Die israelische Regierung möchte Bitcoin-Verkäufe mit einer Kapitalertragsteuer belegen. Laut einem Statement der israelischen Steuerbehörde sollen Bitcoin und andere digitale Währungen wie immaterielle Vermögensgegenstände und nicht wie Devisen behandelt werden.

Demnach werden Kapitalerträge in Israel mit einem Steuersatz ab 25 % besteuert. So heißt es von der Steuerbehörde:

“… und deswegen werden Bitcoins, im Rahmen der Einkommensteuerverordnung, als Vermögensgegenstände kategorisiert, sodass sich deren Verkauf und dessen Kapitalerträge an Vermögensgegenständen orientiert.”

Einzelpersonen, die am kommerziellen Verkauf oder Mining digitaler Währungen beteiligt sind, werden mit einer Gewerbesteuer belegt. Auch wird bei kommerziellen Bitcoin-Transaktionen die Mehrwertsteuer fällig.

Bereits vor drei Jahren hat Israel angekündigt, dass nach Besteuerungsmöglichkeiten für Bitcoin gesucht werde. Die gegenwärtigen Steuerbeschlüsse Israels scheinen sich stark an denen der US-Steuerbehörden aus dem Jahr 2014 zu orientieren, die ebenfalls Bitcoin als eine Art versteuerbaren Vermögensgegenstand klassifiziert haben.

Der Jahreswechsel ist die Zeit für viele gute Absichten. Warum nicht auch ein paar gute Vorsätze für das Ersparte fassen? Es besser machen als 2016. Und die alten Fehler meiden. Ein Plädoyer für bessere Geldanlage.

Pünktlich zum neuen Jahr ist es wieder soweit: Die guten Vorsätze haben Hochkonjunktur. Gesündere Ernährung, mehr Sport, weniger Arbeit, mehr Zeit für die Familie – das sind wohl die Klassiker. Doch ein Thema wird dabei meistens ausgespart: die privaten Finanzen. Dabei könnte das Ersparte ein wenig Fürsorge und ein paar gute Vorsätze gebrauchen. Auch wenn die Deutschen immer reicher werden.

Unser Vermögen beläuft sich nach Angaben der Bundesbank auf mehr als 5,3 Billionen Euro. „Die Deutschen sind in der Tat fleißige Sparer, aber kein anderes Volk unter den Industrieländern legt sein Geld unproduktiver an“, sagt Gottfried Heller, Senior Partner bei der Fiduka-Depotverwaltung in München. „Die langfristigen Ersparnisse stecken einseitig in Zinsanlagen – in Sparbüchern, Termingeldern, Anleihen oder Kapitallebensversicherungen.“ Das sei der größte Fehler der Deutschen bei der Geldanlage. Und das Jahr für Jahr, nicht nur in 2016.

Genau diesen Fehler – Stichwort gute Vorsätze – gilt es künftig zu verhindern. Eine intelligentere und renditestärkere, aber zugegebenermaßen auch etwas riskantere Geldanlage muss her. Dazu gehören neben Zinsanlagen eben auch Aktien. „Da mit Zinsen real nichts zu verdienen ist und die Zinswende als Menetekel über dem Kapitalmarkt schwebt, ist in diesem Bereich Zurückhaltung geboten“, sagt Fondsmanager Christoph Bruns. Bei Immobilien komme es immer auf das Einzelobjekt an, der Gesamtmarkt sehe aber bereits sehr teuer aus, wie aus dem geringen Mietzins ersichtlich sei. „Rohstoffe sind nur eine Anlagegattung für Spekulanten, so dass nur Aktien als sinnvolle Anlagekategorie übrig bleiben“, ist der Mitinhaber der Fondsgesellschaft Loys überzeugt. Das überrascht natürlich wenig, denn Bruns ist Aktienfondsmanager.

Doch Aktien sind, das hat sogar die Bundesbank vor einigen Monaten höchstamtlich bestätigt, langfristig die renditestärkste Anlageklasse überhaupt – allen Schwankungen zum Trotz. Und von denen gab es 2016 bekanntlich wieder reichlich. Doch obwohl der Dax – China sei Dank – den schwächsten Jahresauftakt seiner Geschichte hinlegte und mal eben mehr als 20 Prozent an Wert einbüßte, obwohl das „Ja“ der Briten zum Brexit die Kurse taumeln ließ und obwohl Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, können Aktionäre auf ein relativ gutes Jahr zurückblicken. Der Dax schaffte immerhin noch ein Jahresplus von gut sieben Prozent, der amerikanische Dow Jones legte sogar fast 15 Prozent zu und markierte ein neues Allzeithoch. Solche Renditen waren mit Zinsprodukten nicht zu holen.

