Bitcoins sind ein seit 2009 bestehendes, länderübergreifendes und dezentrales Zahlungsmittel. Ausgabe und Handel werden nicht von Staaten oder Banken kontrolliert und abgewickelt. Bitcoins sind virtuelle Einheiten und haben keinen physikalischen Wert.

Kern der Währung ist die sogenannte Blockchain. Sie ist – vereinfacht gesagt – ein gigantisches, digitales Kassenbuch, in dem jede Bitcoin-Bewegung festgehalten wird. Wenn man ein Produkt für 0,02 Bitcoins kauft, dann wird beim Bezahlen nichts vom Käufer zum Verkäufer weitergegeben. Stattdessen steht in der Blockchain, dass der Besitzer eines Bitcoins einen Bruchteil davon an einen neuen Besitzer überträgt.

Die Blockchain enthält keine Namen, sondern Bitcoin-Adressen, die keinen Rückschluss auf deren Besitzer erlauben. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn dem Besitzer Adresse samt dem geheimen Schlüssel abhandenkommen, sind die entsprechenden Bitcoins für ihn verloren.

Was können Bitcoins, was andere Zahlungsmittel nicht können?

Bitcoins werden über ein sogenanntes Peer-to-Peer-Netzwerk gehandelt – ein Netz, bei dem alle angeschlossenen Computer zusammenarbeiten. Selbst kleinste Bruchteile eines Bitcoins lassen sich handeln und mit Eigenschaften beschreiben. Etwa damit, dass sie einer Aktie eines bestimmten Unternehmens entsprechen oder nur für bestimmte Zwecke oder Produkte wie Grundnahrungsmittel ausgegeben werden dürfen. Bitcoins können sogar so programmiert werden, dass sie an den Ausgeber zurückgehen, wenn sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausgegeben werden.

Wie wird der Wert bestimmt?

Der Wert wird durch den freien Handel auf verschiedenen Bitcoin-Börsen bestimmt, also durch Angebot und Nachfrage. Erst vor Kurzem hat die Bitcoin-Börse Bitstamp in Luxemburg eine Zulassung erhalten. Als erste ihrer Art kann sie den Tausch von Bitcoins EU-weit rechtssicher anbieten. Derzeit haben Bitcoins ein Handelsvolumen von etwa zehn Milliarden US-Dollar. Sie sind das bedeutendste digitale Zahlungsmittel. Weitere sind Ethereum (860 Millionen Dollar), Ripple (235) oder Litecoin (190).

Wie viel ist ein Bitcoin wert?

Der Kurs ändert sich laufend: Ende 2013 kletterte er auf über 1100 Dollar und dürfte einige Bitcoin-Pioniere zu Millionären gemacht haben. Denn im Sommer 2012 kostete ein Bitcoin weniger als zehn Dollar, zwei Jahre davor nur wenige US-Cent. Nach dem Hackerangriff in Hongkong fiel der Wert von umgerechnet 590 auf 480 Euro. Am Donnerstag erholte er sich wieder.

Wie bezahle ich mit Bitcoins?

Bezahlvorgänge sind via Internet möglich. Dazu brauchen Nutzer eine sogenannte Client-Software, die sie sich aus dem Netz herunterladen können. Aufgrund der großen Datenmenge kann das sehr lange dauern. In dem Client tauchen die eigene Bitcoin-Adresse – eine lange Folge von Buchstaben und Zahlen – und die später erworbenen Bitcoins auf. Um Geld zu überweisen, reicht die Angabe von Summe und Empfängeradresse in der Software.

05.08.2016, 09:05
Technik
Die digitale Währung Bitcoin – und wie sie funktioniert

Foto: Jens Kalaene / dpa
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Von Jan Mölleken

Ein spektakulärer Diebstahl sorgt für Aufsehen. Sind Bitcoins ein Zahlungsmittel der Zukunft oder einfach nur unsichere Spielerei?

Berlin. Es ist einer der größten Diebstähle in der Geschichte der noch jungen Währung: Hacker sind in der Nacht zu Mittwoch in die Bitfinex-Börse in Hongkong eingebrochen und haben Bitcoins im Wert von mehr als 60 Millionen Euro gestohlen. Der Kurs des digitalen Zahlungsmittels sackte ab.

Was sind Bitcoins und wie funktionieren sie?

Bitcoins sind ein seit 2009 bestehendes, länderübergreifendes und dezentrales Zahlungsmittel. Ausgabe und Handel werden nicht von Staaten oder Banken kontrolliert und abgewickelt. Bitcoins sind virtuelle Einheiten und haben keinen physikalischen Wert.

