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Der Bitcoin-Kurs erreichte heute ein neues Jahreshoch 2015 und steigt seither weiter. Der aktuelle Kurs liegt derzeit bei 445 US-Dollar bzw. 405 Euro (Coindesk BPI).

Alleine in den letzten vier Tagen konnte der Preis pro BTC um erstaunliche 36% bzw. 115 USD zulegen. Am 8. Dezember lag der Kurs noch bei 320 US-Dollar. An einigen ausgewählten Bitcoin-Börsen erreichte der Kurs am 4. November zwar bereits kurzzeitig die 500 Dollar Marke, fiel dann aber wieder rasant unter die 400 Dollar Marke.

Die Rallye wird begleitet von einem rekordverdächtigen Handelsvolumen. Am 5. Dezember wurden an allen von Bitcoinity aufgezeichneten Börsen 3,49 Millionen Bitcoins gehandelt. Damit wurde der Rekord vom 26. November mit 2,86 BTCs gebrochen. Seither verbucht Bitcoin ein stabiles Handelsvolumen um die 2 Mio Bitcoins pro Tag.

Der Preis pro Bitcoin konnte heute erstmals nach wieder nach 4 Wochen die 400 US-Dollar Marke knacken und erreicht damit ein neues Monatshoch.

Die Höchstmarke von 402.30 US-Dollar am 06. Dezember wurde seit dem 05. November nicht mehr erreicht. Vor genau einem Monat lag der Bitcoin Kurs aUnd der

uf allen bekannten Bitcoin-Börsen, darunter Bitstamp, Bitfinex, Coinbase, OKCoin und itBit, bei 447,25 US-Dollar.

Der größte Preis-Run konnte am 05. Dezember um 22:30 Uhr (UTC) beobachtet werden. Hier stieg der Bitcoin-Kurs abrupt von 377,49 USD in nur knapp 10 Minuten auf 385,93 USD. Der Kursverlauf setzte sich im Laufe des 06. Dezember weiter fort und konnte bisher ein Kursplus von 3% erreichen

Seit einigen Jahren machen sie schon Furore: Bitcoins. Diese Parallelwährung wird vor allem im Internet verwendet, die Bezahlung damit ist absolut anonym, keine Zentralbank steuert sie, und die Zahl der digitalen Geldeinheiten kann nicht beliebig vermehrt werden.

Viele Kritiker der herrschenden Geldpolitik, die sich derzeit vor allem durch immer schneller rotierende Notenpressen auszeichnet, sehen darin folglich eine Alternative.

Doch sind es wirklich vor allem freiheitlich denkende Geister, die Bitcoins in der Realität nutzen? Oder dienen sie vielleicht ganz anderen Zwecken? Diesen Fragen gingen Aaron Yelowitz und Matthew Wilson von der Ökonomischen Fakultät der Universität von Kentucky nach. Und die Ergebnisse, die sie nun veröffentlicht haben, dürften manchen zu denken geben.

Nicht beliebig vermehrbar

Die virtuellen Münzen wurden 2009 aus der Taufe gehoben, von wem, das ist bis heute nicht ganz klar. Geschaffen werden die Einheiten in einem dezentralen, weltweiten Rechnernetzwerk mithilfe einer speziellen Software.

Dabei ist genau festgelegt, wie viele neue Bitcoins entstehen können, und diese Zahl nimmt im Laufe der Zeit stetig ab – ganz anders als bei den Notenbanken, wo einzelne Personen über die Schaffung neuen Geldes entscheiden. 14,5 Millionen der virtuellen Münzen gibt es derzeit, mit einem Wert von umgerechnet rund vier Milliarden Dollar.

Über kryptografische Techniken wird beim Bezahlen mit Bitcoins einerseits sichergestellt, dass jede digitale Einheit nicht mehrfach benutzt wird. Andererseits wird auf diese Weise aber auch der Bezahlvorgang anonymisiert – es lässt sich nicht nachvollziehen, wer die Bitcoins genutzt hat, ähnlich wie beim Bargeld. Das macht es daher auch für die ökonomische Analyse schwer.

Wissenschaftliche Untersuchung auf Umwegen

Diese Tatsache versuchten die Ökonomen der Universität Kentucky jedoch zu umgehen, indem sie Daten von Google Trends heranzogen. Sie untersuchten dabei, mit welchen anderen Schlagworten zusammen die Nutzer der Suchmaschine das Wort „Bitcoins“ suchten.

