Gefällt mir – nicht!

Wie die Krfteverhltnisse zwischen Facebook und der Wall Street in den vergangenen Wochen aussahen, wurde in der Stunde des Brsengangs nochmals besonders deutlich. Fr gewhnlich lutet ein Unternehmenschef bei einem Brsengang die Erffnungsglocke der New Yorker Technologiebrse. Nicht so ein Mark Zuckerberg. Nicht der Facebook-Grnder machte sich auf den weiten Weg von Kalifornien an die Ostkste, um den Handel zu erffnen – die Brse kam zu ihm.

Nasdaq-Chef Robert Greifeld war in die Facebook-Zentrale in den Menlo Park gefahren, um mit Zuckerberg zu feiern. Angepasst an Zuckerbergs Look, jubelte er in grauem Pullover den Hunderten Facebook-Mitarbeitern zu, die die Bhne mit Zuckerberg und Co. umringten. Um 6.30 Uhr Ortszeit drckte Zuckerberg dann aufs Knpfchen und erffnete per Fernschaltung den Handel in New York. Als die Mitarbeiter auf der aufgebauten riesigen Videoleinwand sahen, wie der Times Square in Manhattan in Facebook-Blau eingetaucht wurde, ging ein Schrei durch die Menge.

Doch es sollten noch Stunden vergehen, bis dann auch zum ersten Mal der Facebook-Kurs auf dem Bildschirm auftauchte. Erst eine halbe Stunde spter als geplant – um exakt 17.30 Uhr – wurde der erste Kurs bei 42,05 Dollar festgelegt, sprang dann kurz auf 43 Dollar – und fiel dann wieder. Am Ende des ersten Handelstages notierte die Aktie mit dem Krzel FB mit 38,23 Dollar ganz knapp ber dem Ausgabepreis von 38 Dollar. Von den erhofften Zeichnungsgewinnen, die bei dem auf Geschftskontakte ausgelegten Netzwerk LinkedIn vor einem Jahr noch bei 110 Prozent gelegen hatten, keine Spur. Positiv knnte man allerdings sagen: Facebook und seine beratenden Banken haben den Preis ausgezeichnet getroffen.

Kaum ein anderer Brsengang hat jemals einen so groen Hype losgetreten. Und wohl noch nie hat sich die Finanzwelt vor dem Gang aufs Brsenparkett so vor einem Firmenboss verbeugt wie vor Zuckerberg. Und das, obwohl der Facebook-Grnder von Anfang an auf Etikette pfiff. Je mehr Zuckerberg den Anschein erweckte, er wolle das Geld der Investoren gar nicht, desto mehr zeichneten diese seine Aktie. “Sie wollen einfach alle Teil der Facebook-Geschichte sein”, sagte ein Hndler, Teil der neuen blauen Aktienwelt.

Auch nach dem Start ist die Frage freilich nicht beantwortet, ob Facebook vllig berbewertet ist, nur eine groe Blase, die fr Anleger doch noch zum Milliardengrab wird. Oder ob das soziale Netzwerk tatschlich der Beginn eines neuen Zeitalters in der Wirtschaftswelt darstellt, Vorbote einer neuen Industrie, deren Grenzen und Mglichkeiten heute noch gar nicht abzusehen sind.

“Es bleibt abzuwarten, ob es tatschlich jemandem gelingen wird, bei diesem Brsengang Geld zu verdienen – oder ob es lediglich eine Gelegenheit fr die Altaktionre war, Kasse zu machen”, so Colin Cieszynski vom Londoner Handelshaus CMC Markets. Einige Altaktionre htten tatschlich schon gut verdient. Dabei steht Mark Zuckerberg mit einer guten Milliarde Dollar gar nicht einmal an erster Stelle. Er hat lediglich 30 Millionen Aktien aus seinem Bestand verkauft, rund 500 Millionen hlt er unverndert. James Breyer und seine Investmentfirma Accel Partners haben seit dieser Woche knapp zwei Milliarden Dollar mehr auf dem Konto, der russische Investor Juri Milner 1,7 Milliarden Dollar. Gerade Zuckerberg muss ein Interesse daran haben, dass der Aktienkurs in den nchsten Wochen nicht ins Bodenlose fllt. Nicht nur, dass sein 20-Milliarden-Dollar-Paket dann bedenklich an Wert verlieren wrde, auch das der vielen Mitarbeiter, die er in den vergangenen Jahren statt mit hohen Gehltern mit Aktien lockte. Sie drfen frhestens in einem halben Jahr ihre Aktien zu Geld machen. Und einige werden dies auch wollen.

Das bedeutet aber auch: Zuckerberg und Facebook mssen in den nchsten Wochen liefern. Enttuschende Unternehmensnachrichten wie zuletzt, als Facebook fr das erste Quartal einen Umsatz- und Gewinnrckgang meldete, darf es im Sommer nicht gleich wieder geben. Warnende Beispiele, was sonst mit einem Hoffnungswert an der Brse geschehen kann, gibt es genug. Das Gutscheinportal Groupon dmpelt gerade noch etwas ber der Hlfte des Ausgabepreises von 20 Dollar herum. Den ersten Handelstag 2011 hatte das Unternehmen noch mit einem Plus gegenber dem Ausgabepreis von 30 Prozent beendet.

