Die Volatilität von Bitcoin ist zurück und hat den gesamten Krypto-Markt erfasst. Kursschwankungen im zweistelligen Bereich können innerhalb von wenigen Stunden auftreten – die Anlegerstimmung ist aufgewühlt. Die Gesamtlage im Blockchain-Ökosystem bestätigt das.

Alle Augen nach China: Während die Proteste in Hongkong weiter andauern und politisch weit über die Grenzen des Landes reichen, rüstet China im Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten auf. Mit der geplanten digitalen Staatswährung will das Reich der Mitte einen prominenten Platz einnehmen: an der Spitze. Dabei fährt die Kommunistische Partei eine Anti-Bitcoin-Strategie. In Presseberichten präsentiert China Kryptowährungen in einem negativen Licht, weist dabei jedoch stets auf die Vorteile der Blockchain-Technologie hin. Die naheliegende Lösung? Der E-Yuan.

Dieser würde China im digitalen Wettrüsten einen gehörigen Schub nach vorne geben. Mit einer digitalen Version der chinesischen Staatswährung könnte das Land seinen Einfluss auf die internationalen Finanz- und Währungsmärkte immens ausdehnen. Das langfristige Ziel ist es hier, die Dominanz des US-Dollars anzugreifen.

Die Blockchain-Pläne Chinas scheinen dabei direkten Einfluss auf den Bitcoin-Kurs zu haben. Äußerungen vonseiten der Kommunistischen Partei oder auch der chinesischen Zentralbank korrelieren mit starken Schwankungen am Krypto-Markt. Die Meldung etwa, dass die chinesische Regierung mehr Ressourcen in die Blockchain-Forschung stecken wolle, fiel mit einer kurzzeitigen Bullen-Rallye zusammen, in der der Bitcoin-Kurs um 40 Prozent in die Höhe schoss. Als Präsident Xin Jinping seine Aussage jedoch korrigierte und betonte, dass es vielmehr um Blockchain an sich als um Bitcoin gehe, fiel dies mit einem Wiedereintritt in bearishe Gefilde zusammen.

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