Sie waren sich, wie sie schreiben, dabei der Tatsache bewusst, dass eine solche Suche im Internet noch nicht auf eine entsprechende Nutzung der Bitcoins hinweist. Sie verweisen jedoch auf andere Studien, die starke Korrelationen zwischen Google-Suchen und deren Bezug zur Realität bei anderen Themen fanden.

Die Ökonomen gingen dabei von vier möglichen Nutzergruppen aus, die bislang in der Öffentlichkeit als typische Bitcoin-Verwender vermutet wurden: Computer-Enthusiasten, spekulative Investoren, politisch denkende Menschen, die sich gegen die Notenbank-Politik wenden, sowie Kriminelle. Diesen Gruppen gingen sie durch die Wahl entsprechender Schlagworte bei Google Trends in Kombination mit dem Begriff „Bitcoins“ nach.

Computer-Nerds und Kriminelle sind Bitcoin-Fans

Das Ergebnis fiel dabei recht eindeutig aus. „Wir fanden klare Hinweise, dass Computer-Enthusiasten und Kriminelle für das Interesse an Bitcoins entscheidend sind“, schreiben die Wissenschaftler. Dagegen finden sie „kaum oder gar keine Hinweise, dass politische oder investmentgetriebene Motive“ dieses Interesse befeuern.

Dass bei Computer-Fans das Interesse an Bitcoins hoch ist, überrascht dabei nicht. Schließlich sind es Programmierer, welche die digitale Währung geschaffen haben und letztlich auch verwalten. Mit ihren Rechnerkapazitäten „schürfen“ sie die neuen virtuellen „Münzen“ und bringen sie in Umlauf.

Dass auch Kriminelle die anonyme Währung gerne nutzen, ist ebenso naheliegend. Schließlich hatte das amerikanische FBI erst im Herbst 2013 den Internet-Marktplatz „Silk Road“ geschlossen, der im Anonymisierungsnetzwerk Tor mit Drogen, Waffen und anderen illegalen Gütern handelte, alles bezahlbar in Bitcoins.

Chinesische Zentralbank hat Bitcoins schon verboten

Nach dieser Aktion fiel der Bitcoin-Wechselkurs gegenüber dem Dollar auch um fast ein Viertel. Seither gibt es auch immer wieder Äußerungen von Politikern oder Notenbanken, welche die Legalität von Bitcoin-Transaktionen generell infrage stellen. Die chinesische Zentralbank beispielsweise hat die digitalen Münzen als Zahlungsmittel komplett verboten.

Dass die beiden anderen untersuchten Gruppen, also einerseits Kritiker der Notenbankpolitik und andererseits spekulativ orientierte Investoren, jedoch die Parallelwährung offenbar nur in geringem Maße schätzen und nutzen, dürfte doch die meisten Beobachter verwundern. Offenbar gibt es außerhalb der Klientel der Kriminellen doch nur ein geringes echtes Interesse an der Anonymität dieser digitalen Währung.

Bitcoins haftet das Image von illegalen Geldtransaktionen im Internet an. Seit Satoshi Nakamoto die digitale Währung in einem Whitepaper thematisiert hat, haben sich Bitcoins zu einem gesellschaftsfähigen Phänomen gemausert.

Die Internetwährung Bitcoins stößt auf immer größeres Interesse: 36 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, das digitale Geld zu erwerben oder zu nutzen. Vor einem Jahr waren es noch 25 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Damit gibt es in Deutschland schon 25 Millionen potenzielle Nutzer, vergangenes Jahr waren es 19 Millionen. Bei Bitcoins handelt es sich um ein Zahlungsmittel, das unabhängig von Zentralbanken ausschließlich im Internet gehandelt wird.

Laut Umfrage sind die männlichen Befragten der digitalen Währung gegenüber deutlich aufgeschlossener als die weiblichen: Während sich 43 Prozent der Männer vorstellen können, Bitcoins zu erwerben oder zu nutzen, sind es bei den Frauen erst 30 Prozent. Auch zwischen den Altersgruppen gibt es deutliche Unterschiede: So ist bei den 14- bis 29-Jährigen gut jeder Zweite (53 Prozent) offen für das Internetgeld, bei den Befragten ab 65 Jahren erst jeder Sechste (17 Prozent).

