Dem Kongress läuft die Zeit zur Anhebung des Schuldenlimits davon, die Märkte werden immer nervöser. Die Ratingagentur Fitch droht deshalb mit der Aberkennung des „AAA“ der USA.

In Europa gab es die vage Hoffnung, am Mittwoch mit einer Einigung im Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze aufzuwachen. Doch diese Hoffnung wurde bitter enttäuscht. Am Dienstag gab es neue Rückschläge im Streit zwischen Republikanern und Demokraten um eine Anhebung des Schuldenlimits. „Es war ein absolut verlorener Tag“, erklärte eine CNN-Reporterin.

In einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit drohen die USA bereits am Donnerstag an ihre Schuldenobergrenze von 16,7 Billionen Dollar zu stoßen. Die USA hätten dann nur noch rund 35 Milliarden Dollar Cash, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Sollte es das Schuldenlimit nicht angehoben werden, droht der Regierung nach Angaben von Finanzminister Jack Lew. Dann könnten die Ausgaben die laufenden Einnahmen übersteigen. Ein Szenario, dass die gesamte Weltwirtschaft mit in den Abgrund reißen könnte.

Auch an den Märkten wächst die Nervosität: Die Ratingagentur Fitch drohte den USA mit dem Verlust ihres Spitzenratings. Die Agentur setzte das begehrte „AAA“ oder „Triple-A“ unter Beobachtung. Die Aktienkurse und der Dollar gerieten daraufhin nach Börsenschluss in New York leicht unter Druck.

Dabei schien eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten am Dienstag in Reichweite. Ein geplantes Abkommen sah eine leichte Anhebung der Schuldengrenze vor, so dass die Regierung zumindest bis zum 7. Februar ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen könne. Das Abkommen sollte zudem ermöglichen, dass die seit dem 1. Oktober geschlossenen Bundesbehörden bald wieder öffnen könnten. Dass der „Government Shutdown“ nun schon den 16. Tag andauert, gerät angesichts des dramatischen Schuldenstreits in Vergessenheit.

Doch als ein Deal im Senat in Reichweite schien, meldete sich plötzlich die Republikaner im Repräsentantenhaus zu Wort. Sie wollten ein schärferes Gesetz zimmern – das aber dem erzkonservativen Flügel der Republikaner von der Tea Party immer noch nicht weit genug ging. Der Vorstoß fand keine Mehrheit im Lager. Der Ball liegt nun wieder im Senat. Die Parteispitzen in der Parlamentskammer erklärten, ihre Gespräche wieder aufgenommen zu haben. Doch auch einen Senatsbeschluss müsste das Repräsentantenhaus noch absegnen.
„Es ist sehr, sehr ernst“

Es ist sehr, sehr ernst“, zitierte die „New York Times“ den einflussreichen republikanischen Senator John McCain. „Die Republikaner müssen verstehen, dass wir diese Schlacht verloren haben.“

Möglicherweise könnte erst Freitag oder gar Samstag abgestimmt werden, schreibt die „New York Times“. Entscheidend sei, dass es zuvor eine Einigung gebe – um die Märkte zu beruhigen. Auch bei früheren Finanzstreits war erst nach Ablauf der Frist eine endgültige Lösung gefunden worden.

2 Thoughts on “Angst vor Zahlungsausfall: USA blicken in den Abgrund

  1. Die USA steht immer am Abgrund keine Ahnung wie die das immer hinbekommen andere Ländern mit sehr viel weniger Schulden sind vor der Pleite und die USA kriegt immer die Kurve und zählt noch als Witschaftsmacht. Unbegreiflich sowas…

  2. Rick on 26. März 2014 at 10:54 said:

    USA ist immer dem Abgrund Nahe. Wem hat das wohl die USA zu verdanken das es immer weiter geht….

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