Kern der Währung ist die sogenannte Blockchain. Sie ist – vereinfacht gesagt – ein gigantisches, digitales Kassenbuch, in dem jede Bitcoin-Bewegung festgehalten wird. Wenn man ein Produkt für 0,02 Bitcoins kauft, dann wird beim Bezahlen nichts vom Käufer zum Verkäufer weitergegeben. Stattdessen steht in der Blockchain, dass der Besitzer eines Bitcoins einen Bruchteil davon an einen neuen Besitzer überträgt.

Die Blockchain enthält keine Namen, sondern Bitcoin-Adressen, die keinen Rückschluss auf deren Besitzer erlauben. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn dem Besitzer Adresse samt dem geheimen Schlüssel abhandenkommen, sind die entsprechenden Bitcoins für ihn verloren.

Was können Bitcoins, was andere Zahlungsmittel nicht können?

Bitcoins werden über ein sogenanntes Peer-to-Peer-Netzwerk gehandelt – ein Netz, bei dem alle angeschlossenen Computer zusammenarbeiten. Selbst kleinste Bruchteile eines Bitcoins lassen sich handeln und mit Eigenschaften beschreiben. Etwa damit, dass sie einer Aktie eines bestimmten Unternehmens entsprechen oder nur für bestimmte Zwecke oder Produkte wie Grundnahrungsmittel ausgegeben werden dürfen. Bitcoins können sogar so programmiert werden, dass sie an den Ausgeber zurückgehen, wenn sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht ausgegeben werden.

Wie wird der Wert bestimmt?

Der Wert wird durch den freien Handel auf verschiedenen Bitcoin-Börsen bestimmt, also durch Angebot und Nachfrage. Erst vor Kurzem hat die Bitcoin-Börse Bitstamp in Luxemburg eine Zulassung erhalten. Als erste ihrer Art kann sie den Tausch von Bitcoins EU-weit rechtssicher anbieten. Derzeit haben Bitcoins ein Handelsvolumen von etwa zehn Milliarden US-Dollar. Sie sind das bedeutendste digitale Zahlungsmittel. Weitere sind Ethereum (860 Millionen Dollar), Ripple (235) oder Litecoin (190).

Wie viel ist ein Bitcoin wert?

Der Kurs ändert sich laufend: Ende 2013 kletterte er auf über 1100 Dollar und dürfte einige Bitcoin-Pioniere zu Millionären gemacht haben. Denn im Sommer 2012 kostete ein Bitcoin weniger als zehn Dollar, zwei Jahre davor nur wenige US-Cent. Nach dem Hackerangriff in Hongkong fiel der Wert von umgerechnet 590 auf 480 Euro. Am Donnerstag erholte er sich wieder.

Wie bezahle ich mit Bitcoins?

Bezahlvorgänge sind via Internet möglich. Dazu brauchen Nutzer eine sogenannte Client-Software, die sie sich aus dem Netz herunterladen können. Aufgrund der großen Datenmenge kann das sehr lange dauern. In dem Client tauchen die eigene Bitcoin-Adresse – eine lange Folge von Buchstaben und Zahlen – und die später erworbenen Bitcoins auf. Um Geld zu überweisen, reicht die Angabe von Summe und Empfängeradresse in der Software.

Besonders bequem sollen Bezahlvorgänge mit einer speziellen Wallet-App fürs Smartphone sein – ein Programm, das als digitale Geldbörse für Bitcoins fungiert. Damit lassen sich Bitcoin-Adresse und Betrag als QR-Code auf dem Handydisplay ausgeben oder als Preisschild ausdrucken. Zum Bezahlen muss der Code gescannt und bestätigt werden. Alternativ kann man auch die Bitcoin-Adresse des Empfängers per Hand eingeben. Bislang akzeptieren nur wenige Händler im Netz Bitcoins als Zahlungsmittel.

Wo kann ich Bitcoins kaufen oder verkaufen?

Bitcoins können ganz oder in Teilen bei zahlreichen Handelsplätzen erworben und wieder in eine Währung wie Euro oder Dollar umgetauscht werden. Die Anmeldung bei einer Bitcoin-Börse samt Bestätigung der Daten ist deutlich aufwendiger als etwa bei einem normalen Onlineshop.

Wie sicher sind Bitcoins?