„Bitcoins sind derzeit noch ein Nischen-Zahlungsmittel. Aber wir gehen davon aus, dass sich das Internetgeld in den nächsten Jahren als Ergänzung zu anderen Zahlungsmitteln etabliert“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. „Sowohl für Händler als auch für Kunden ist das digitale Verfahren aufgrund der niedrigen Transaktionsgebühren hochattraktiv. Wegen der Unabhängigkeit von Zentralbanken können Bitcoins außerdem in Krisenzeiten hilfreich sein.“ Kritiker weisen darauf hin, dass es sich bei Bitcoins nicht um eine sichere Geldanlage handelt.

Nasdaq erwartet, als erster grosser Börsenbetreiber die Technologie hinter Bitcoins zu benutzen, sobald ein Projekt in seinem Geschäftsbereich für Privatunternehmen im vierten Quartal live geschaltet wird.

Nasdaq arbeitet mit dem Infrastrukturanbieter Chain zusammen, um über die Blockchain Aktien von nicht börsennotierten Unternehmen auszugeben und zu handeln. Die Blockchain ist ein öffentliches Online-Verzeichnis aller Transaktionen und bildet das Rückgrat der Digitalwährung Bitcoin.

Die Technologie werde „für die Wall Street von grundlegender Bedeutung“ sein, sagte Nasdaq-Chef Bob Greifeld am Donnerstag. „Die Vorteile für die Branche sind immens und können nicht ignoriert werden.“

Befürworter der Software sagen, dass damit der Handel von allem Möglichen – von Aktien über Kredite bis hin zu Derivaten – beschleunigt und vereinfacht wird. Wall-Street-Profis hiessen in einer jüngeren Umfrage von Greenwich Associates die Blockchain gut; 94 Prozent sagten, sie könne im Finanzbereich eingesetzt werden.

Modernisierung administrativer Funktionen

„Wir planen auch künftig weitere Blockchain-Initiativen anzukündigen“, sagte Greifeld bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Die Anwendung der Blockchain-Technologie innerhalb des privaten Markts von Nasdaq zielt darauf ab, umständliche administrative Funktionen zu modernisieren, zu rationalisieren und wirklich abzusichern.“

Auch andere Firmen wollen sich die Technologie hinter Bitcoins zunutze machen. Symbiont will beispielsweise über die Blockchain Vermögenswerte schneller von Verkäufern auf Käufer übertragen, und sammelte im vergangenen Monat dafür 1,25 Mio. Dollar ein. An der Finanzierungsrunde beteiligten sich Branchenschwergewichte wie der frühere Chef der New York Stock Exchange Duncan Niederauer und der Ex-Manager von Citadel LLC Matt Andresen sowie zwei Mitbegründer der Hochfrequenzhandelsfirma Getco LLC, Dan Tierney und Stephen Schuler.

Unter den Unternehmen, die sich die Möglichkeiten der Blockchain im Finanzbereich anschauen, finden sich auch Digital Asset von Blythe Masters, eine ehemalige Bankerin von JPMorgan, sowie Blockstack, das von einstigen Mitarbeitern von Google und Nasdaq geleitet wird.

Grundlagen für neue Nutzer

Als neuer Nutzer können Sie mit Bitcoin loslegen ohne die technischen Details zu verstehen. Wenn Sie Ihre Wallet installiert haben, generiert es Ihre erste Bitcoin-Adresse und Sie können weitere erstellen, sobald welche benötigt werden. Sie können eine Ihrer Bitcoin-Adressen an Ihre Freunde weiter geben, so dass Sie Geld an jene senden können, oder umgekehrt. Tatsächlich verhält sich dies ähnlich wie bei E-Mails, nur das Bitcoin-Adressen nur einmalig verwendet werden sollten.

Kontostände – Blockkette

Die Blockkette ist ein gemeinsames öffentliches Buchungssystem, auf dem das gesamte Bitcoinnetzwerk basiert. Alle bestätigten Buchungen werden in der Blockkette gespeichert. Auf diese Art können Bitcoin Wallets ihren Kontostand berechnen und neue Transaktionen können nur ausgeführt werden, wenn die Bitcoins dem Sender tatsächlich gehören. Die Integrität und die chronologische Reihenfolge der Blockkette werden durch Kryptographie sichergestellt.

Transaktionen – private Schlüssel

Eine Transaktion ist ein Transfer eines Betrags zwischen Bitcoin-Wallets, der in die Blockkette eingetragen wird. Bitcoin-Wallets haben einen geheimen Datenblock der privater Schlüssel oder „Seed“ genannt wird, welcher verwendet wird, um Transaktionen zu signieren, indem ein mathematischer Beweis erbracht wird, dass sie vom Eigentümer der Wallet kommen. Die Signatur verhindert auch, dass die Transaktion nach dem Absenden von jemandem modifiziert werden kann. Alle Transaktionen werden unter den Nutzern verbreitet und innerhalb von 10 Minuten beginnt die Bestätigung durch das Netzwerk mit Hilfe einens Prozess, genannt Mining .

