Monthly Archives: Juli 2015

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Bitcoins haftet das Image von illegalen Geldtransaktionen im Internet an. Seit Satoshi Nakamoto die digitale Währung in einem Whitepaper thematisiert hat, haben sich Bitcoins zu einem gesellschaftsfähigen Phänomen gemausert.

Die Internetwährung Bitcoins stößt auf immer größeres Interesse: 36 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, das digitale Geld zu erwerben oder zu nutzen. Vor einem Jahr waren es noch 25 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Damit gibt es in Deutschland schon 25 Millionen potenzielle Nutzer, vergangenes Jahr waren es 19 Millionen. Bei Bitcoins handelt es sich um ein Zahlungsmittel, das unabhängig von Zentralbanken ausschließlich im Internet gehandelt wird.

Laut Umfrage sind die männlichen Befragten der digitalen Währung gegenüber deutlich aufgeschlossener als die weiblichen: Während sich 43 Prozent der Männer vorstellen können, Bitcoins zu erwerben oder zu nutzen, sind es bei den Frauen erst 30 Prozent. Auch zwischen den Altersgruppen gibt es deutliche Unterschiede: So ist bei den 14- bis 29-Jährigen gut jeder Zweite (53 Prozent) offen für das Internetgeld, bei den Befragten ab 65 Jahren erst jeder Sechste (17 Prozent).

„Bitcoins sind derzeit noch ein Nischen-Zahlungsmittel. Aber wir gehen davon aus, dass sich das Internetgeld in den nächsten Jahren als Ergänzung zu anderen Zahlungsmitteln etabliert“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. „Sowohl für Händler als auch für Kunden ist das digitale Verfahren aufgrund der niedrigen Transaktionsgebühren hochattraktiv. Wegen der Unabhängigkeit von Zentralbanken können Bitcoins außerdem in Krisenzeiten hilfreich sein.“ Kritiker weisen darauf hin, dass es sich bei Bitcoins nicht um eine sichere Geldanlage handelt.

Nasdaq erwartet, als erster grosser Börsenbetreiber die Technologie hinter Bitcoins zu benutzen, sobald ein Projekt in seinem Geschäftsbereich für Privatunternehmen im vierten Quartal live geschaltet wird.

Nasdaq arbeitet mit dem Infrastrukturanbieter Chain zusammen, um über die Blockchain Aktien von nicht börsennotierten Unternehmen auszugeben und zu handeln. Die Blockchain ist ein öffentliches Online-Verzeichnis aller Transaktionen und bildet das Rückgrat der Digitalwährung Bitcoin.

Die Technologie werde „für die Wall Street von grundlegender Bedeutung“ sein, sagte Nasdaq-Chef Bob Greifeld am Donnerstag. „Die Vorteile für die Branche sind immens und können nicht ignoriert werden.“

Befürworter der Software sagen, dass damit der Handel von allem Möglichen – von Aktien über Kredite bis hin zu Derivaten – beschleunigt und vereinfacht wird. Wall-Street-Profis hiessen in einer jüngeren Umfrage von Greenwich Associates die Blockchain gut; 94 Prozent sagten, sie könne im Finanzbereich eingesetzt werden.

Modernisierung administrativer Funktionen

„Wir planen auch künftig weitere Blockchain-Initiativen anzukündigen“, sagte Greifeld bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Die Anwendung der Blockchain-Technologie innerhalb des privaten Markts von Nasdaq zielt darauf ab, umständliche administrative Funktionen zu modernisieren, zu rationalisieren und wirklich abzusichern.“

Auch andere Firmen wollen sich die Technologie hinter Bitcoins zunutze machen. Symbiont will beispielsweise über die Blockchain Vermögenswerte schneller von Verkäufern auf Käufer übertragen, und sammelte im vergangenen Monat dafür 1,25 Mio. Dollar ein. An der Finanzierungsrunde beteiligten sich Branchenschwergewichte wie der frühere Chef der New York Stock Exchange Duncan Niederauer und der Ex-Manager von Citadel LLC Matt Andresen sowie zwei Mitbegründer der Hochfrequenzhandelsfirma Getco LLC, Dan Tierney und Stephen Schuler.

Unter den Unternehmen, die sich die Möglichkeiten der Blockchain im Finanzbereich anschauen, finden sich auch Digital Asset von Blythe Masters, eine ehemalige Bankerin von JPMorgan, sowie Blockstack, das von einstigen Mitarbeitern von Google und Nasdaq geleitet wird.

Grundlagen für neue Nutzer

Als neuer Nutzer können Sie mit Bitcoin loslegen ohne die technischen Details zu verstehen. Wenn Sie Ihre Wallet installiert haben, generiert es Ihre erste Bitcoin-Adresse und Sie können weitere erstellen, sobald welche benötigt werden. Sie können eine Ihrer Bitcoin-Adressen an Ihre Freunde weiter geben, so dass Sie Geld an jene senden können, oder umgekehrt. Tatsächlich verhält sich dies ähnlich wie bei E-Mails, nur das Bitcoin-Adressen nur einmalig verwendet werden sollten.

Kontostände – Blockkette

Die Blockkette ist ein gemeinsames öffentliches Buchungssystem, auf dem das gesamte Bitcoinnetzwerk basiert. Alle bestätigten Buchungen werden in der Blockkette gespeichert. Auf diese Art können Bitcoin Wallets ihren Kontostand berechnen und neue Transaktionen können nur ausgeführt werden, wenn die Bitcoins dem Sender tatsächlich gehören. Die Integrität und die chronologische Reihenfolge der Blockkette werden durch Kryptographie sichergestellt.

Transaktionen – private Schlüssel

Eine Transaktion ist ein Transfer eines Betrags zwischen Bitcoin-Wallets, der in die Blockkette eingetragen wird. Bitcoin-Wallets haben einen geheimen Datenblock der privater Schlüssel oder „Seed“ genannt wird, welcher verwendet wird, um Transaktionen zu signieren, indem ein mathematischer Beweis erbracht wird, dass sie vom Eigentümer der Wallet kommen. Die Signatur verhindert auch, dass die Transaktion nach dem Absenden von jemandem modifiziert werden kann. Alle Transaktionen werden unter den Nutzern verbreitet und innerhalb von 10 Minuten beginnt die Bestätigung durch das Netzwerk mit Hilfe einens Prozess, genannt Mining .

Verarbeitung – Mining

Mining ist ein verteiltes Konsens-System das verwendet wird, um wartende Transaktionen zu bestätigen, indem sie in die Blockkette aufgenommen werden. Es erzwingt eine chronologische Reihenfolge der Blockkette, schützt die Neutralität des Netzwerks und ermöglicht verschiedenen Computern, sich über den Status des Systems einig zu sein. Um bestätigt zu werden, müssen Transaktionen in einen Block gepackt werden. Dieser muss sehr strengen kryptographischen Regeln enstprechen, die durch das Netzwerk verifiziert werden. Diese Regeln verhindern, dass vorherige Blöcke modifiziert werden können, denn eine Änderung würde alle folgenden Blöcke ungültig machen. Mining erzeugt auch das Equivalent einer Lotterie mit starker Konkurrenz, die verhindert, dass eine Einzelperson einfach neue aufeinanderfolgende Blöcke in die Blockkette einfügen kann. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass keine Einzelpersonen kontrollieren können was in die Blockkette eingefügt wird, oder Teile der Blockkette modifizieren können, um eigene Ausgaben rückgängig zu machen.