Der Bitcoin-Kern, die Blockchain, gilt als sehr sicher, weil das derzeit rund 75 Gigabyte große Register dezentral aufgebaut ist. Es lagert also nicht auf einem Server, etliche Kopien davon sind auf den Computern Tausender Bitcoin-Nutzer hinterlegt und werden überall aktualisiert. Die Transaktionsdaten in der Blockchain werden zudem zu Blöcken zusammengefasst und mit Prüfsummen versehen. Das stellt sicher, dass weder der Block selbst, noch die Blöcke davor unbemerkt verändert werden können. Außerdem ist jede Transaktion mit ausgeklügelter Verschlüsselungstechnik geschützt. Eine Bitcoin-Transaktion wird vom Sender mit dessen geheimem Schlüssel signiert – dank des dazugehörigen öffentlichen Schlüssels lässt sich nachprüfen, dass auch wirklich der Absender hinter der Transaktion steckt.

Problematischer als das Bitcoin-System sind die Handelsbörsen, die Clients und Apps. Sie sind von Hackern mehrfach erfolgreich angegriffen worden. Experten raten zu umfangreichen Sicherungsmaßnahmen

Alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Belohnung, die erfolgreiche Bitcoin-Miner für ihre Schürfarbeit bekommen. Seit Samstag sind es nur noch 12,5 Bitcoin.

Bitcoinminer erhalten ab jetzt nur noch 12,5 statt 25 Bitcoin, wenn sie einen Datenblock in das dezentrale Kassenbuch der Blockchain eintragen (aktuell rund 7315 Euro). Mit Erreichen des Blocks Nummer 420.000, eingetragen von einem Miner aus dem Pool F2Pool, halbierte sich die Belohnung am gestrigen Samstagnachmittag. Der im Protokoll der Kryptowährung verankerte Mechanismus sieht eine solche Halbierung alle 210.000 Blöcke vor.

Die von manchen Beobachtern befürchteten drastischen Kursstürze oder Abfälle in der zum Mining versammelten Hashingleistung sind bislang nicht eingetreten. Der Bitcoinpreis liegt zur Stunde etwas unter 650 US-Dollar.
Begrenzt auf 21 Millionen Bitcoins

Der als Mining bezeichnete Prozess dient zur Verarbeitung von Transaktionen im Netzwerk des Bitcoin. Die Teilnehmer lassen ihre Rechner um die Wette einen Hashwert suchen. Wer als erstes zum Ergebnis kommt, darf einen Datenblock mit Transaktionen in die Blockchain eintragen und dafür neue Bitcoins einstreichen. Mit dieser Belohnung wird nicht nur ein Anreiz für die verausgabte Rechnerleistung gegeben – sie dient auch zur Geldschöpfung des banken- und staatenlosen Kryptogelds. Da die Geldmenge auf 21 Millionen Bitcoin begrenzt ist, muss sich die Belohnung jedoch im Laufe der Zeit reduzieren.

Ursprünglich waren dies 50 Bitcoin, zwei Halbierungen sind nun bereits absolviert, die nächste auf 6,25 Bitcoin wird im Sommer 2020 erwartet. Endgültig soll schätzungsweise im Jahr 2100 Schluss mit neu geschürften Bitcoins sein; die abnehmende Belohnung aus dem System soll nach und nach durch Transaktionsgebühren von den Nutzern ersetzt werden. Derzeit sind bereits über 15 Millionen Bitcoin im Umlauf, mehr als zwei Drittel der vorgesehenen Geldmenge also schon erreicht.
90 Prozent der Erzeugungskosten für Strom

Ob es noch mittelfristig Auswirkungen gibt, bleibt zu abzuwarten. Miner können natürlich jederzeit ihre ASIC-Hardware abschalten, wenn Stromkosten und Belohnung in keinem rentablen Verhältnis mehr stehen. „Das wichtigste ist es, der effizienteste Miner zu sein“, erklärte Marco Streng, Mitgründer der Firma Genesis Mining, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen betreibt unter anderem Mining-Anlagen im Rechenzentrumsstil in Island, Kanada und den USA. Den Erzeugungspreis pro Bitcoin gibt Streng mit 200 US-Dollar an. Generell mache Strom 90 bis 95 Prozent der Kosten aus, zitiert der Bericht Valery Vavilov, Chef des Mining-Hardware-Herstellers Bitfury, der selbst im großen Stil schürft.