Verarbeitung – Mining

Mining ist ein verteiltes Konsens-System das verwendet wird, um wartende Transaktionen zu bestätigen, indem sie in die Blockkette aufgenommen werden. Es erzwingt eine chronologische Reihenfolge der Blockkette, schützt die Neutralität des Netzwerks und ermöglicht verschiedenen Computern, sich über den Status des Systems einig zu sein. Um bestätigt zu werden, müssen Transaktionen in einen Block gepackt werden. Dieser muss sehr strengen kryptographischen Regeln enstprechen, die durch das Netzwerk verifiziert werden. Diese Regeln verhindern, dass vorherige Blöcke modifiziert werden können, denn eine Änderung würde alle folgenden Blöcke ungültig machen. Mining erzeugt auch das Equivalent einer Lotterie mit starker Konkurrenz, die verhindert, dass eine Einzelperson einfach neue aufeinanderfolgende Blöcke in die Blockkette einfügen kann. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass keine Einzelpersonen kontrollieren können was in die Blockkette eingefügt wird, oder Teile der Blockkette modifizieren können, um eigene Ausgaben rückgängig zu machen.

Wer viel verdienen will, sollte sich für bestimmte Fächer entscheiden. Allerdings spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wenn es um das spätere Gehalt geht. Dazu zählt auch Leidenschaft.

Geld oder Neigung? Vor dieser Frage stehen viele Abiturienten, wenn es um die Wahl des Studienfachs geht. Viele entscheiden sich für ein Fach, das sie interessiert. „Geld ist mir nicht so wichtig“, heißt es dann. Doch beim Berufseinstieg staunt manch einer dann nicht schlecht, dass der Schulfreund in seinem Job ein Drittel mehr verdient. Und plötzlich ist Geld doch wichtig.

Bei der Studienwahl ist für viele das Interesse am Thema entscheidend, sagt Kolja Briedis. Er ist Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Doch was wäre, wenn Studenten sich einzig an den Verdienstmöglichkeiten orientieren würden?

„Ginge es ausschließlich nach dem Gehalt, sollte man sich für ein Studium der Ingenieurwissenschaften, Medizin oder für Naturwissenschaften entscheiden“, sagt Kerstin Koose. Sie ist Beraterin bei der Gehaltsdatenbank Personalmarkt.

So kommen Absolventen der Ingenieurwissenschaften im Durchschnitt auf rund 51.000 Euro brutto pro Jahr, Mediziner auf 50.000 und Naturwissenschaftler auf rund 49.000 Einstiegsgehalt.

Bei Jura entscheidet die Note über das Gehalt

Juristen können ebenfalls mit hohen Einstiegsgehältern rechnen, so lange sie nicht bei einer sehr kleinen Firma oder Kanzlei anfangen. Bei Jura-Absolventen ist die Note entscheidend, erläutert Kolja Briedis. „Mit einem Prädikatsexamen kann man in den Staatsdienst oder in die großen Kanzleien mit entsprechenden Karrieremöglichkeiten einsteigen.“

Wer mit einem durchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen Examen abschließt, hat diese Möglichkeit nicht. „Viele entscheiden sich dann für die Selbstständigkeit oder den Einstieg ins Unternehmen.“ Da zähle eher die Funktion als das Studium über das Einstiegsgehalt.

Informatik und Mathematik seien ebenfalls erfolgsversprechende Studiengänge, sagt Kerstin Koose: „Der Bedarf an Informatikern ist sehr hoch und der Studienabschluss oft weniger ausschlaggebend als spezielle Programmierkenntnisse.“

Lohnenswert ist nach wie vor außerdem ein Doktortitel: „Promovierte verdienen in fast allen Fächern im Durchschnitt besser“, erklärt Kolja Briedis.

Geht es nur nach dem Einstiegsgehalt, ist auch klar, für welche Branche sich Absolventen entscheiden müssen. Top-Branchen sind Chemie und Verfahrenstechnik, die Autoindustrie, Banken, Luftfahrt sowie die Pharmaindustrie. Hier liegen die durchschnittlichen Einstiegsgehälter zwischen rund 50.000 und 54.000 Euro pro Jahr.