Die Hoffnung auf hohe Gewinne in den ersten Handelsstunden hielt auch hierzulande Anleger bereits in Atem. Sie konnten die Papiere zwar nicht zeichnen, aber schon seit Mittwoch wurden an den beiden groen Brsen fr Optionsscheine und Zertifikate, Euwax in Stuttgart und Scoatch in Frankfurt, die ersten sechs Produkte gehandelt, mit denen man auf einen steigenden oder fallenden Facebook-Kurse wetten kann.

Einige der besonders Wagemutigen werden sich nun erst einmal ihre Wunden lecken. Denn noch wenige Stunden vor dem Debt waren die Optimisten in der berzahl. Die krftig angezogenen Preise fr Call-Optionsscheine deuteten darauf hin, dass mit einem ersten Kurs von ber 60 Dollar gerechnet wurde. Erst als sich abzeichnete, dass Facebook eher an die Brse stolpern denn springen wrde, stiegen Put-Optionsscheine in der Gunst. Wer sich das Ganze bislang von der Seitenlinie aus anschaute, hat nichts verpasst. Fr die besonders risikofreudigen Anleger stehen mittlerweile knapp 600 dieser Wettprodukte zur Verfgung. Die meistgehandelten Derivate in Stuttgart waren bislang ein Put-Optionsschein von Lang Schwarz (Wertpapierkennnummer LS3JSX) und der entsprechende Call (LS3JSV).

Mit Handelsstart in New York knnen deutsche Anleger auch direkt die Aktie erwerben, an allen deutschen Brsen – in Mnchen oder Stuttgart, Frankfurt, Dsseldorf, Hamburg oder Berlin. Hohe Orderaufschlge fr Kufe oder Verkufe an der Nasdaq muss hierzulande also kein Anleger zahlen. Das macht schon etwas aus: Die berseegebhren liegen bei den groen Onlinebrokern bei 15 Euro je Order, bei Filialbanken knnen sie noch deutlich hher liegen. “Der Anleger bekommt bei uns genauso die Originalaktien”, sagt Gerion Weber vom Bankhaus Main. Er ist fr den reibungslosen Handel der Facebook-Aktien bei der Frankfurter Wertpapierbrse verantwortlich. “Wir handeln pari zum Kurs in New York”, sagt Weber. Um grere Abweichungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Aktie zu handeln, wenn die Brse in New York auch geffnet hat, also ab 15.30 Uhr hiesiger Zeit.

Facebook-Grnder Zuckerberg wird New York nun auch gedanklich wieder weit hinter sich lassen und sich statt Investmentbankern und Investoren seiner Vision einer vernetzten Welt widmen. Auf seiner Facebook-Seite hielt er seine Freude ber den Brsengang zurck. Unter “Aktivitten” vermerkte er lediglich: “Mark brachte FB an die NASDAQ.”

Sonntag, Mai 20th, 2012 Allgemein Keine Kommentare

Facebook: Noch mehr Geld mit noch mehr Aktien


Wie hoch steigt der Kurs?


Facebooks neue Daten-Richtlinien


Alle Infos hier

Facebook ohne wirkliche Strategie?

Unter den Technologieunternehmen steht Facebook fr den mit Abstand grten IPO aller Zeiten. Der US-Internetgigant Google etwa erzielte 2004 nur knapp zwei Milliarden Dollar. Die Nummer eins ist – bis zum geplanten Handelsstart von Facebook am Freitag – noch der deutsche Chipkonzern Infineon, der Thomson-Reuters-Daten zufolge mit seinem Marktdebt im Jahr 2000 5,9 Milliarden Dollar erlste. Branchenbergreifend ist der Facebook-IPO der zehntgrte berhaupt. Hierzulande liegt nur der frhere Staatsmonopolist Deutsche Telekom vor Facebook. In der IPO-Rangliste der USA steht das erst vor acht Jahren gegrndete Unternehmen hinter General Motors (GM) und Visa an dritter Stelle.

Von den Einnahmen des Brsengangs flieen Facebook selbst nur etwas mehr als die Hlfte zu. Der Rest geht an Geldgeber, die das Potenzial des Online-Treffpunkts frh erkannt haben. Auch mit dem angepeilten Brsenwert deklassiert Facebook die anderen Technologiegren. Mit 93 bis 104 Milliarden Dollar wre das Online-Portal mehr wert als die Computer-Riesen Hewlett-Packard und Dell zusammen.

Der Rummel um Facebook sorgt unter Finanzmarkt-Experten fr Staunen und Befremden zugleich. “Das ist mehr ein Spektakel, ein Medienereignis und ein kulturhistorischer Augenblick, als es ein IPO ist”, sagte Analyst Max Wolff von GreenCrest Capital. Geschftsmodelle und -daten spielten mittlerweile kaum eine Rolle mehr. Wolff erwartet, dass die Facebook-Aktie beim Debt an der New Yorker Technologiebrse Nasdaq etwa zehn Prozent zulegt.