Sollte die Hashingleistung stark absinken, dürfte es mindestens für mehrere Tage Stau bei der Verarbeitung von Transaktionen geben. Zumindest bis die nächste Anpassung erreicht ist: Im Bitcoinprotokoll ist vorgesehen, dass sich die Schwierigkeit der Mining-Berechnung rund alle 14 Tage den Veränderungen der Miningleistung angleicht. „Wenn andere das Handtuch schmeißen und den Markt verlassen, bleibt ein größeres Stück vom Kuchen für uns“, zeigte sich Streng gegenüber Reuters zuversichtlich.

Insgesamt wurde die Halbierung in der Bitcoin-Community vielerorts enthusiastisch gefeiert. Viele setzen wohl darauf, dass mit abnehmender Zufuhr frischer Bitcoins die bereits bestehenden Kryptomünzen an Wert zulegen.

Es ist nur ein kleiner Schritt für die Schweizer Stadt Zug. Für die Menschheit könnte es ein großer sein. In der vergangenen Woche hat die dortige Stadtverwaltung die Internetwährung Bitcoin anerkannt. Zum ersten Mal akzeptiert eine Behörde Geld, das im Internet entstanden ist, und das alle Bedingungen einer eigenen neuen Währung erfüllt. Die Kunden vertrauen dieser Währung, ohne dass eine Regierung sie garantiert. Darin liegen große Chancen – und große Risiken.

In Zug kann man seine Gebühren von nun an mit Bitcoins bezahlen – probeweise erst einmal bis zum Ende des Jahres, und begrenzt auf Summen bis zu 200 Franken. Für die Stadt Zug ist das ein freundliches Signal an die vielen Unternehmen, die sich mit der Bitcoin-Technologie beschäftigen. Sie heißt Blockchain. Diese Technik ermöglicht einen weltweiten, sekundenschnellen und vor allem sicheren Austausch von Werten, ohne dass Notare, Finanzmakler oder Banken mitkassieren. Tausende registrierte Nutzer garantieren und kontrollieren die Währung in einem komplizierten Verfahren, das Betrug unmöglich machen soll. Die Stadt Zug glaubt, dass die Blockchain-Unternehmen die Finanzwelt revolutionieren werden. Wahrscheinlich liegen die Schweizer damit richtig.

Der Bitcoin-Kurs erreichte heute ein neues Jahreshoch 2015 und steigt seither weiter. Der aktuelle Kurs liegt derzeit bei 445 US-Dollar bzw. 405 Euro (Coindesk BPI).

Alleine in den letzten vier Tagen konnte der Preis pro BTC um erstaunliche 36% bzw. 115 USD zulegen. Am 8. Dezember lag der Kurs noch bei 320 US-Dollar. An einigen ausgewählten Bitcoin-Börsen erreichte der Kurs am 4. November zwar bereits kurzzeitig die 500 Dollar Marke, fiel dann aber wieder rasant unter die 400 Dollar Marke.

Die Rallye wird begleitet von einem rekordverdächtigen Handelsvolumen. Am 5. Dezember wurden an allen von Bitcoinity aufgezeichneten Börsen 3,49 Millionen Bitcoins gehandelt. Damit wurde der Rekord vom 26. November mit 2,86 BTCs gebrochen. Seither verbucht Bitcoin ein stabiles Handelsvolumen um die 2 Mio Bitcoins pro Tag.

Der Preis pro Bitcoin konnte heute erstmals nach wieder nach 4 Wochen die 400 US-Dollar Marke knacken und erreicht damit ein neues Monatshoch.

Die Höchstmarke von 402.30 US-Dollar am 06. Dezember wurde seit dem 05. November nicht mehr erreicht. Vor genau einem Monat lag der Bitcoin Kurs aUnd der

uf allen bekannten Bitcoin-Börsen, darunter Bitstamp, Bitfinex, Coinbase, OKCoin und itBit, bei 447,25 US-Dollar.

Der größte Preis-Run konnte am 05. Dezember um 22:30 Uhr (UTC) beobachtet werden. Hier stieg der Bitcoin-Kurs abrupt von 377,49 USD in nur knapp 10 Minuten auf 385,93 USD. Der Kursverlauf setzte sich im Laufe des 06. Dezember weiter fort und konnte bisher ein Kursplus von 3% erreichen

Seit einigen Jahren machen sie schon Furore: Bitcoins. Diese Parallelwährung wird vor allem im Internet verwendet, die Bezahlung damit ist absolut anonym, keine Zentralbank steuert sie, und die Zahl der digitalen Geldeinheiten kann nicht beliebig vermehrt werden.

Viele Kritiker der herrschenden Geldpolitik, die sich derzeit vor allem durch immer schneller rotierende Notenpressen auszeichnet, sehen darin folglich eine Alternative.

