Monthly Archives: Dezember 2013

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Google und Audi planen das Auto der Zukunft: Laut „Wall Street Journal“ soll der IT-Konzern Fahrzeuge des deutschen Autobauers mit seinem Betriebssystem Android ausstatten. Google versucht so, in einem lukrativen Zukunftsmarkt mit Apple gleichzuziehen.

Google und Audi planen laut „Wall Street Journal“ eine groß angelegte Kooperation. Unterhaltungs- und Informationssysteme in den Fahrzeugen sollen demnach künftig mit dem Google-Betriebssystem Android laufen. Kommende Woche wollen die Konzerne ihre Zusammenarbeit auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas offiziell vorstellen, berichtet die Zeitung.

Konkret gehe es um Musik, Navigation, Apps und andere Services, die Kunden von ihrem Smartphone kennen. Diese mobilen Dienste im Fahrzeug sind laut einer Studie des US-IT-Dienstleisters Accenture ein immer wichtigeres Argument beim Neuwagenkauf. Für 48 Prozent der Autofahrer in Deutschland seien elektronische Assistenzsysteme und die Informations- und Unterhaltungselektronik inzwischen sogar bedeutsamer als die Fahrleistungen.

Bereits jetzt setzt Audi in seinen Fahrzeugen auf ausgewählte Google-Anwendungen. So navigieren beispielsweise ein Großteil der Fahrzeuge bereits mit Hilfe von Google Earth und Google Street View. Mit seinem Vorstoß versucht Google zu Konkurrent Apple aufzuschließen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Google-Rivale seine Zusammenarbeit unter anderem mit General Motors, Daimler und BMW verkündet.

Die Münchener Rückversicherung sieht den geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) ohne größere Aufregung entgegen: Einen möglichen Schritt in die Negativzinsen muss der im Börsenleitindex Dax notierte Konzern offenbar nicht fürchten. „Wir haben am kurzen Ende der Zinsen ja heute schon negative Realzinsen“, sagte Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard dem Berliner „Tagesspiegel“.

„So gesehen macht es keinen so großen Unterschied mehr, ob eine Bank bei der EZB, wenn sie dort Geld einlegt, keine Zinsen bekommt oder sogar ein bisschen bezahlen muss.“ Die Entscheidung der Währungshüter hätte vor allem Symbolcharakter.

Die Debatte um Minuszinsen im Euroraum hält Experten bereits seit mehr als einem halben Jahr in Atem. Mitte Mai hatte Italiens Notenbankchef Ignazio Visco – der mit im Kreis der Euro-Währungshüter innerhalb des EZB-Rats sitzt – erstmals erwähnt, dass der Einlagesatz, zu dem Banken Geld bei der EZB parken können, durchaus auch unter null Prozent fallen könnte. Die Überlegungen wurden seitdem durch wiederholte Aussagen anderer hochrangiger Notenbanker bekräftigt.

In der Branche der Banken und Versicherer stießen diese Überlegungen bislang auf vehemente Kritik. Zuletzt hatte sich zum Beispiel Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen ausdrücklich gegen die Verhängung sogenannter „Strafzinsen“ ausgesprochen. Neben den Geldhäusern haben vor allem auch die Versicherer mit dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld zu kämpfen. Angesichts der schwachen Verzinsung klassischer Anlagen wie Tagesgeldkonten oder Anleihen sprechen Beobachter auf der Ebene der privaten Investoren mittlerweile von einem „Anlagenotstand“, der Anleger in riskantere Geschäfte treibe und zu einer „Flucht in die Sachwerte“ führe.
Keine Blase in Sicht

Trotz Höchstpreisen für deutsche Aktien und Immobilien sieht Bomhard jedoch noch keine Spekulationsblase. Der Dax insgesamt sei derzeit nicht überbewertet, und der deutsche Immobilienmarkt sei nicht so volatil wie in anderen Ländern. „Ich glaube deshalb nicht, dass der deutsche Immobilienmarkt irgendwann ins Bodenlose stürzt.“

Kritik übte Bomhard am Verbot von Erdgas-Bohrungen nach der Fracking-Methode in Deutschland. Die Politik hätte sich ergebnisoffen damit befassen sollen, aber „daran fehlt es derzeit in Deutschland“. In den USA versichere die Munich Re entsprechende Anlagen.