Skeptische Investoren fragen sich, wie Facebook lngerfristig die hochgesteckten Erwartungen erfllen kann. Ihrer Einschtzung zufolge hat das Unternehmen bisher keine Strategie aufgezeigt, wie es aus der wachsenden Zahl an Nutzern Kapital schlagen kann, die ber mobile Gerte auf Facebook zugreifen. Auerdem hat sich das Umsatzwachstum aus dem zentralen Geschft mit Online-Anzeigen in den vergangenen Monaten verlangsamt. Wasser in den Wein goss – ausgerechnet kurz vor dem IPO – nun auch GM. Der US-Autobauer kndigte an, knftig keine Werbung mehr ber Facebook zu schalten. Die Opel-Mutter hlt offenbar die Erfolgsaussichten der Werbung bei Facebook fr zu gering. “Das wird die Nachfrage nach dem IPO wahrscheinlich nicht wesentlich beeintrchtigen”, sagte Analyst Brian Wieser von Pivotal Research Group. Das Vorgehen von GM msse nicht reprsentativ fr die Mehrheit der Anzeigenkunden sein.

Freitag, Mai 18th, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

Mehr Anteile, mehr Geld – Facebook will mehr Aktien ausgeben



Mehr Anteile, mehr Geld


Der Facebook-Brsengang nimmt immer grere Ausmae an. Das Soziale Netzwerk plant wohl, neben den Preisen auch die Zahl der Anteilsscheine zu erhhen. ber 15 Milliarden Dollar Einnahmen winken.

Sie bentigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ knnen Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) ber folgende Links direkt ansehen:


Der Facebook-Brsengang gehrt zu den meistbeachtetsten Debts eines Internetunternehmens. (AFP)

Video: Vor dem Brsengang – Facebook-Aktie im Check
Video: Die Facebook Story – Mark Zuckerberg – Inside Facebook
Video: Seehofer wird Pirat – Ein Freigetrnk mit Facebook-Horst

//

Facebook will nach US-Medienberichten bei seinem Brsengang deutlich mehr Aktien auf den Markt bringen als bisher bekannt und so deutlich mehr einnehmen. Wie der US-Fernsehsender CNBC unter Berufung auf eine informierte Person berichtete, plant das soziale Netzwerk, rund 420 Millionen Anteilscheine statt der bisher geplanten 340 Millionen Stck anzubieten. Damit knnte das weltgrte soziale Netzwerk mit seinem Gang aufs Parkett mehr als 15 Milliarden Dollar einsammeln. Die US-Brsenaufsicht SEC solle am Morgen von den Plnen informiert werden, hie es bei CBNC.

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Auch die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg berichtete ber den Plan unter Berufung auf zwei informierte Personen. Facebook-Sprecher Mike Buckley wollte die Angaben nicht kommentieren, hie es bei Bloomberg weiter.

Entscheidung fllt am Donnerstag

Die Preisspanne soll letzten Angaben zufolge bei 34 bis 38 Dollar je Aktie liegen. Zuvor waren 28 bis 35 Dollar angepeilt. Eine endgltige Entscheidung ber den Ausgabepreis werde fr Donnerstagabend erwartet, berichtete CNBC. Der Brsengang von Facebook ist der bislang grte eines Internet-Unternehmens.

Facebook hat nach letzten Zahlen 901 Millionen Mitglieder. In Deutschland sind es nach Daten des IT-Analyse-Unternehmens Social Bakers mittlerweile 23,6 Millionen – das sind 1,9 Millionen mehr als noch vor einem halben Jahr. Auch weltweit hatte der Zustrom bis zuletzt angehalten. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen gerade mal 3,7 Milliarden Dollar Umsatz und eine Milliarde Dollar Gewinn.

(dpa, RTR, N24)

16.05.2012 07:38 Uhr

Mehr Anteile, mehr Geld

Facebook will mehr Aktien ausgeben

Kein Interesse mehr

GM will Facebook-Werbung stoppen

Nach Milliardenverlust

JP Morgen immer strker unter Druck

Gutes erstes Quartal

Air Berlin dmmt Verlust dank Sparkurs ein

Gute Quartalszahlen

Allianz erwartet neue Finanzschocks

Zulauf neuer Abonnenten

Sky kann Verluste eindmmen

Videos

Mittwoch, Mai 16th, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

Lieber Phil Geld

Lieber Phil Geld,
In den nchsten Wochen kommt die Facebook-Aktie an die Brse. Lohnt sich ein solcher Kauf und ab wann soll man zugreifen? Was ist beim Aktienkauf zu beachten?



Ihre Frage an Phil Geld

Nutzen auch Sie unseren Ratgeberservice rund ums Geld: Phil Geld beantwortet Fragen zu den Themen Konsum, Arbeit, Wohnen, Versicherungen und Finanzanlagen. Setzen Sie uns ebenso ber Missstnde ins Bild und teilen Sie uns mit, was Sie besonders rgert. Sie knnen Ihre Frage senden an phil.geld@20minuten.ch
oder dieses Formular verwenden (siehe auch Button oben rechts). Die Altersangabe hilft uns, die Tipps noch konkreter auf Ihre Situation zu beziehen. Interessante Anfragen und die entsprechenden Antworten publizieren wir unter gendertem Vornamen in dieser Rubrik.


Lieber Adrian

So viel ist gewiss: Der 27-jhrige Facebook-Grnder Mark Zuckerberg wird mit dem Brsengang zum Multimilliardr. Zumindest auf dem Papier. Er besitzt 28 Prozent der Aktien. Ebenso unbestritten ist: Facebook gilt innerhalb der Social-Media-Branche als klarer Marktfhrer. Die rund 850 Millionen Facebook-Nutzer sprechen fr sich. Hier geht kein Nobody an die Brse. Ob allerdings der geschtzte Marktwert von 100 Milliarden Dollar gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt.

