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Jahr für Jahr kommen Studien zum selben Ergebnis: Die meisten Fondsmanager sind hochbezahlte Nieten. Denn der Mehrzahl der aktiv gemanagten Aktienfonds gelingt es nicht, ihren Vergleichsindex zu schlagen. Je länger der Untersuchungszeitraum, desto geringer der Prozentsatz der Investmentvehikel, die ihre Benchmark übertreffen. „Über zehn Jahre hinweg schlagen nicht einmal 20 Prozent der Manager ihren Index“, weiß Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Die wenigen positiven Ausnahmen unter den Fondsmanagern hätten „schlichtweg Glück“, meinen die US-Finanzwissenschaftler Eugene F. Fama von der Chicago Business School und Kenneth R. French vom Darmouth College. „Auf Dauer gelingt es keinem Fondsmanager seinen Vergleichsindex zu schlagen“, lautet ihre These. Sie raten deshalb Anlegern davon ab, zu aktiv gemanagten Fonds zu greifen.

Dieser Meinung ist auch Nauhauser: „Die Ausgabeaufschläge von bis zu 5 Prozent und die jährlichen Verwaltungskosten von bis zu 2 Prozent können sich Anleger sparen.“

Stattdessen raten die Kritiker zu Investments in die seit Beginn der Finanzkrise umstrittenen börsengehandelte Indexfonds. Die im Branchenjargon Exchange Traded Funds, kurz ETFs, genannten Vehikel bilden passiv einen Index wie den Dax nach. Die jährlichen Verwaltungskosten betragen zum Teil nur 0,12 Prozent. Ausgabeaufschläge gibt es nicht. Da die Anteile direkt über die Börsen geordert werden können, fallen nur die geringen Handelsgebühren an.

ETF-Markt boomt – Indexfonds als günstigere Alternative

„Mit Indexfonds sparen Anleger erhebliche Kosten und erzielen langfristig sogar eine bessere Performance“, sagt Nauhauser. Der Verbund der Honorarberater (VDH) empfiehlt sogar für die Altersvorsorge Indexfonds. „ETFs ermöglichen ein Ansparen zu einer deutlich geringeren Kostenbelastung und damit zu einer langfristig besseren Wertentwicklung“, sagt Geschäftsführer Dieter Rauch.

Da ist es kein Wunder, dass der ETF-Markt boomt. Nach einer Erhebung der Deutschen Börse ist die Zahl der Indexfonds hierzulande seit der Jahrtausendwende pro Jahr um 74 Prozent auf inzwischen rund 1200 gestiegen. 72,1 Milliarden Euro hatten Profiinvestoren und private Anleger nach Angaben des Fondsverbands BVI zu Jahresbeginn in ETFs investiert. Das entsprach mehr als 15 Prozent der 459 Milliarden Euro, die zu diesem Zeitpunkt insgesamt in Aktien- und Anleihefonds angelegt waren.

Auch in anderen Ländern werden Indexfonds bei Anlegern immer beliebter. Europaweit stieg bei iShares, dem weltweit größten ETF-Anbieter, das verwaltete Fondsvolumen seit Anfang 2003 von 20 Milliarden US-Dollar auf aktuell 375 Milliarden US-Dollar (289,6 Milliarden Euro). Weltweit ruhen bereits mehr als 1300 Milliarden Euro in Indexfonds. Selbst für Investments in Staats- und Unternehmensanleihen gibt es inzwischen passende Produkte. „Im vergangenen Jahr legten Investoren weltweit 70 Milliarden Dollar in Anleihe-ETFs an“, weiß Peter Scharl, Leiter des institutionellen Vertriebs in Deutschland von iShares.

Verfahren, die sich nach Gesetzen richten. Sie sind eine Angelegenheit für Insolvenzverwalter und Gerichte, nicht für eine Troika oder Regierungen.

Marktwirtschaft heißt, dass wer Risiken eingeht, die Chance auf den Ertrag hat. Marktwirtschaft heißt, dass Risiken sich verwirklichen können und dürfen. Das gilt für Investoren in Banken und ihre Gläubiger. Das gilt für Anleger in Staatsanleihen.

Speziell in Bezug auf Zypern heißt das, dass die die zyprischen Banken getrennt von den Problemen des zyprischen Staates zu betrachten sind. Die Troika behauptet, der „zyprische Banksektor“ bräuchte 10 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung. Das ist in seiner Allgemeinheit schlicht Unfug. Nicht der Banksektor braucht Geld, sondern einzelne Banken. In einer Marktwirtschaft gibt es kein Branchenkollektiv. Vielmehr handelt jedes Unternehmen eigenverantwortlich. Das gilt auch und gerade im Hinblick auf seine Finanzierungsstruktur. Wenn eine Bank in finanzielle Schwierigkeiten gerät, dann betrifft das ihre verschiedenen Gruppen von Gläubigern und Eigentümern. Diese haben komplexe Verträge geschlossen. Aus diesen ergibt sich, wer im Falle einer Insolvenz an welcher Rangstelle befriedigt wird. Aus diesen Verträgen ergibt sich auch die Verhandlungssituation in der Insolvenz oder der Insolvenznähe. Manchmal zeigt sich, dass es für Gläubiger und Eigentümer vorteilhaft ist, frisches Geld nachzuschießen. Wenn zum Beispiel russische Einleger oder Gläubiger zyprischer Banken es für nötig halten, so könnten sie Kapital nachschießen. Überlegungen dazu gab es. Manchmal zeigt sich, dass man dem guten Geld kein schlechtes hinterherwerfen sollte. Dann beißen Gläubiger und Eigentümer in den sauren Apfel und tragen die Verluste. So ist die Marktwirtschaft. So ist das bei zyprischen Banken.