In diesen Bereichen bekommen Absolventen studienfachübergreifend mehr Geld als in anderen, erklärt Koose. „Ein BWler wird in der Industrie mehr verdienen als beispielsweise in der Touristik- oder Reisebranche.“ Dort liegen die durchschnittlichen Einstiegsgehälter bei rund 32.000 Euro.

Schließlich spielt die Unternehmensgröße bei der Höhe des Einstiegsgehalts eine Rolle, erläutert Karrierecoach und Buchautor Martin Wehrle. „Die Gehälter fallen umso höher aus, je größer ein Unternehmen ist.“

Großkonzerne zahlen etwa 15 Prozent mehr als kleine Firmen. Dies gelte aber nicht für alle Mittelständler, sagt Wehrle: „Einige Hidden Champions, die in dörflichen Regionen sitzen, locken Absolventen mit ähnlichen Gehältern wie Konzerne.“

Im Südwesten verdient man am besten

Bei den Einstiegsgehältern zählen auch regionale Unterschiede: „Pauschal kann man von einem Nord-Süd und einem Ost-West-Gefälle sprechen“, sagt Koose von Personalmarkt. Ein Absolvent in München verdient meist mehr als ein Studienkollege in Schwerin.

Auslandserfahrungen und Praktika können das Einstiegsgehalt ebenfalls beeinflussen. „Je mehr praktische Erfahrung ich habe, desto besser die Verhandlungsposition“, sagt Wehrle. Denn alles was ein Bewerber mitbringt, muss er nicht mehr während der Arbeitszeit lernen: „Das honorieren Firmen.“

Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler müssen sich auf geringere Gehaltsaussichten einstellen. Ein Sprach- und Kulturwissenschaftler kommt auf durchschnittlich rund 33.000 Euro Einstiegsgehalt.

Doch auch diese Absolventen können ihre Verhandlungsposition verbessern: „Ein Geisteswissenschaftler sollte sich nicht über sein Studienfach, sondern über seine Kompetenzen verkaufen“, rät Wehrle.

Auch wenn diese Zahlen interessant sind: Wer sich für ein Studium entscheidet, sollte die Gehaltsaussichten generell nicht in den Mittelpunkt seiner Studienwahl stellen.

„Wer nur darauf schaut, was er wo verdienen kann, macht sich möglicherweise schon während des Studiums unglücklich“, warnt Kolja Briedis. Denn die Inhalte machen ihm keinen Spaß.

Wer dagegen auf sein Herz hört und mit Leidenschaft arbeitet, wird früher oder später auch finanziell erfolgreich sein.

Mancher, der in den letzten Jahren promoviert hat, fragte sich, ob das eigentlich eine gute Entscheidung war. Nicht nur, weil die Qualen, ein dickes Buch mit Tausenden Fußnoten zu verfassen, einfach enorm sind, das Sozialleben ebenso leidet wie Figur und Teint. Nein, was einmal Garant für die Anerkennung der Mitmenschen war, hat nach den Skandalen von Guttenberg und Co. doch an Nimbus eingebüßt. Immer häufiger ist seither von selbst ernannten Experten zu hören, dass man für dieses oder jenes Metier heute eh keinen Titel mehr benötige, um Erfolg zu haben.

Es bleibt allerdings die Frage, wie sich Erfolg bemisst. In konkretem Einkommen ausgedrückt, garantiert der Doktortitel laut einer Untersuchung des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung an der Universität Kassel am ehesten das große Geld. Eineinhalb Jahre nach ihrer Promotion verdienen Promovierte im Schnitt knapp 40 Prozent mehr als Absolventen mit einem Master. Ihr Einkommen liegt bei 4357 Euro. Master-Absolventen verfügen dagegen über 3144 Euro. Wer nur einen Bachelor hat, über 2632 Euro.

Der Vergleich mit Bachelor und Master ist deshalb interessant, weil es den Masterabschluss ja noch gar nicht so lange gibt. Standard geworden ist er erst seit den großen Reformen an den Universitäten im Zuge des Bologna-Prozesses. Erst seit wenigen Jahren schließt der Großteil der Studenten mit einem Master ab, vorher waren das Magister oder Diplom. Offenbar haben die jüngeren Skandale um plagiierte Dissertationen zwar die Reputation des Doktortitels beschädigt, nicht aber signifikant den Verdienst.

Arbeitslosigkeit ist nahezu unbekannt

Auch in puncto Beschäftigungsquote können Promovierte sonstige Akademiker ausstechen. Liegt die generelle Akademiker-Arbeitslosigkeit bei drei Prozent, so sind es unter den Promovierten nur zwei. Fast könnte man annehmen, dass die, die nix tun, sich das auch so ausgesucht haben.