Die Zuteilung der Aktien unter privaten und grossen, institutionellen Investoren steht kurz bevor. Die Federfhrung hat die Investmentbank Morgan Stanley. Nur wohlhabende Kunden knnen im Vorfeld des Brsenganges Aktien zeichnen. Immerhin: Den schnellen Gewinn werden die Privilegierten kaum machen: Schliesslich werden die Titel nicht zum Discount-Preis verscherbelt. Seit kurzem erklrt Zuckerberg den potentiellen Investoren in einer Werbetour – in der Financial Community Roadshow genannt – das Geschftsmodell von Facebook.

Wie schwierig das Brsenparkett gerade auch fr Internetaktien ist zeigte etwa der Publikumsffnung des Rabatthndlers Groupon im November 2011. Seither hat die Aktie fast zwei Drittel an Wert eingebsst. Es gibt aber auch positive Beispiele: So ist der Brsenwert des Karriereportals Linkedin innert Jahresfrist um 25 Prozent auf 12 Milliarden Dollar gestiegen. Der Wert von Google hat sich sogar seit dem Brsendebt im Jahr 2004 vervierfacht. Der dominierende Online-Hndler Amazon legte innerhalb fnfzehn Jahren sogar ber 9000 Prozent (!) zu. Viele andere Firmen wie Lycos, Fantastic Corporation oder Distefora kollabierten.

Dieses Schicksal wird Facebook nicht erleiden. Schliesslich hat das kalifornische Unternehmen nicht nur eine riesige Fangemeinde, sondern verdient auch viel Geld. Das vor acht Jahren gegrndete Unternehmen hat im 2011 ziemlich genau eine Milliarde Gewinn erzielt (40 Prozent mehr als im Vorjahr). Manche erinnern sich an die erste Internet-Euphorie vor der Jahrhundertwende, als profitable New-Economy-Firmen dnn gest waren. Im vergangenen Jahr setzte Facebook 3,7 Milliarden Dollar um; 88 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vier Fnftel des Umsatzes erzielt FB mit Werbung. Der Rest stammt aus Provisionen von Partnerfirmen. Wichtigster Partner ist der Spieleanbieter Zynga, der 12 Prozent des Umsatzes beitragen.

Der Name Facebook und die enorme Medienprsenz werden dazu fhren, dass die Aktie zu Beginn massiv berbewertet sein wird. Wer an den Erfolg von Facebook glaubt, sollte erst nach der ersten Ernchterung auf viel tieferem Kursniveau zugreifen. Danach gilt es genau zu beobachten, wie sich die Nutzerzahlen, der Umsatz und der Gewinn entwickeln. berall lauern Gefahren. So belastet die zunehmende mobile Nutzung den Werbeumsatz (FB plant deshalb ein App-Center). Oder Twitter knnte mittelfristig die Position von Facebook streitig machen. Der Brsengang von Twitter wird im nchsten Jahr erwartet. Nicht zu unterschtzen ist die Problematik des Datenschutzes und drohende staatliche Eingriffe.

Kurz: Facebook zu nutzen drfte wohl auch knftig fr viel angenehmere Gefhle sorgen, als die Facebook-Aktie zu besitzen. Auf dieser Newsroom-Site informiert Zuckerberg aus erster Hand.

Sehenswert: Mark Zuckerberg Inside Facebook (BBC); Mark Zuckerberg in einem ausfhrlichen Interview.

Freundlich grsst

Phil Geld

E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

Montag, Mai 14th, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

Fresenius besorgt sich Geld

  • Der Flgelflitzer
    Bitte, bitte, nicht pfeifen!

    Video
    Trainer Dirk Bauermann nimmt sich in der Halbzeit des Basketballspiels gegen Artland das Hallenmikrofon und versucht, die Fans des FC Bayern zu mobilisieren. Die Aktion geht ein in die Reihe der Pausen-Skurrilitten. Bleibt nur zu hoffen, dass Jos Mourinho nichts davon erfhrt.

    Von
    Jrgen Schmieder und Julius Braun

  • Samstag, Mai 12th, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

    Coole Aktie für teures Geld : Facebook für die Großen – n


    Das Netzwerk ist für alle, die Aktie wohl kaum.

    Das Netzwerk ist fr alle, die Aktie wohl kaum. (Foto: dpa)

    Mittwoch, 09. Mai 20122012-05-09 16:11:38

    von Samira Lazarovic


    Werden die Anleger bei Facebook ihr blaues Wunder erleben? Aus Angst vor einer New-Economy-Seligkeit geben sich viele Analysten besonders kritisch und zeigen mahnend auf Untergangsgeschichten wie MySpace. Andere verweisen lieber auf die Erfolgsstory von Google. Auf jeden Fall ist es einfacher, Facebook-Freunde zu gewinnen, als an die Aktie zu kommen.

    “Das ist nicht die Art von Aktie, die ich kaufen wrde”, sagt Jim Rogers in einem Fernsehinterview. Sie ist der Investorenlegende schlicht zu teuer. Auch Starinvestor Warren Buffett ist nicht interessiert: “Es ist mathematisch unmglich, dass eine frisch an den Markt gebrachte Firma weltweit die gnstigste Gelegenheit ist”, erklrt der 81-Jhrige auf der Hauptversammlung seiner Berkshire Hathaway: “Diese Idee ist einfach dmmlich.” Und sein Co-Vorstand Charlie Munger pflichtet ihm bei: Er wrde nicht in Unternehmen investieren, die er nicht verstehe. Und er wolle Facebook nicht verstehen.