Doch sind es wirklich vor allem freiheitlich denkende Geister, die Bitcoins in der Realität nutzen? Oder dienen sie vielleicht ganz anderen Zwecken? Diesen Fragen gingen Aaron Yelowitz und Matthew Wilson von der Ökonomischen Fakultät der Universität von Kentucky nach. Und die Ergebnisse, die sie nun veröffentlicht haben, dürften manchen zu denken geben.

Nicht beliebig vermehrbar

Die virtuellen Münzen wurden 2009 aus der Taufe gehoben, von wem, das ist bis heute nicht ganz klar. Geschaffen werden die Einheiten in einem dezentralen, weltweiten Rechnernetzwerk mithilfe einer speziellen Software.

Dabei ist genau festgelegt, wie viele neue Bitcoins entstehen können, und diese Zahl nimmt im Laufe der Zeit stetig ab – ganz anders als bei den Notenbanken, wo einzelne Personen über die Schaffung neuen Geldes entscheiden. 14,5 Millionen der virtuellen Münzen gibt es derzeit, mit einem Wert von umgerechnet rund vier Milliarden Dollar.

Über kryptografische Techniken wird beim Bezahlen mit Bitcoins einerseits sichergestellt, dass jede digitale Einheit nicht mehrfach benutzt wird. Andererseits wird auf diese Weise aber auch der Bezahlvorgang anonymisiert – es lässt sich nicht nachvollziehen, wer die Bitcoins genutzt hat, ähnlich wie beim Bargeld. Das macht es daher auch für die ökonomische Analyse schwer.

Wissenschaftliche Untersuchung auf Umwegen

Diese Tatsache versuchten die Ökonomen der Universität Kentucky jedoch zu umgehen, indem sie Daten von Google Trends heranzogen. Sie untersuchten dabei, mit welchen anderen Schlagworten zusammen die Nutzer der Suchmaschine das Wort „Bitcoins“ suchten.

Sie waren sich, wie sie schreiben, dabei der Tatsache bewusst, dass eine solche Suche im Internet noch nicht auf eine entsprechende Nutzung der Bitcoins hinweist. Sie verweisen jedoch auf andere Studien, die starke Korrelationen zwischen Google-Suchen und deren Bezug zur Realität bei anderen Themen fanden.

Die Ökonomen gingen dabei von vier möglichen Nutzergruppen aus, die bislang in der Öffentlichkeit als typische Bitcoin-Verwender vermutet wurden: Computer-Enthusiasten, spekulative Investoren, politisch denkende Menschen, die sich gegen die Notenbank-Politik wenden, sowie Kriminelle. Diesen Gruppen gingen sie durch die Wahl entsprechender Schlagworte bei Google Trends in Kombination mit dem Begriff „Bitcoins“ nach.

Computer-Nerds und Kriminelle sind Bitcoin-Fans

Das Ergebnis fiel dabei recht eindeutig aus. „Wir fanden klare Hinweise, dass Computer-Enthusiasten und Kriminelle für das Interesse an Bitcoins entscheidend sind“, schreiben die Wissenschaftler. Dagegen finden sie „kaum oder gar keine Hinweise, dass politische oder investmentgetriebene Motive“ dieses Interesse befeuern.

Dass bei Computer-Fans das Interesse an Bitcoins hoch ist, überrascht dabei nicht. Schließlich sind es Programmierer, welche die digitale Währung geschaffen haben und letztlich auch verwalten. Mit ihren Rechnerkapazitäten „schürfen“ sie die neuen virtuellen „Münzen“ und bringen sie in Umlauf.

Dass auch Kriminelle die anonyme Währung gerne nutzen, ist ebenso naheliegend. Schließlich hatte das amerikanische FBI erst im Herbst 2013 den Internet-Marktplatz „Silk Road“ geschlossen, der im Anonymisierungsnetzwerk Tor mit Drogen, Waffen und anderen illegalen Gütern handelte, alles bezahlbar in Bitcoins.

Chinesische Zentralbank hat Bitcoins schon verboten

Nach dieser Aktion fiel der Bitcoin-Wechselkurs gegenüber dem Dollar auch um fast ein Viertel. Seither gibt es auch immer wieder Äußerungen von Politikern oder Notenbanken, welche die Legalität von Bitcoin-Transaktionen generell infrage stellen. Die chinesische Zentralbank beispielsweise hat die digitalen Münzen als Zahlungsmittel komplett verboten.