 

Nach dem gewaltigen Absturz vor drei Jahren galt der Bitcoin eigentlich als tot. Doch jetzt ist er wieder da, ganz gewaltig sogar. Warum nur? Und wie geht’s weiter?

Das war ein Traumjahr: Seit Jahresanfang hat der Bitcoin rund 80 Prozent an Wert gewonnen. Aktuell notiert der Bitcoin auf einem Jahreshöchststand bei 770 Dollar, nachdem der Kurs Ende 2015 noch bei 430 Dollar gelegen hatte.

Von den alten Höhen bei rund 1.000 Dollar ist die Kryptowährung zwar noch ein ganzes Stück entfernt. Doch der gesamte Marktwert aller Bitcoins war noch nie größer: Alle Bitcoins zusammen kommen auf ein Volumen von mehr als zwölf Milliarden Dollar.

Die Betriebsrente ist die zweite Säule der Altersversorgung – doch nicht jeder Beschäftigte profitiert davon.

Das Rentenniveau sinkt. Für einen auskömmlichem Ruhestand sind zunehmend private Vorsorge und Absicherung über den ArbeitgeberGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! gefragt. Die Koalition will die Betriebsrente stärken. Ob das gelingt, ist aus Sicht von Kritikern allerdings fraglich.

Warum soll die betriebliche Altersversorgung gestärkt werden?

Weniger als 60 Prozent der Beschäftigten haben eine betriebliche Altersvorsorge. Vor allem Geringverdiener und Mitarbeiter kleinerer Unternehmen stehen häufiger ohne Betriebsrente da

Das ist der Kern der Reform?

Unternehmen sollen die Höhe der Betriebsrente nicht mehr garantieren müssen. Sie sollen lediglich zusagen, die Beiträge der Beschäftigten an Pensionskassen, Pensionsfonds oder Versicherungen abzuführen. 15 Prozent des umgewandelten Entgelts müssen Arbeitgeber als Zuschuss an die Pensionseinrichtung zahlen. Die Höhe des Zusatzplus im Alter hängt von der Vermögensentwicklung der Einrichtungen ab. Auch sie sollen keine festen Zusagen machen. Voraussetzung ist, dass sich Arbeitgeber und GewerkschaftenGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! in Tarifverträgen auf das vorgeschlagene Sozialpartnermodell einigen.
Was bedeutet der Vorschlag für die Beschäftigten?

Sie wissen nicht, wie hoch das Zusatzplus im Alter ausfällt. Für die eingezahlten Beiträge und deren Verzinsung gibt es keine Garantie. Weder ihr Unternehmen noch die Pensionseinrichtungen sollen die Höhe der Betriebsrente bei dem Modell fest zusagen. Die Enthaftung der Arbeitgeber dürfe „nicht zu Lasten der Beschäftigten und auf deren Risiko alleine erfolgen“, fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Was heißt das für Unternehmen?

„Die Einführung einer reinen Beitragszusage ohne Garantieleistungen im Rahmen von Tarifverträgen führt zu Kostensicherheit und zum Wegfall der Haftung für Arbeitgeber“, argumentiert Betriebsrenten-Experten Uwe Buchem vom Beratungsunternehmen Mercer. „Ob das Modell ein Erfolg wird, hängt letztlich von den Tarifpartnern ab.“ Für einzelne Gewerkschaften könnte es durchaus interessant sein, entsprechende Versorgungseinrichtungen mitzugestalten – auch um damit um neue Mitglieder zu werben.

Der Arbeitgeberverband BDA sieht zwar Chancen, mehr Unternehmen mit ins Boot zu holen. Er warnt aber davor, die Möglichkeit durch zu viele Voraussetzungen zu verspielen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen seien oft nicht tarifgebunden. Sie würden daher nicht von dem Modell profitieren.

Wieso sind feste Zusagen ein Problem?

Die hohen Zusagen der Vergangenheit lassen sich angesichts der NiedrigzinsenJetzt große Wünsche erfüllen mit einem Kredit der Norisbank! am Kapitalmarkt kaum noch erwirtschaften. Darunter leiden Versicherer, Pensionskassen und Co. aber auch die Unternehmen selbst. Kürzt beispielsweise eine Pensionskasse die Verzinsung künftiger Beiträge, dann muss der Arbeitgeber einspringen, der seinen Beschäftigten die betriebliche Altersversorgung anbietet.
Wie beurteilen Versicherer die Pläne?