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich die berufliche Situation der promovierten Absolventinnen und Absolventen im Vergleich zu Absolventinnen und Absolventen ohne Promotion eindeutig besser darstellt“, so Choni Flöther, Autorin der Studie. „Erwerbslosigkeit ist eine Ausnahme, und prekäre Beschäftigungsverhältnisse kommen – auch im Hochschulsektor – mit Promotion weniger häufig vor als ohne.“

Für die Studie wurden 1266 Promovierte eineinhalb Jahre nach ihrem Abschluss befragt. Darüber hinaus beteiligten sich rund 70.000 Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen mit Bachelor, Master und anderen Abschlüssen.

Viel Geld gibt’s eher außerhalb der Unis

Eine schlechte Nachricht hat die Studie allerdings für jene parat, die ihre Promotion als Ausgangspunkt für eine wissenschaftliche Karriere sehen. Zumindest wenn es ihnen neben Erkenntnis auch um einen dicken Geldbeutel geht. Denn in der freien Wirtschaft verdienen Promovierte einfach mehr, und zwar viel mehr.

Im Schnitt haben sie dort ein monatliches Einkommen von 4722 Euro. In Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind es dagegen nur 3340 Euro. Grund ist, dass auch in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen meist die Tarife des öffentlichen Dienstes gezahlt werden. Noch deutlicher fällt der Unterschied aus, wenn man sich einzelne Fächergruppen ansieht. Sprach- und Kulturwissenschaftler gehen in der Privatwirtschaft mit 3841 Euro im Monat nach Hause. Hochschulbeschäftigte mit 1300 Euro weniger. Maschinenbauer verfügen außerhalb der Unis und FHs im Schnitt über 5496 Euro, innerhalb nur über 3792 Euro.

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Die Anleger kaufen keine Aktien, obwohl sie steigen. Sie lassen ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto, ohne Zinsen zu bekommen. Warum man oft ökonomisch unsinnig handelt – die fünf teuersten Psychofallen.

Es passiert nicht häufig, dass sich Franz Josef Leven in Rage redet. Doch wenn der stets ausgeglichen wirkende Direktor des Deutschen Aktieninstituts vom Besuch einer Schulklasse beim DAI berichtet, merkt man ihm seinen Unmut an. Auf die Aufforderung, Fragen zu stellen, habe einer der Schüler wissen wollen, ob er selbst auch Aktien habe.

Ja, natürlich, war die Antwort. Gleich darauf folgte die Frage, wie viel Geld er damit verloren habe. „In den USA hätte jeder gefragt, wie viel ich damit gewonnen habe. Aber hierzulande denken die Menschen beim Thema Aktien immer sofort an Verluste“, erzählt er. „Absurd“ finde er das.

Und damit hat Leven zweifellos recht, wenn man auf die jüngere Vergangenheit schaut: Der Deutsche Aktienindex hat sich in den vergangenen sechs Jahren verdreifacht, allein seit Jahresbeginn ging es bereits wieder um mehr als zehn Prozent nach oben. Am Freitag durchbrach er sogar die 11.000 Punkte. Doch nach allen verfügbaren Daten sind die meisten Deutschen bei diesem Aufschwung nicht dabei. Sie horten ihr Geld lieber auf Tagesgeldkonten – oft zu Zinsen von null Prozent.

Das Verhalten der deutschen Sparer ist aus ökonomischer Sicht völlig unlogisch. Dennoch ist es zutiefst menschlich. Und es gibt einen Zweig der Volkswirtschaftslehre, der sich genau damit beschäftigt – und die Fehlurteile in Finanzdingen entsprechend zu erklären versucht: die Verhaltensökonomie.

Sie zeigt, wie psychologische Mechanismen unsere Handlungen beeinflussen und uns bei Investment-Entscheidungen oft genug auf die falsche Fährte führen. Die gute Nachricht dabei: Wer diese Faktoren kennt, der hat die Chance sie zu umschiffen und so erfolgreicher bei der Anlage des sauer Ersparten zu werden.

„Jetzt ist es ohnehin zu spät zum Einstieg an der Börse“

Als der Dax die 8000-Punkte-Marke erreicht hatte, haderten viele Sparer mit dem Kursanstieg. Doch sie waren auch sicher: Zum Einstieg ist es zu spät. Bei 9000 Punkten war es das Gleiche, bei 10.000 ebenso. Nun steht der Dax bei fast 11.000 Zählern, und die meisten Sparer können sich erst recht nicht durchringen, Aktien zu kaufen.