    Ist es das Genrgel lterer Herren, die die Zeichen der neuen Zeit nicht erkannt haben? Oder hat das Investorentrio, wie so oft in seiner langen Karriere, den richtigen Riecher? Diese Frage wird sich wohl erst eine ganze Weile nach dem Brsengang von Facebook beantworten lassen.

    Kein Schnppchen


    Mark Zuckerberg in New York: Wer im Kapuzenpulli zur IPO-Roadshow kommt, muss doch einfach coole Ideen haben. Oder?

    Mark Zuckerberg in New York: Wer im Kapuzenpulli zur IPO-Roadshow kommt, muss doch einfach coole Ideen haben. Oder? (Foto: REUTERS)

    Dass die Facebook-Aktie nicht gerade gnstig ist, ist unbestritten. Die Aktie soll zwischen 28 und 35 Dollar kosten. Der genaue Preis wird kurz vor dem Handelsstart der Papiere an der US-Technologiebrse Nasdaq am 18. Mai festgelegt. Sollten die Aktien am oberen Ende der Preisspanne verkauft werden, knnte Facebook 11,8 Mrd. Dollar einnehmen. Und der Wert des gesamten Unternehmens wrde 96 Mrd. Dollar erreichen. Damit wrde der Marktwert den Jahresgewinn von einer Mrd. Dollar im vergangenen Jahr um etwa das Hundertfache bersteigen. Dax-Unternehmen liegen im Schnitt etwa bei dem Zehnfachen.

    Fr Anleger rechnet sich Facebook damit nur, wenn das Unternehmen seinen Jahresgewinn in den kommenden Jahren vervielfachen kann. Doch zuletzt schrumpfte der Umsatz im direkten Quartalsvergleich. Die Zahl der Mitglieder wchst zwar stetig, die Frage ist jedoch, was passiert, wenn Facebook vermutlich noch in diesem Jahr die Milliardenmarke erst einmal geknackt hat.

    Was kommt als nchstes?

    Wird das soziale Netzwerk das Schicksal frherer Internetstars wie Yahoo oder MySpace erleiden, die in den vergangenen Jahren schmerzhaft an Bedeutung verloren haben? Oder wird Facebook dem Erfolgspfad des Konkurrenten Google folgen? Der Suchmaschinen-Gigant hatte 2004 bei seinem Brsengang 1,7 Mrd. Dollar erlst und kam auf eine Bewertung von 23 Mrd. Dollar. Heute ist Google ber 150 Mrd. Dollar wert und kmpft mit Apple um den ersten Platz auf der Liste der wertvollsten Marken.

    Um ganz oben mitzuspielen, muss Facebook es schaffen, seine Ertrge zu steigern, vor allem, weil alles danach aussieht, dass das Wachstum bei den Nutzerzahlen seinen Hhepunkt erreicht hat. Neben der Werbung verdient Facebook bislang vor allem an Onlinespielen, ein wankelmtiges Geschft. Aber der Markt hofft, dass Grnder Mark Zuckerberg noch einige Asse im rmel hat. Der Coolness-Faktor der Truppe um Zuckerberg sorgt dafr, dass viele Anleger einfach frchten, einen wichtigen Trend zu verschlafen es muss ja nicht gleich so schlimm kommen, wie bei der New Economy. Immerhin schreibe Facebook ja schwarze Zahlen, heit es immer wieder auf dem Parkett.

    Risiken und Nebenwirkungen

    Dass das Unterfangen zahlreiche Risiken birgt, ist dem Unternehmen selbst durchaus bewusst. So wies Facebook in einer Mitteilung an die Regulierungsbehrde unter anderem auch auf die Endlichkeit seines Marktes oder die zahlreichen Gesetzesinitiativen zu Datenschutz und Urheberrechten hin, mit denen das Netzwerk international konfrontiert ist. Zudem warnte das Unternehmen vor Patent-Trollen, die kein eigenstndiges Geschft betreiben, Facebook aber in Konflikte zwingen knnten, um Lizenzgebhren zu erstreiten.

    Die “Konzentration auf eine Fhrungspersnlichkeit”, sprich, der groe Einfluss von Grnder Mark Zuckerberg, gehrt jedoch zu den wichtigsten Punkten auf der Liste. Bislang kontrolliert der 27-Jhrige 57 Prozent der Stimmrechte und sein Einfluss wird auch nach dem Brsengang nicht wesentlich schrumpfen. Denn zwar will Zuckerberg 30 Millionen seiner insgesamt 534 Millionen Aktien verkaufen und sich damit selbst zum demnchst anstehenden Geburtstag ein Geschenk von schtzungsweise einer Milliarde Dollar machen. Doch der Stimmrechtsanteil an Facebook wird sich durch einen Kniff nicht wesentlich verndern: Zuckerberg wandelt seine Anteile in “Super-Aktien”. Er wird zwar nur noch 30 Prozent der Aktien besitzen, aber mehr als 58 Prozent der Stimmrechte.