Die Branche stößt sich vor allem daran, dass auch Pensionskassen, -fonds und Versicherer keine Garantien mehr geben dürfen. Damit wäre die Zusage einer Mindestrente im Alter nicht mehr möglich, argumentiert der Branchenverband GDV. „Eine reine Beitragszusage verknüpft mit einem Garantieverbot würde Arbeitnehmer selbst in der Rentenphase den Schwankungen der Kapitalmärkte aussetzen, ohne dass sie sich dagegen absichern können.“

Auch Versicherungsmathematiker der einflussreichen Deutschen Aktuarvereinigung halten das Verbot von Garantiezusagen „weder für erforderlich, noch hilfreich für die verstärkte Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge“. Das Sicherheitsbedürfnis der Arbeitnehmer dürfe nicht außer Acht gelassen werden.
Was ist noch geplant?

Für Betriebsrenten von Geringverdienern mit monatlich bis zu 2000 Euro brutto soll es eine neue Förderung geben. Zudem sollen insgesamt höhere Beiträge steuerfrei in Pensionseinrichtungen gezahlt werden können. Das nutze jedoch nichts, wenn die Betriebsrente bei der Auszahlung hoch besteuert werde, argumentiert der Bund der Steuerzahler: „Aus unserer Sicht gehört die Rentenbesteuerung insgesamt auf den Prüfstand“. Der BDA kritisiert, dass Arbeitgeber, die weiterhin feste Zusagen für die Altersversorgung machen, keinen Vorteil aus den geplanten gesetzlichen Änderungen haben sollen.

Eine große Mehrheit von 130 befragten deutschen Wirtschaftsprofessoren erwartet nach Angaben des Ifo-Instituts einen Aufschwung durch die angekündigten Investitionen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump.

80 Prozent der vom Münchner Wirtschaftsinstitut befragten Ökonomen rechnen demnach mit einer moderaten Stimulierung des Wachstums, rund 75 Prozent erwarten mehr Beschäftigung, wenn Trump wie angekündigt mehr Geld in die Infrastruktur steckt. Etwa jeder siebte Volkswirt erwartet sogar eine starke Belebung der Konjunktur.

Gleichzeitig sind die Ökonomen aber äußerst kritisch, was Trumps Steuer- und Handelspläne angeht, wie aus dem Ökonomenpanel hervorgeht, das in Zusammenarbeit mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» entsteht. «Den Handel einzuschränken und neue Schulden zu machen, das wäre allerdings eine bittere Pille», sagte Niklas Potrafke, Leiter des ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie. Anders als Trump plant, raten die deutsche Volkswirte dazu, die Pläne durch Steuererhöhungen zu finanzieren. Trump will stattdessen die Steuern senken und dürfte damit eine deutlich höhere Neuverschuldung in Kauf nehmen.

Der Preis pro Bitcoin knackte in der vergangenen Woche die magische 750 US-Dollar-Marke und näherte sich damit dem letzten Jahreshoch im Juni 2016.

Der Preis der digitalen Währung stieg am 17. November auf 152,04 US-Dollar, bevor der Kurs an fahrt verlor und absackte. Im weiteren Verlauf der Woche stieg der Bitcoin-Kurs noch mehrmals über 750 Dollar, konnte den Support jedoch nicht halten und knickte ein.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Kurs bei 746,39 US-Dollar bzw. 704,81 Euro. Das bedeutet weiterhin ein sattes Plus von 4% im Vergleich zur Vorwoche.

Hallo liebe Leser,

Weihnachten naht da habe ich mir Gedanken gemacht was ich für meinen Sohn unter anderem als nächstes schenken könnte. Von einem Elternteil in der Schule habe ich erfahren, dass die eine Kinder GPS Uhr gekauft haben vom Hersteller COMservGPS Industries über die Internetseite http://www.kinder-gps-uhr.com

Schwubs bin ich auf deren Seite und geschaut. Die haben diese beiden Uhren Los Angeles:

GPS Uhr Los Angeles

und New York:

GPS Uhr New York

Ich habe mich für das Modell New York in Grün entschieden und bestellt 😀

Mit hohen Gebühren für Anrufe auf 0180-Kundendienstnummern ist es womöglich bald vorbei. Der EuGH-Generalanwalt plädierte nun dafür, dass Servicenummern in Deutschland nur so viel kosten sollten wie normale Telefonate im Festnetz oder per Mobiltelefon.

Telefonischen Kundendienst nur über teure 0180-Nummern anzubieten, verstößt aus Sicht des Gutachters beim Europäischen Gerichtshof gegen EU-Recht. Die Stellungnahme zum Fall des deutschen Elektronikhändlers comtech veröffentlichte das Gericht heute. Ein Urteil steht aber noch aus.