Dass die beiden anderen untersuchten Gruppen, also einerseits Kritiker der Notenbankpolitik und andererseits spekulativ orientierte Investoren, jedoch die Parallelwährung offenbar nur in geringem Maße schätzen und nutzen, dürfte doch die meisten Beobachter verwundern. Offenbar gibt es außerhalb der Klientel der Kriminellen doch nur ein geringes echtes Interesse an der Anonymität dieser digitalen Währung.

Bitcoins haftet das Image von illegalen Geldtransaktionen im Internet an. Seit Satoshi Nakamoto die digitale Währung in einem Whitepaper thematisiert hat, haben sich Bitcoins zu einem gesellschaftsfähigen Phänomen gemausert.

Die Internetwährung Bitcoins stößt auf immer größeres Interesse: 36 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, das digitale Geld zu erwerben oder zu nutzen. Vor einem Jahr waren es noch 25 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Damit gibt es in Deutschland schon 25 Millionen potenzielle Nutzer, vergangenes Jahr waren es 19 Millionen. Bei Bitcoins handelt es sich um ein Zahlungsmittel, das unabhängig von Zentralbanken ausschließlich im Internet gehandelt wird.

Laut Umfrage sind die männlichen Befragten der digitalen Währung gegenüber deutlich aufgeschlossener als die weiblichen: Während sich 43 Prozent der Männer vorstellen können, Bitcoins zu erwerben oder zu nutzen, sind es bei den Frauen erst 30 Prozent. Auch zwischen den Altersgruppen gibt es deutliche Unterschiede: So ist bei den 14- bis 29-Jährigen gut jeder Zweite (53 Prozent) offen für das Internetgeld, bei den Befragten ab 65 Jahren erst jeder Sechste (17 Prozent).

„Bitcoins sind derzeit noch ein Nischen-Zahlungsmittel. Aber wir gehen davon aus, dass sich das Internetgeld in den nächsten Jahren als Ergänzung zu anderen Zahlungsmitteln etabliert“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. „Sowohl für Händler als auch für Kunden ist das digitale Verfahren aufgrund der niedrigen Transaktionsgebühren hochattraktiv. Wegen der Unabhängigkeit von Zentralbanken können Bitcoins außerdem in Krisenzeiten hilfreich sein.“ Kritiker weisen darauf hin, dass es sich bei Bitcoins nicht um eine sichere Geldanlage handelt.

Nasdaq erwartet, als erster grosser Börsenbetreiber die Technologie hinter Bitcoins zu benutzen, sobald ein Projekt in seinem Geschäftsbereich für Privatunternehmen im vierten Quartal live geschaltet wird.

Nasdaq arbeitet mit dem Infrastrukturanbieter Chain zusammen, um über die Blockchain Aktien von nicht börsennotierten Unternehmen auszugeben und zu handeln. Die Blockchain ist ein öffentliches Online-Verzeichnis aller Transaktionen und bildet das Rückgrat der Digitalwährung Bitcoin.

Die Technologie werde „für die Wall Street von grundlegender Bedeutung“ sein, sagte Nasdaq-Chef Bob Greifeld am Donnerstag. „Die Vorteile für die Branche sind immens und können nicht ignoriert werden.“

Befürworter der Software sagen, dass damit der Handel von allem Möglichen – von Aktien über Kredite bis hin zu Derivaten – beschleunigt und vereinfacht wird. Wall-Street-Profis hiessen in einer jüngeren Umfrage von Greenwich Associates die Blockchain gut; 94 Prozent sagten, sie könne im Finanzbereich eingesetzt werden.

Modernisierung administrativer Funktionen

„Wir planen auch künftig weitere Blockchain-Initiativen anzukündigen“, sagte Greifeld bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Die Anwendung der Blockchain-Technologie innerhalb des privaten Markts von Nasdaq zielt darauf ab, umständliche administrative Funktionen zu modernisieren, zu rationalisieren und wirklich abzusichern.“

Auch andere Firmen wollen sich die Technologie hinter Bitcoins zunutze machen. Symbiont will beispielsweise über die Blockchain Vermögenswerte schneller von Verkäufern auf Käufer übertragen, und sammelte im vergangenen Monat dafür 1,25 Mio. Dollar ein. An der Finanzierungsrunde beteiligten sich Branchenschwergewichte wie der frühere Chef der New York Stock Exchange Duncan Niederauer und der Ex-Manager von Citadel LLC Matt Andresen sowie zwei Mitbegründer der Hochfrequenzhandelsfirma Getco LLC, Dan Tierney und Stephen Schuler.