    Mglich macht das die Ausgabe verschiedener Aktien: A-Klasse-Aktien mit einem Stimmrecht pro Aktie fr die Brse, und B-Klasse-Aktien mit zehn Stimmrechten pro Aktie fr Herrn Zuckerberg. Dass die Konzentration auf eine Person Licht und Schatten werfen kann, haben nicht zuletzt Apple-Aktionre im jahrelangen Bangen um den Gesundheitszustand von Steve Jobs erlebt.

    Keine neue Volksaktie

    Mehr zum Thema

    Doch selbst wenn Anleger sich auf all diese Risiken einlassen wollen, werden sie sich mglicherweise gedulden mssen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass beim Brsendebt nicht allzu viele Anteile fr die Privatanleger brig bleiben. Theoretisch kann zwar jeder die Aktien erwerben, praktisch werden jedoch schtzungsweise bis zu 90 Prozent der Anteile beim Brsengang an institutionelle Anleger oder besonders wohlhabende Kunden gehen.

    Zuckerberg hat zwar angekndigt, auch fr den schmaleren Geldbeutel Anteile bereit zu halten. So ist neben den groen Konsortialbanken wie Morgan Stanley oder Goldman Sachs auch der Online-Broker E-Trade dabei. Deutsche Kleinanleger bruchten jedoch erst einmal ein Konto in den USA, um die Papiere zeichnen zu knnen, zumindest bevor die Aktien dann schlielich regulr am Markt gehandelt werden. Nicht direkt bei der Zeichnung dabei zu sein knnte sich jedoch als Vorteil erweisen. Marktbeobachter rechnen nmlich damit, dass der Brsendebtant auch viele Spekulanten anziehen wird, die auf das schnelle Geld zum Debt hoffen. Hat sich dann aber erst einmal der Rauch des ersten Kursfeuerwerkes verzogen, knnen die Anleger klarer sehen, wohin es geht mit Facebook.

    Bilderserie


    Die die Welt verändern können: Das sind die 20 mächtigsten MenschenDie die Welt verändern können: Das sind die 20 mächtigsten MenschenDie die Welt verändern können: Das sind die 20 mächtigsten Menschen

    Die die Welt verndern knnen
    Das sind die 20 mchtigsten Menschen

    Quelle: n-tv.de

    Mittwoch, Mai 9th, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

    AKTIEN IM FOKUS: Bankenaktien deutlich im Minus – Angst um Euro

    verlor zeitgleich 1,46 Prozent. Franzsische und spanische Bankaktien verbilligten sich ebenfalls deutlich, in Griechenland brachen Finanzwerte sogar prozentual zweistellig ein. Die Angst um den Euro, vor allem nach dem Ausgang der Wahl in Athen, belaste die Aktien der Finanzbranche deutlich, sagten Brsianer.

    In Griechenland haben nach Auszhlung von mehr als 99 Prozent der abgegebenen Stimmen die Verfechter des umstrittenen Sparprogramms die Mehrheit im Parlament um zwei Abgeordnete verfehlt. Marktbeobachter David Buik sagte: “Wenn tatschlich sieben von zehn im neuen griechischen Parlament vertretenen Parteien gegen den Sparkurs stimmen, dann hat der Euro ein massives Problem.” Den Wahlsieg des Sozialisten von Francois Hollande in Frankreich kommentierte Buik mit “Bon Voyage Sparkurs, Bonjour Finanzchaos”. Dem Experten zufolge drften das uneindeutige und gefhrliche Ergebnis in Griechenland sowie die prekre Finanzlage Spaniens jedoch strker wiegen als die Wahl in Frankreich.

    AUCH SORGE VOR NEUER EISZEIT AN INTERBANKEN-MRKTEN

    Belastend fr den Bankensektor wirkte sich laut Marktbeobachtern auch ein Bericht des “Wall Street Journal” (WSJ) aus, wonach europische Banken immer mehr Geld bei den Zentralbanken horten. Dies deute darauf hin, dass die Eiszeit an den Interbanken-Mrkten wieder anbricht, hie es.

    Hndler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade kommentierte die insgesamt schwache Marktlage nach den Wahlen mit den Worten: “Den Brsen schlgt der Mix aus konjunktureller Unsicherheit und politischem Richtungswechsel auf den Magen.” Besonders die zuknftigen Unwgbarkeiten ber die gemeinsame Marschrichtung von Frankreich und Deutschland sorgten fr Unbehagen. Da es sich aber zu 70 Prozent um politische Brsen handele, drfte zumindest diese Unsicherheit bald wieder verflogen sein. Marktteilnehmer richteten ihre Augen dann wieder auf die Konjunkturdaten aus den USA, aus China oder eben auch aus Europa.




    Montag, Mai 7th, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

    Börsengang: Facebook bekommt ein Preisschild

    Urlaub an der See

    Aktuelle Reisetipps fr Ihren nchsten Deutschlandurlaub.mehr

    Samstag, Mai 5th, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

    Drohende Verstaatlichung: Griechische Banken betteln ihre Aktionäre an



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    03.05.2012, 15:00

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    Donnerstag, Mai 3rd, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

    Finanzaktien Mit Europas Banken lässt sich Geld verdienen – FAZ

    Irl, Maria

    Schmuck sieht sie ja aus, die Frankfurter Skyline. Doch auch fr die Aktien der hier ansssigen Institute gilt: Wer die Anteilscheine kaufen will, sollte das Geschftsmodell der Geldhuser sorgfltig prfen.