Das Unternehmen bietet seinen telefonischen Service über eine 0180er Nummer an, bei der ein Anruf teurer ist als im normalen Fest- oder Handynetz. Grundsätzlich können je nach Art der Nummer Gebühren von bis zu 20 Cent pro Minute aus dem Festnetz fällig werden, im Funknetz bis zu 42 Cent pro Minute.

Für Kontakt zum Händler nur Grundtarif zulässig

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs kritisiert die Geschäftspraxis und verklagte die Firma vor dem Landgericht Stuttgart auf Unterlassung. Das deutsche Gericht fragte beim EuGH nach, ob Europarecht verletzt wird.

Als Gutachter schlug Generalanwalt Maciej Szpunar den Richtern vor, diese Frage zu bejahen. Denn nach der EU-Richtlinie über die Rechte von Verbrauchern müssten Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass Kunden für Kontakte zum Händler nicht mehr als den Grundtarif zahlen. Eine überteuerte Rufnummer würde Verbraucher von Nachfragen zu Liefertermin, Rechnung oder Gewährleistung abschrecken, argumentierte der Generalanwalt.

Seine Gutachten geben in EuGH-Verfahren oft einen Hinweis, in welche Richtung ein Urteil gehen könnte. Die Richter können in ihrer Einschätzung aber abweichen.

Der Wert des heutigen Geldes ist durch nichts gedeckt. Regierungen können es beliebig vermehren, um Schulden zu machen. Die Folge ist ein massiver Kaufkraftverlust und die Flucht in Gold

Regierungen stecken seit jeher in einer Zwickmühle: Einerseits sind sie dem SteuerzahlerGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! verpflichtet, der regelmäßig über zu hohe Abgaben jammert. Andererseits müssen sie es den Empfängern staatlicher Leistungen recht machen, Rentnern zum Beispiel oder Betreibern von Schulen und Schwimmbädern. Um die damit verbundenen Ausgaben erhöhen zu können, ohne mehr Steuern einzufordern, machen die Volksvertreter nicht erst seit heute vor allem eins gern: Schulden.

Bitcoin-Börsen Opfer von Hackern

Zuletzt war dies im August der Fall, als die Bitcoin-Börse Bitfinex in Hongkong gehackt wurde; Bitcoins im Wert von 65 Millionen USD waren verschwunden. Der Preis der Internetwährung stürzte am selben Tag weltweit um 12 Prozent ab. Bitfinex ist die fünftgrößte Bitcoin-Börse und die größte außerhalb Chinas. 2014 wurde die japanische Bitcoin-Börse Mt. Gox durch den Diebstahl von 850.000 Bitcoins in den Ruin getrieben. Regulierungsbehörden ist nicht nur deswegen die „Kryptowährung“ ein Dorn im Auge. Bitcoins stehen auch im Verdacht, Kriminellen zur Verschleierung von Geldtransaktionen zu dienen. Sicher befürchten aber Notenbanken und Regierungen auch, dass sie durch eine zunehmende Verbreitung von Digitalwährungen den Einfluss auf das Geldsystem verlieren.
Was sind Bitcoins überhaupt?

Die wenigsten von Ihnen werden bisher mit Bitcoins in Berührung gekommen sein, auch wenn viele Onlineshops mit der virtuellen Währung arbeiten. Selbst in manchen realen Läden kann man inzwischen mit Bitcoins bezahlen, doch das ist wohl eher ein Marketing-Gag. Vor allem finden Bitcoins derzeit bei Computerspielen Anwendung, bleiben damit sozusagen im virtuellen Raum. Doch was sind Bitcoins überhaupt, welchem Zweck dienen sie und für wen sind sie interessant? Internetwährung, digitales Geld – diese und ähnliche Bezeichnungen beschreiben Bitcoins nur unzureichend. Die Bezeichnung „digitales Gold“ trifft es vielleicht besser, denn ähnlich wie Gold sind die Bestände an Bitcoins begrenzt und sie können „geschürft“ werden, und zwar am Computer. Bitcoins wurden als Reaktion auf die Finanzkrise des Jahres 2008 von Programmierern, deren echte Namen unbekannt sind, erfunden. Sie werden mithilfe eines aufwendigen Computeralgorithmus erschaffen (Mining, Schürfen). Und das Wichtigste: Ihre maximale Anzahl ist begrenzt, nämlich auf 20,5 Millionen.