Unter den Unternehmen, die sich die Möglichkeiten der Blockchain im Finanzbereich anschauen, finden sich auch Digital Asset von Blythe Masters, eine ehemalige Bankerin von JPMorgan, sowie Blockstack, das von einstigen Mitarbeitern von Google und Nasdaq geleitet wird.

Grundlagen für neue Nutzer

Als neuer Nutzer können Sie mit Bitcoin loslegen ohne die technischen Details zu verstehen. Wenn Sie Ihre Wallet installiert haben, generiert es Ihre erste Bitcoin-Adresse und Sie können weitere erstellen, sobald welche benötigt werden. Sie können eine Ihrer Bitcoin-Adressen an Ihre Freunde weiter geben, so dass Sie Geld an jene senden können, oder umgekehrt. Tatsächlich verhält sich dies ähnlich wie bei E-Mails, nur das Bitcoin-Adressen nur einmalig verwendet werden sollten.

Kontostände – Blockkette

Die Blockkette ist ein gemeinsames öffentliches Buchungssystem, auf dem das gesamte Bitcoinnetzwerk basiert. Alle bestätigten Buchungen werden in der Blockkette gespeichert. Auf diese Art können Bitcoin Wallets ihren Kontostand berechnen und neue Transaktionen können nur ausgeführt werden, wenn die Bitcoins dem Sender tatsächlich gehören. Die Integrität und die chronologische Reihenfolge der Blockkette werden durch Kryptographie sichergestellt.

Transaktionen – private Schlüssel

Eine Transaktion ist ein Transfer eines Betrags zwischen Bitcoin-Wallets, der in die Blockkette eingetragen wird. Bitcoin-Wallets haben einen geheimen Datenblock der privater Schlüssel oder „Seed“ genannt wird, welcher verwendet wird, um Transaktionen zu signieren, indem ein mathematischer Beweis erbracht wird, dass sie vom Eigentümer der Wallet kommen. Die Signatur verhindert auch, dass die Transaktion nach dem Absenden von jemandem modifiziert werden kann. Alle Transaktionen werden unter den Nutzern verbreitet und innerhalb von 10 Minuten beginnt die Bestätigung durch das Netzwerk mit Hilfe einens Prozess, genannt Mining .

Verarbeitung – Mining

Mining ist ein verteiltes Konsens-System das verwendet wird, um wartende Transaktionen zu bestätigen, indem sie in die Blockkette aufgenommen werden. Es erzwingt eine chronologische Reihenfolge der Blockkette, schützt die Neutralität des Netzwerks und ermöglicht verschiedenen Computern, sich über den Status des Systems einig zu sein. Um bestätigt zu werden, müssen Transaktionen in einen Block gepackt werden. Dieser muss sehr strengen kryptographischen Regeln enstprechen, die durch das Netzwerk verifiziert werden. Diese Regeln verhindern, dass vorherige Blöcke modifiziert werden können, denn eine Änderung würde alle folgenden Blöcke ungültig machen. Mining erzeugt auch das Equivalent einer Lotterie mit starker Konkurrenz, die verhindert, dass eine Einzelperson einfach neue aufeinanderfolgende Blöcke in die Blockkette einfügen kann. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass keine Einzelpersonen kontrollieren können was in die Blockkette eingefügt wird, oder Teile der Blockkette modifizieren können, um eigene Ausgaben rückgängig zu machen.

Wer viel verdienen will, sollte sich für bestimmte Fächer entscheiden. Allerdings spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wenn es um das spätere Gehalt geht. Dazu zählt auch Leidenschaft.

Geld oder Neigung? Vor dieser Frage stehen viele Abiturienten, wenn es um die Wahl des Studienfachs geht. Viele entscheiden sich für ein Fach, das sie interessiert. „Geld ist mir nicht so wichtig“, heißt es dann. Doch beim Berufseinstieg staunt manch einer dann nicht schlecht, dass der Schulfreund in seinem Job ein Drittel mehr verdient. Und plötzlich ist Geld doch wichtig.

Bei der Studienwahl ist für viele das Interesse am Thema entscheidend, sagt Kolja Briedis. Er ist Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Doch was wäre, wenn Studenten sich einzig an den Verdienstmöglichkeiten orientieren würden?

„Ginge es ausschließlich nach dem Gehalt, sollte man sich für ein Studium der Ingenieurwissenschaften, Medizin oder für Naturwissenschaften entscheiden“, sagt Kerstin Koose. Sie ist Beraterin bei der Gehaltsdatenbank Personalmarkt.