    Man knnte Hendrik Leber fr einen waghalsigen Zocker halten: Da steckt Europa inmitten einer schweren Schuldenkrise, und was macht der Chef der Frankfurter Vermgensverwaltung Acatis? Er investiert in Bankaktien. Nicht im berma, aber in manchen Fonds seines Hauses kommen Bankenwerte auf einen Anteil von rund fnf Prozent.

    Ausgerechnet Aktien der Banken. Kaum eine Wertpapierart leidet unter den Verwerfungen in Europa so stark wie die Anteilsscheine der Geldinstitute, jedes Aufflackern der Krise bringt sie aufs Neue unter Druck. Gewinnt in Frankreich der Sozialist Hollande die erste Runde der Prsidentschaftswahlen, geben die Kurse franzsischer Grobanken wie BNP Paribas und Socit Gnrale nach. Nehmen die Sorgen um Spanien zu, sinkt der Wert des iberischen Instituts Santander. Ein schwieriges Umfeld, in dem auch starken Geldhusern wie der Deutschen Bank stndig Kursrckschlge drohen.

    Bei schwachen Nerven: Finger weg!

    Ist Vermgensverwalter Leber also tatschlich ein Zocker? Sicher nicht. Er folgt nur dem nchternen Investmentprinzip, dann zu kaufen, wenn sich alle anderen ngstlich zurckhalten. So sichert er sich jetzt Aktien zu einem niedrigen Preis. An spteren Kursanstiegen kann Leber dann krftig verdienen. Gerade bei einigen Banktiteln ist die Kaufgelegenheit gnstig, ist Leber berzeugt. Fr Investoren mit schwachen Nerven gilt trotzdem: Finger weg! Die Risiken sind hoch. Mutige Privatanleger knnen Lebers Strategie jedoch nachahmen.

    Gute Nachrichten aus der Bankbranche gingen zwar zuletzt im Strudel schwacher Quartalszahlen unter. Aber es gibt sie. Die Institute haben den Ausfall Griechenlands Anfang des Jahres berstanden, immerhin eine Extremsituation, die Europa monatelang in Atem hielt. Sie haben sich von riskanten Geschftsfeldern getrennt, ihre Kapitaldecke erhht. Und schlielich knnen die Geldhuser vor allem ein Argument fr sich geltend machen: Sie werden weiter gebraucht, ohne sie funktioniert eine Marktwirtschaft nicht.

    Zu billig?

    Wie aber auswhlen? Auf vermeintlich gnstige Einkaufstour knnen Anleger derzeit bei nahezu allen Banken im Euroraum gehen. Die Aktie der Commerzbank notiert bei einem Kurs von weniger als zwei Euro, das Papier der italienischen Unicredit bei rund drei Euro – beide in Nhe ihres Tiefststandes, beide billig. Das allein kann aber kein Kriterium fr Investoren sein.

    Die entscheidende Frage muss anders lauten: Sind die Aktien zu billig? Unterschtzen also die brigen Marktteilnehmer das Aufwrtspotential, das in ihnen schlummert? Nur dann knnen sich die Verlustpapiere wieder zu Gewinnbringern im Depot entwickeln.

    Welche Geldhuser auf ein solches Plus hoffen knnen, hngt von mehreren Faktoren ab, vor allem aber von einem: dem weiteren Fortgang der Schuldenkrise. Der Kauf von Bankaktien ist eine Wette auf einen guten Krisenausgang, sagt Dieter Hein, Bankanalyst des Analysehauses Fairesearch.

    Echte Trendwende nicht in Sicht

    Beruhigt sich die Lage dauerhaft, knnte das eine positive Kettenreaktion in Gang setzen: Investoren wrden Banken wieder mehr Vertrauen entgegenbringen, in der Folge knnten die Institute leichter Geld am Kapitalmarkt aufnehmen. Salopp gesagt: Sie wren wieder flssig und ihre Aktien generell im Plus. Tatschlich gab es zuletzt solch einen Hoffnungsschimmer. Zwischen Januar und Ende Mrz konnten sich die Institute mehr Geld ber den Kapitalmarkt besorgen als in der gesamten zweiten Jahreshlfte 2011. Auch die Kurse legten in diesem Zeitraum krftig zu.

    Doch eine wirkliche Trendwende vermgen die meisten Analysten noch nicht zu erkennen. Sie sehen als Ursache des Zwischenhochs eher die Geldspritzen der Europischen Zentralbank, die den Banken im Dezember und Februar langfristige Kredite in Hhe von einer Billion Euro zum Minizins von einem Prozent berlassen hatte. Gelst sind die Probleme des Finanzsektors damit nach Meinung fast aller Experten nicht. So sahen das im April auch die Brsen: Bankaktien gaben nach.

    Kunden, Kosten, Perspektive – ganz klassisch

    Vermgensverwalter Leber geht darum einen Schritt weiter. Anstatt sich ber den Verlauf der Euro-Krise Gedanken zu machen, schaut er darber hinaus: Ich will diejenigen Institute identifizieren, die gestrkt daraus hervorgehen. Wie das funktioniert? ber eine genaue Analyse des Geschftsmodells: Kunden, Kosten, Perspektive – ganz klassisch. Viele Banken lassen sich wie ein Industrieunternehmen unter die Lupe nehmen.

