Monthly Archives: April 2014

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Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Nach wie vor stütze die Ukraine-Krise die Preise, hieß es aus dem Handel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 108,35 US-Dollar. Das (Shenzhen: 002421.SZ – Nachrichten) waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um drei Cent auf 100,87 Dollar.

Neben der Ukraine-Krise rücken aber auch die wöchentlichen Daten zu den US-Ölreserven wieder stärker in den Fokus der Anleger und bremsen nach Einschätzung von Experten die Ölpreise. Am Mittwoch wird die US-Regierung die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche veröffentlichen. Experten rechnen mit dem 14. Anstieg der US-Ölreserven innerhalb von 15 Wochen.

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Im kommenden Jahr werde ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um zwei Prozent erwartet, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag in Berlin. Damit hält die Regierung an ihrer Prognose von Februar fest, als sie den Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt hatte.

Die deutsche Wirtschaft befinde sich „in einem soliden Aufschwung“, sagte Gabriel. Das Wachstum stehe „auf einem breiten und stabilen Fundament“, treibende Kraft sei dabei die Binnenwirtschaft. Wegen des anhaltenden Aufschwungs auf dem Arbeitsmarkt würden auch die Beschäftigung und die Einkommen weiter steigen. Es sei damit zu rechnen, dass die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte in diesem Jahr um 2,9 Prozent und im kommenden Jahr um 3,3 Prozent erneut kräftig zulegen würden.

Die Ukraine-Krise hat unterdessen die Stimmung deutscher Finanzexperten erneut gedämpft. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fielen im April im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Punkte auf 43,2 Punkte, teilte das ZEW am Dienstag mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 45,0 Punkte gerechnet. Die Wirtschaft habe sich zudem in den vergangenen Monaten so rasant entwickelt, dass das Tempo nun langsamer werde, sagte ZEW-Konjunkturexperte Jesper Riedler.

Die Beurteilung der aktuellen Lage hatte sich dagegen überraschend aufgehellt. Der Indikator stieg um 8,2 Punkte auf 59,5 Zähler auf den höchsten Stand seit Juli 2011. Volkswirte hatten hier nur mit einem Anstieg auf 51,5 Punkte gerechnet. Dabei machte sich laut Ökonomen die zuletzt gute Auftragslage sowie optimistische Stimmungsumfragen bei Unternehmen und Verbrauchern positiv bemerkbar.

Kurzzeitig war der deutsche Leitindex unter die Marke von 9400 Punkten gefallen. Am späten Nachmittag hellte sich die Stimmung der Anleger allerdings hierzulande auf, nachdem der Erholungsversuch der wichtigsten US-Aktienindizes an Stärke gewonnen hatte. Zum Handelsschluss stand beim Dax nur noch Minus von 0,21 Prozent auf 9490,79 Punkte zu Buche. Für den MDax ging es um 1,39 Prozent auf 16 253,55 Punkte nach unten. Hier machte sich unter anderem der prozentual zweistellige Kurseinbruch der Südzucker-Aktien bemerkbar. Der TecDax büßte 1,22 Prozent auf 1220,94 Punkte ein.

Eine Gruppe von Investoren und Pensionsfonds hat einem Bericht zufolge zwölf große internationale Banken, darunter die Deutsche Bank, in den USA wegen Wechselkursmanipulationen an den Devisenmärkten verklagt.

Die Klage sei am Montag bei einem Bezirksgericht in Manhattan Süd eingereicht worden, berichtet das „Wall Street Journal“ am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. Die Kläger stammen demnach aus den USA und von den Karibischen Inseln. Sie werfen den Banken laut „WSJ“ vor, sich mittels Kurznachrichtendiensten, SMS und E-Mail über Kurse abgesprochen zu haben.

Alle Kläger haben dem Bericht zufolge bereits einzeln Klage gegen die Banken eingereicht – die gemeinsame Klage soll ihren Vorwürfen mehr Gewicht verleihen.

Neben der Deutschen Bank sind in der Klage die US-Banken Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Bank of America aufgeführt, aus Großbritannien Barclays, die HSBC und die Royal Bank of Scotland, aus Frankreich die BNP Paribas und aus der Schweiz die UBS und die Credit Suisse.

Seit Herbst gehen Aufsichtsbehörden weltweit dem Verdacht von Wechselkursmanipulationen an den internationalen Devisenmärkten nach. Mehrere Großbanken haben bestätigt, dass sie von den Ermittlungen betroffen sind, darunter Citigroup und JPMorgan Chase sowie Barclays und UBS. Auch die Deutsche Bank arbeitet nach eigenen Angaben in dem Fall mit den Behörden zusammen.

Deutsche Bank suspendiert führende Händlerin

Einige Geldinstitute haben bereits Devisenhändler suspendiert oder entlassen. Mehreren aktuellen Berichten zufolge hat die Deutsche Bank im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt eine führende Händlerin in London vom Dienst suspendiert. Kai Lew, die für das Devisengeschäft mit Zentralbanken zuständig sei, habe bereits im März ihren Arbeitsplatz verlassen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe keine Hinweise auf ein Fehlverhalten. Eine Sprecherin der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab, Lew war zunächst nicht zu erreichen. Sie ist die erste Frau, die im Zuge der Ermittlungen freigestellt wurde. Bislang mussten weltweit etwa 30 Devisenhändler ihren Arbeitsplatz räumen.

Weltweit untersuchen Behörden seit rund einem Jahr, ob es am Devisenmarkt ähnlich wie beim Referenzzins Libor zu Manipulationen und verbotenen Absprachen von Händlern gekommen ist. Die Deutsche Bank gehört zu den dominierenden Akteuren im Devisengeschäft.

Dieses gilt mit einem täglichen Volumen von zuletzt rund fünf Billionen Dollar (3,6 Billionen Euro) als größter Finanzmarkt der Welt. Ein großer Teil des Handels findet dabei zwischen Finanzunternehmen über ihre Händler statt. Viele Institute wie die Deutsche Bank haben inzwischen interne Untersuchungen eingeleitet, um nach möglichen Verstößen in den eigenen Reihen zu fahnden.