzeit drei Jahre) bei einem Kurs von 90 Prozent eine Rendite von gut acht Prozent.

TAFELGESCHÄFTE

tätigen Anleger am Bankschalter. Die effektiven Wertpapiere, also die Stücke selbst, erhält der Käufer, der sie auch verwahrt. Der Fiskus erfährt von den Zinsen oft nichts.

VALUE-STRATEGIE

verfolgen vorsichtige Anleger, die auf günstig bewertete Aktien mit nachhaltiger Gewinn- und Umsatzstabilität setzen und sich in unsicheren Börsenphasen vor allzu stark schwankenden Kursen schützen wollen.

Von QUELLENSTEUER bis ZERTIFIKATE

VENTURE CAPITAL

dient zur Finanzierung neuartiger, riskanter, aber auch zukunftsträchtiger und chancenreicher Projekte. Während früher hohe Mindestanlagesummen nötig waren, gibt´s mittlerweile zahlreiche Fonds.

VOLATILITÄT

misst die Schwankungsbreite und damit das Risiko eines Wertpapiers. So weisen Aktien eine höhere Volatilität auf als Anleihen.

VORZUGSAKTIEN/VORZÜGE

verwöhnen ihre Inhaber gegenüber den Stammaktien mit einer höheren Dividende. Sie dürfen auf Hauptversammlungen aber nicht abstimmen.

WANDELANLEIHEN

bieten sich für Anleger an, die zwar von steigenden Aktienkursen profitieren, aber nicht das Risiko einer reinen Aktienanlage eingehen wollen. Käufer der Wandelanleihen haben das Recht, aber nicht die Pflicht, diese in Aktien der Firma zu tauschen.

ZEROBONDS

oder Null-Kupon-Anleihen bieten im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen keine laufende Verzinsung. Sie werden weit unter Nominalwert emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert eingelöst. Besonders interessant für Anleger, die steuerpflichtige Kapitalerträge in Zeiten mit niedrigerem Einkommen verlagern wollen. Beispiel: Wird ein Zerobond zu 70 Prozent herausgegeben, zahlt ihn der Emittent in fünf Jahren zu 100 Prozent zurück. Erst dann verbucht der Anleger (auch steuerlich) die gesamten Zinseinnahmen.

ZERTIFIKATE