So kommen Absolventen der Ingenieurwissenschaften im Durchschnitt auf rund 51.000 Euro brutto pro Jahr, Mediziner auf 50.000 und Naturwissenschaftler auf rund 49.000 Einstiegsgehalt.

Bei Jura entscheidet die Note über das Gehalt

Juristen können ebenfalls mit hohen Einstiegsgehältern rechnen, so lange sie nicht bei einer sehr kleinen Firma oder Kanzlei anfangen. Bei Jura-Absolventen ist die Note entscheidend, erläutert Kolja Briedis. „Mit einem Prädikatsexamen kann man in den Staatsdienst oder in die großen Kanzleien mit entsprechenden Karrieremöglichkeiten einsteigen.“

Wer mit einem durchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen Examen abschließt, hat diese Möglichkeit nicht. „Viele entscheiden sich dann für die Selbstständigkeit oder den Einstieg ins Unternehmen.“ Da zähle eher die Funktion als das Studium über das Einstiegsgehalt.

Informatik und Mathematik seien ebenfalls erfolgsversprechende Studiengänge, sagt Kerstin Koose: „Der Bedarf an Informatikern ist sehr hoch und der Studienabschluss oft weniger ausschlaggebend als spezielle Programmierkenntnisse.“

Lohnenswert ist nach wie vor außerdem ein Doktortitel: „Promovierte verdienen in fast allen Fächern im Durchschnitt besser“, erklärt Kolja Briedis.

Geht es nur nach dem Einstiegsgehalt, ist auch klar, für welche Branche sich Absolventen entscheiden müssen. Top-Branchen sind Chemie und Verfahrenstechnik, die Autoindustrie, Banken, Luftfahrt sowie die Pharmaindustrie. Hier liegen die durchschnittlichen Einstiegsgehälter zwischen rund 50.000 und 54.000 Euro pro Jahr.

In diesen Bereichen bekommen Absolventen studienfachübergreifend mehr Geld als in anderen, erklärt Koose. „Ein BWler wird in der Industrie mehr verdienen als beispielsweise in der Touristik- oder Reisebranche.“ Dort liegen die durchschnittlichen Einstiegsgehälter bei rund 32.000 Euro.

Schließlich spielt die Unternehmensgröße bei der Höhe des Einstiegsgehalts eine Rolle, erläutert Karrierecoach und Buchautor Martin Wehrle. „Die Gehälter fallen umso höher aus, je größer ein Unternehmen ist.“

Großkonzerne zahlen etwa 15 Prozent mehr als kleine Firmen. Dies gelte aber nicht für alle Mittelständler, sagt Wehrle: „Einige Hidden Champions, die in dörflichen Regionen sitzen, locken Absolventen mit ähnlichen Gehältern wie Konzerne.“

Im Südwesten verdient man am besten

Bei den Einstiegsgehältern zählen auch regionale Unterschiede: „Pauschal kann man von einem Nord-Süd und einem Ost-West-Gefälle sprechen“, sagt Koose von Personalmarkt. Ein Absolvent in München verdient meist mehr als ein Studienkollege in Schwerin.

Auslandserfahrungen und Praktika können das Einstiegsgehalt ebenfalls beeinflussen. „Je mehr praktische Erfahrung ich habe, desto besser die Verhandlungsposition“, sagt Wehrle. Denn alles was ein Bewerber mitbringt, muss er nicht mehr während der Arbeitszeit lernen: „Das honorieren Firmen.“

Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler müssen sich auf geringere Gehaltsaussichten einstellen. Ein Sprach- und Kulturwissenschaftler kommt auf durchschnittlich rund 33.000 Euro Einstiegsgehalt.

Doch auch diese Absolventen können ihre Verhandlungsposition verbessern: „Ein Geisteswissenschaftler sollte sich nicht über sein Studienfach, sondern über seine Kompetenzen verkaufen“, rät Wehrle.

Auch wenn diese Zahlen interessant sind: Wer sich für ein Studium entscheidet, sollte die Gehaltsaussichten generell nicht in den Mittelpunkt seiner Studienwahl stellen.

„Wer nur darauf schaut, was er wo verdienen kann, macht sich möglicherweise schon während des Studiums unglücklich“, warnt Kolja Briedis. Denn die Inhalte machen ihm keinen Spaß.

Wer dagegen auf sein Herz hört und mit Leidenschaft arbeitet, wird früher oder später auch finanziell erfolgreich sein.