    Dazu ist ein Blick in den Geschftsbericht unerlsslich. Selbst Unerfahrene knnen beim Durchblttern einen wichtigen Qualittsunterschied zwischen den Geldhusern auf eigene Faust ausmachen: die Transparenz. So geben lngst nicht alle Institute Auskunft zur genauen Entwicklung ihrer Kundenzahlen – dabei ist schon das ein erster Hinweis auf die Strke einer Bank. Wie sich das Geschft entwickelt, lsst sich auch an der Hhe der Kreditausfallquoten festmachen. Steigt die Zahl der sumigen Schuldner im Vergleich zu frheren Jahren an, kann auch das ein Warnzeichen sein.

    Analysten raten zudem, ganz grundstzlich darauf zu schauen, womit ein Institut sein Geld verdient. Ist es das Investmentbanking, also das Geschft mit Anleihen und Brsengngen? Dann kann es passieren, dass die Ertrge stark schwanken. Ist es das Privatkundengeschft? Dann sind die Schwankungen geringer, aber auch nur niedrigere Wachstumsraten mglich.

    Ausnahme fr europische Staatsanleihen

    Das Ergebnis der Analyse hlt bei Vermgensverwalter Leber einige berraschungen parat: So zhlt er ausgerechnet eine Bank zu den strksten, die aus Sdeuropa kommt – das spanische Geldhaus Santander. Der Grund: Santander ist vor allem in der Boomregion Lateinamerika aktiv, die Misere auf dem Heimatmarkt trifft das Institut daher weniger – auch wenn der Gewinn zuletzt zurckging. Die kleinere Aareal-Bank aus Wiesbaden hlt Leber ebenfalls fr attraktiv: Der Immobilienfinanzierer war 2005 ein Sanierungsfall, heute steht er deutlich besser da und ist wieder in der Gewinnzone.

    Ein solides Geschftsmodell kombiniert mit geringer Abhngigkeit von Sdeuropa – so knnte ein gutes Bankeninvestment aussehen. Ein Unsicherheitsfaktor lsst sich aber auch durch die beste Analyse nicht ausrumen: Keiner kann exakt abschtzen, welche Risiken in den Bilanzen einer Bank lauern, sagt Analyst Hein.

    In der Tat: Zwar mssen die europischen Geldhuser in Zukunft riskante Geschfte mit mehr Kapital hinterlegen. Ausgerechnet fr die Papiere, die die Euro-Krise ausgelst haben, gilt das aber nicht. Europische Staatsanleihen sind von der Regel ausgenommen, sie gelten weiterhin nicht als riskant.

    Wozu das fhren kann, hat noch im Dezember ein Stresstest der Europischen Bankenaufsicht EBA gezeigt: 31 von 70 europischen Grobanken fielen damals durch. Allein dies verdeutlicht: Auch wenn es falsch wre, Bankaktien als reine Zockerei abzutun – groe Lust an der Spekulation sollten ihre Kufer schon haben.

    1. Staatseinfluss prfen.

    Je strker der Staat auf die Geschftspolitik einer Bank Einfluss nehmen kann, umso schwerer ist es, ihre Entwicklung abzuschtzen. Gerade bei sdeuropischen Geldhusern besteht diese Gefahr, aber auch bei der deutschen Commerzbank.

    2. Kennziffern kontrollieren.

    Ob eine Bankaktie aktuell billig ist, lsst sich am besten am Kurs-Buchwert-Verhltnis (KBV) ablesen. Der Buchwert ist lediglich ein anderer Begriff fr das Eigenkapital. Darunter verstehen Brsianer die Summe aller Vermgensgegenstnde eines Unternehmens abzglich seiner Schulden. Informationen zum Eigenkapital finden sich im Geschftsbericht. Grundstzlich gilt: Je niedriger das Kurs-Buchwert-Verhltnis, umso gnstiger ist eine Aktie. Fr die meisten Banken notiert es derzeit unter einem Wert von eins.

    3. Geschftsmodell bercksichtigen.

    Vom reinen Blick auf die Bewertungskennzahlen sollten Anleger ihre Entscheidung nicht abhngig machen. Parallel dazu mssen sie das Geschftsmodell unter die Lupe nehmen. Hat eine Bank die jngsten Krisen einigermaen stabil berstanden, ist dies von Vorteil. Hinzu kommt die Frage: Womit verdient das Institut eigentlich sein Geld? Ist es das Investmentbanking, knnen die Ertrge strker schwanken. Ist es das Privatkundengeschft, sind die Wachstumsperspektiven schwcher.

    4. Zeithorizont beachten.

    Kurzfristig mssen Anleger weiter mit stark schwankenden Kursen rechnen. Besser ist es, den Kauf als langfristige Investition zu betrachten. Wegen der vielen Risiken ist aber klar: Zu gro sollte der Anteil im Portfolio nicht sein. Maximal fnf Prozent empfehlen Profi-Investoren.


    Quelle: F.A.S.
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    Mit europischen Bankaktien lsst sich Geld verdienen

    Finanzaktien

    Mit Europas Banken lsst sich Geld verdienen


    Von Dennis Kremer

    Bankaktien sind so billig wie nie. Kein Wunder nach mehr als vier Jahren Krise. Mutige Anleger fassen jetzt wieder Vertrauen.

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    Dienstag, Mai 1st, 2012 Allgemein Kommentare deaktiviert

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