Ließe die Politik das Funktionieren der Marktwirtschaft zu, so würde das Schicksal seiner Banken Zyperns Staatshaushalt nicht belasten. Bei einer marktwirtschaftlichen Lösung kommt die Bankenrettung ohne Steuergeld aus. Immer wenn Steuergeld beteiligt ist, gilt: Der Staat mischt sich ein und verhindert und stört die Marktfunktionen. Es folgt, dass das Problem wackelnder Banken unabhängig vom Staatshaushalt ist.

Schichtet man das Problem der Banken auf diese Weise ab und überlässt ihr Scheitern und gegebenenfalls die Refinanzierung dem Markt, dann werden die Haushaltsprobleme Zyperns um ein Vielfaches kleiner. Nach den Ergebnissen der Troika werden 7 Milliarden Euro für die Finanzierung des Haushalts und für die Refinanzierung fälliger Staatsschulden veranschlagt. Zypern hatte im 3. Quartal 2012 rund 15 Milliarden Euro Schulden, das entsprach rund 84 Prozent seiner Wirtschaftsleistung. Unter der Annahme, dass Zypern bis zu seiner eigenverantwortlichen Sanierung 5 Milliarden Euro zusätzliche Schulden machen muss (weil 2 der veranschlagten 7 Milliarden der Ablöse alter fälliger Schulden dienen), stiege die Schuldenlast Zyperns auf rund 110 Prozent. Diese Schulden wären tragfähig, vor allem weil Zyperns Gläubiger wüssten, dass es für seine Banken kein Geld aus dem Fenster werfen wird und für Bankschulden nicht haftet. Der Finanzbedarf des Staats wird für Anleger in zyprische Staatsanleihen kalkulierbar, weil sie keine Übernahme unwägbarer Bankrisiken mehr einpreisen müssen. Auf der Habenseite Zyperns stehen sogar noch die möglichen Erlöse aus den Gasfeldern vor seiner Küste. Meine Behauptung: Zypern ist allein deshalb vom Kapitalmarkt „abgeschnitten“, weil angenommen wird, es müsse für seine Banken haften. Und im schlimmsten Fall muss eben auch Zypern mit seinen Gläubigern eine Verhandlungslösung finden. Für Gläubiger von Staaten gilt nichts anderes wie für die von Banken. Jeder Investor sucht sich seinen Schuldner selbst aus und muss den Schaden tragen, wenn er einen Fehler macht und die Kreditwürdigkeit falsch einschätzt.

Das sind die Spielregeln der Marktwirtschaft. Die Rettungspolitik hat diese Spielregeln durch politisches Geschacher ersetzt. Sie hat die simple Überschuldung einer Bank – in den USA wurden seit Lehmans Pleite am 15. September 2008 schon 458 Banken lautlos abgewickelt – zu einer politischen Posse phantastischer Größe aufgepustet. Ganz Europa diskutiert nun das Schicksal zyprischer Banken. Die kannte bis vor kurzem keiner und musste auch keiner kennen. Sie waren für den Normalbürger wichtig wie der sprichwörtliche Sack Reis. Doch die Rettungseuropäer machen ein Gedöns um das unternehmerische Schicksal von mittelständischen Auslandsbanken wie bei einer Naturkatastrophe. Der Schaden für das europäische Friedensprojekt ist bereits heute unermesslich. Die Rettungspolitik setzt zudem Markt und Rechtsstaatlichkeit außer Kraft. Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine Räuberbande?

Es gibt im Internet einige Börsenspiele, ich für meinen Teil kann das Börsenspiel http://boersenspiel.faz.net empfehlen. Dabei geht es los mit 50.000 EUR. Die Aktienkurse sind in Echtzeit, naja fast Echtzeit abzüglich 20 Minuten aber dafür im GEgensatz zu anderen Börsenspielen Bug somit Fehlerfrei.

 

Gibt es überhaupt Geldanlagen mit hoher Rendite ?

Seriöse Geldanlagen mit einer hoher Rendite gibt es leider keine. Keine die ich empfehlen könnte. Es gibt natürlich kurzzeitige „Geldanlagen“ die als solches meistens deklariert werden. Indem es sich eigentlich sich nicht im eigentlichen Sinne als Geldanlage handelt sondern eher eine Investition mit Eigentumsrecht oder Anteilsrechten. Erst neulich erwähnte mein Onkel das er eine super Geldanlage gefunden hat. Es wäre ein „Bekannter“ der innerhalb von ein paar Wochen auf 20.000 EUR dann 25.000 machen würde und in 1 bis 2 Monaten hätte er immer sein Geld zurück mit dem genannten Gewinn. Das hat mich natürlich stutzig gemacht und ich wollte darüber mehr erfahren. Dabei handelt sich um einen Autohändler der wohl von seiner Bank keinen Kredit oder Überziehung bekommt und sich das Geld links und rechts borgt und es dann mit Gewinn zurückzahlt. Nun, sowas kann gutgehen, es kann auch über mehrere Transaktionen gutgehen. Aber dieser Bekannte könnte sich das Geld normalerweise bei der Bank viel günstiger leihen. Banken erhöhen bei solchen kurzen „Krediten“ meist das Dispo um den Betrag und dann kann der Bankkunde den Betrag in den nächsten Wochen wieder ausgleichen. Aber wenn ein Bankkunde nicht kreditwürdig ist geht das halt nicht und dann leiht man das Geld einfach bei einem der eine „Gute Investition“ sucht 🙂

Hoffentlich geht es gut und mein Onkel bekommt sein Geld wieder.