Theoretisch kann jeder, der über ausreichend leistungsfähige Computer verfügt, Bitcoins „schürfen“, tatsächlich sind inzwischen aber so hohe Rechnerleistungen nötig, dass das nur noch wenige können. Die Menge der neu hinzukommenden Bitcoins nimmt dadurch stetig ab. Im August 2016 sind 15,85 Millionen Bitcoins im Umlauf, also mehr als drei Viertel der maximal möglichen Menge.

Der Vergleich mit Gold ist daher treffend, denn auch dessen Menge ist begrenzt und irgendwann erschöpft.

Die erste demokratische Währung der Welt?

Bitcoin-Befürworter sind in der Regel Internetfans. Für sie ist das digitale Gold die erste demokratische Währung der Welt und damit eine logische Konsequenz aus der Durchdringung aller Lebensbereiche durch das Internet. Wie das World Wide Web selbst sollen auch Bitcoins frei von der Kontrolle nationaler Regierungen sein. Das Versagen der Regierungen während der Finanzkrise, das scheinbar unbegrenzte Gelddrucken der Notenbanken in der Folge sowie der Machtmissbrauch durch die Großbanken liefern anscheinend gute Argumente, diesen Institutionen
die Kontrolle über das Geld zu entziehen. Sie sehen schon: Hinter den Bitcoins steckt auch eine politische Idee und das erklärt wahrscheinlich, warum sich an der Internetwährung derart die Geister scheiden. Für die einen sind Bitcoins nur eine verrückte Idee von Computer-Nerds, für andere lösen sie die Finanzprobleme der Zukunft. Beide Extrempositionen sind unserer Ansicht nach falsch.
Bitcoins senken die Transaktionskosten

Lässt man einmal den ideologischen Überbau weg, dann bieten Bitcoins einen unbestreitbaren Vorteil: Geringere Transaktionskosten für Geldgeschäfte. Auch wenn das unscheinbar klingt, die Senkung von Transaktionskosten ist eine wichtige Quelle für unseren Wohlstand. Für viele Finanzexperten sind Bitcoins daher ein wichtiges Instrument im Internethandel, und eventuell nicht nur da. Um eine echte internationale Währung zu werden, gibt es aber einige Hindernisse: So sorgen z.B. die zum Teil starken Kursschwankungen für große Unsicherheit.

„Starke Kursschwankungen und
Rechtsunsicherheit verhindern,
dass Bitcoins zur Alternativwährung
werden – bislang.“

Zudem erschweren die Preisschwankungen den Einsatz der Bitcoins für reale Geldgeschäfte. Und auch als Geldanlage macht sie das unserer Ansicht nach eher ungeeignet, das digitale Geld ist – bislang zumindest – eher etwas für Zocker. Der durchschnittliche Wert je Bitcoin-Transaktion ist deutlich höher als z.B. bei Transaktionen über Paypal oder andere Zahlungsdienstleister. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2014 nennt 2.000 USD als durchschnittlichen Wert bei Bitcoin-Transaktionen, während es bei Paypal nur 50 USD sind. Das spricht dafür, dass Bitcoins weniger für
normale Geldgeschäfte genutzt werden. Und schließlich steht hinter Bitcoins kein realer Wert, sie sind eben rein virtuell. Gold findet als Edelmetall wenigstens auch in der Industrie Verwendung und hinter den seit der Finanzkrise viel geschmähten „Papierwährungen“ stehen die Volkswirtschaften mit ihrer Produktivkraft und ihrem Vermögen. Hinter Bitcoins stehen nur Einsen und Nullen.
Kriminelle Machenschaften mit Bitcoins

Doch es gibt noch einen weiteren Nachteil von Bitcoins: Sie lassen sich leicht für illegale Zwecke missbrauchen. Die Unabhängigkeit von staatlicher Aufsicht und Kontrolle freut nicht nur die Systemkritiker und Internet-Enthusiasten, auch Kriminelle finden das ganz toll, denn illegale Gelder zu waschen geht nur unter Umgehung der staatlichen Kontrolle. Das elektronische Geld scheint ein wunderbares Mittel dazu zu sein. Mehrfach schon gingen die Polizeibehörden in den USA und Europa gegen kriminelle Vereinigungen vor, die über Bitcoins illegalen Gelder transferierten und wuschen. Aber auch die Bitcoins selbst können Ziel krimineller Machenschaften sein. Auch wenn Bitcoins angeblich fälschungssicher sind: Hacker können Bitcoin-Konten plündern, vor allem wenn diese nur als Online-Wallets bestehen (siehe „Wie kauft und verkauft man Bitcoins?“). Und auch bei der Schaffung (Mining) von Bitcoins kann Betrug im Spiel sein, es gab deswegen bereits Ermittlungen der Behörden in Deutschland und anderswo.