Joachim Goldberg wundert das nicht. Denn der Grund für diese Einstiegsphobie liegt für den Verhaltensökonomen in einem Impuls, den er als „Regret Aversion“ bezeichnet. Das bedeutet: Wir fürchten, eine falsche Entscheidung zu treffen, und die Angst vor dem dann folgenden Bedauern führt dazu, dass wir lieber erst gar keine Entscheidung treffen. Denn eine nicht getroffene Entscheidung bedauert der Mensch stets weniger als eine falsch getroffene.

Wer also jetzt Aktien kauft und in einem Jahr feststellt, dass die Kurse gesunken sind, wird dies emotional als schweren Schlag empfinden. Kauft er jedoch keine Aktien und steigen deren Kurse weiter, so bedauert der Anleger dies zwar auch – das negative Gefühl ist jedoch weit weniger intensiv.

Psychologisch gesehen ist es daher durchaus rational, lieber nichts zu tun. Jedenfalls kurzfristig. Denn auf lange Sicht bedauert der Mensch eher die nicht getroffenen Entscheidungen. Dann aber ist er schon in Rente.

Hinzu kommt etwas, das die Verhaltensökonomen als Verfügbarkeitsheuristik bezeichnen. Kann der Mensch ein Risiko nicht genau einschätzen, bemüht er seine Erfahrungen und macht daraus eine Daumenregel. Wie hoch ist also derzeit die Wahrscheinlichkeit eines Crashs? Wer die Kursabstürze von 2000 und 2008 erlebt hat, wird sagen: sehr hoch.

Wer diese Erfahrung nicht präsent hat, kommt dagegen zu ganz anderen Schlüssen. Wir lassen uns also von Erfahrungen leiten, die oft genug die Wahrnehmung der Wirklichkeit verzerren.

„Wer an der Börse Erfolg haben will, muss stets aktiv sein“

Die gesamte menschliche Evolution ist der Beweis: Wer viel arbeitet, viel Energie investiert, auf alles Neue reagiert, der ist erfolgreicher. „Das ist tief in unserer Psyche verankert“, sagt Martin Weber. Der Mannheimer Wirtschaftsprofessor nennt das Beispiel eines Autos, das auf einen Menschen zufährt. Natürlich springt jeder beiseite, er reagiert. Das ist seine Intuition, das ist natürlich und logisch. Und es rettet Leben.

Daher schlussfolgern die meisten, es müsse auch an der Börse darauf ankommen, aktiv zu sein. Neue Wirtschaftsdaten, frische Unternehmenszahlen, aktuelle Krisenherde – ein Anleger muss alles im Blick haben und umgehend reagieren, so die vorherrschende Meinung. Das muss jeden Anleger entmutigen, der den Schritt an die Börse wagen will.

Doch dort, so Weber, gälten diese tief verankerten Grundsätze nicht. Hier komme es vielmehr darauf an, geradezu langweilig zu sein. Aktien kaufen und liegen lassen – das ist alles. Man müsse auch nicht ständig beobachten, was sich an den Börsen tue. Simples Abwarten genüge vollkommen. Dabei sei es jedoch für Anleger wichtig, nicht auf Einzelwerte zu setzen. Denn dann müssten sie wirklich aktiv dabei sein.

Wer aber einen Indexfonds kauft, der etwa den Dax abbildet, der könne sich zurücklehnen. Selbst, wenn es zwischenzeitlich abwärts gehe. Aussitzen und Tee trinken, das sei dann die Devise, auch wenn solche Untätigkeit den meisten widerstrebt. Denn die Evolution hat uns seit der Steinzeit darauf konditioniert, stets zu handeln. In der Steinzeit aber gab es eben auch noch keine Börsen.

„Aktien sind gefährlich, aber dieses innovative Finanzprodukt kaufe ich“

Indexfonds kaufen? Wie unsexy. Wie soll man davon anderen erzählen? Von Energiewende und Windrädern hat dagegen jeder schon gehört, und jeder weiß, dass diesem Bereich die Zukunft gehört. Also kauften Sparer, die Aktien meist als zu riskant betrachteten, en masse Anleihen vom Windradhersteller Prokon, die sieben Prozent Zins versprachen – und gingen damit baden.

„Menschen denken, fühlen und handeln in Geschichten“, erklärt Hanno Beck, Professor an der Hochschule Pforzheim und Experte für „Behavioral Finance“, wie die Verhaltensökonomik im Jargon heißt, dieses Phänomen. Ein Indexfonds hat keine Geschichte, einzelne Unternehmen dagegen können solche erzählen.

Und das führt dazu, dass sich Sparer einem solchen Investment viel eher öffnen. Sie haben das Gefühl, bei etwas Großem dabei zu sein. Und sie haben ihrer Umwelt, ihren Nachbarn und Freunden damit etwas voraus.

Hinzu kommt die Verpackung des Investments in eine Anleihe. Dieser Begriff steht hierzulande für absolute Solidität. Deutsche Staatsanleihen sind schließlich das sicherste Investment überhaupt. Bietet dann jemand anderes ebenfalls Anleihen an, kommt es zum „Halo-Effekt“, wie es Beck nennt.

Eine Art Heiligenschein umgibt das Investment, ein Schein, der alle Risiken überstrahlt. Und den Sparer leichten Fußes Wagnisse eingehen lässt, die er sonst stets vermeiden würde.

„Der Mann kennt sich aus, seinen Empfehlungen folge ich“

Bei all diesen Effekten wirkt die menschliche Psychologie unbewusst. Doch es gibt auch gewiefte Menschen, die solche Faktoren ganz bewusst ausnutzen, um Menschen in eine Falle zu locken. Und immer wieder fallen Leute darauf rein. Wie das funktioniert, hat Robert Cialdini in seinem Buch „The Power of Persuasion“ aufgeschrieben. „Die Finanzvertriebler in aller Welt haben das Potenzial für ihre Branche erkannt, das in solchen Methoden steckt“, sagt Hanno Beck.

Sie arbeiten mit Schmeicheleien, sagen bewusst Dinge, die das Gegenüber hören will, versprechen Reichtum ohne Arbeit. Oder sie flüstern von einem Geheimnis der Geldanlage, das irgendwelche großen Mächte dem kleinen Mann vorenthalten. Wahlweise werden Banken, Wall Street oder Politik als die großen Verschwörer dargestellt.

Wenn ein vermeintlicher Anlageexperte solche Geschichten in einem Saal verunsicherter Menschen erzählt, hat er diese schnell auf seiner Seite. Denn sie haben plötzlich das Gefühl, zu einer kleinen Gruppe zu gehören, die mehr weiß. Und fortan folgen sie dem Investment-Guru bedingungslos. Bis zum meist bitteren Ende.

„Hier lassen sich Steuern sparen, das muss ich mitnehmen“

Und wer jetzt immer noch kein Geld investiert hat, in Aktien, Anleihen oder geheimnisvollen Alternativen? Der will zumindest Steuern sparen. Doch da lauert schon die nächste Falle. Kaum irgendwo wurde so viel Geld verloren wie bei vermeintlichen Steuersparmodellen.

Dahinter steckt, dass die Menschen für Steuern im Kopf ein mentales Konto aufmachen. „Das verzeichnet einen Verlust“, sagt Joachim Goldberg. Und Verluste schmerzen. Schon ein kleiner Gewinn wirkt dagegen psychologisch extrem positiv. Deshalb spielt auch die Höhe der Steuerersparnis keine Rolle. „So kommt es, dass Menschen eine Stange Zigaretten durch den Zoll schmuggeln, obwohl sie dadurch nur ein paar Euro Steuer sparen“, so Goldberg.

Ökonomisch ist das völlig unsinnig angesichts des hohen Risikos, erwischt zu werden. Aber das funktioniert ähnlich wie bei Rabattaktionen: Experimente haben gezeigt, dass ein Auto für 20.000 Euro, auf das der Händler 2000 Euro Rabatt gibt, für die meisten attraktiver ist als eines, das für 18.000 Euro angeboten wird.

Franz Josef Leven will nun jedoch genau dieses Phänomen nutzen, um die deutschen Sparer doch noch für die Dividendenpapiere zu begeistern. Für den 16. März haben das Aktieninstitut, die Deutsche Börse sowie die großen Online-Broker den „Tag der Aktie“ ausgerufen. Anleger können an diesem Tag die 30 Dax-Aktien sowie acht Indexfonds kostenlos kaufen, also ohne Handelsgebühren.

Durch den Rabatt können sie je nach Größe der Order zehn bis 65 Euro sparen. Vielleicht gelingt es ja, die psychischen Barrieren der deutschen Sparer auf diese Weise zu überwinden.